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Donnerstag, 15.11.2018 -

1. Mannschaft

Gino Windmüller im Interview

Sechser vor dem Spiel in seiner Heimatstadt

Fast fünf Jahre spielte Gino Windmüller allein im Herrenbereich und der U19 beim SV Bergisch Gladbach 09. In dieser Stadt ist er aufgewachsen, bis heute wohnen seine Eltern dort. Das Spiel gegen den Statdtteilverein TV Herkenrath, für die der Sechser „irgendwie auch mal gespielt“ hat, ist also ein besonderes. Was das Stadion in Herkenrath für ihn bedeutet, auf wen er sich in seiner Heimat besonders freut und wie er die sportliche Situation des WSV sieht, hat Gino uns in einem Interview bei Pasta in der Wuppertaler Innenstadt erzählt.

WSV-HP: Wenn man mit dir vor oder nach den Spielen oder Trainingseinheiten zwischendurch mal gesprochen hat hieß es häufiger, dass du nach Bergisch Gladbach zu deinen Eltern fährst. Dich verbindet noch viel mit deiner Heimat. Wie sehr freust du dich auf das Spiel gegen den TVH?

Gino Windmüller: „Ich habe tatsächlich irgendwie auch mal für Herkenrath gespielt. In der Jugend war das ein Zusammenschluss aus drei Vereinen: Moitzfeld, Herkenrath und Sand (Stadtteile von Bergisch Gladbach, Anm. d. Red.) - das hieß „FC Jugend 99“. In der Jugend habe ich zwei Jahre für den Zusammenschluss gespielt. Dann bin ich zum SV Bergisch Gladbach gewechselt. Das war für mich die nächste Stufe.

WSV-HP: Die Vorstufe hat dir gefallen: Du bist immer wieder nach Bergisch Gladbach zurück gekommen, zuletzt auch vor deinem Wechsel in die 3. Liga nach Regensburg (2013 nach zehn Treffern in 34 Spielen für Bergisch Gladbach, Anm. d. Red.). 

Gino Windmüller: „Na klar, mein Elternhaus steht dort. Bergisch Gladbach war für mich die beste Möglichkeit zu spielen, meine Ausbildung zu machen und dazu kommt, dass ich mich dort immer wohl gefühlt habe. Das ist auch der Grund, warum ich mich auf das Spiel so freue: Es ist „mein“ altes Stadion, beim TVH spielen Freunde von mir und man verbindet einiges mit der Ecke. Vor allem den Aufstieg mit Bergisch Gladbach in die Regionalliga: Wir sind gegen Wattenscheid aufgestiegen. Im Hinspiel haben wir knapp gewonnen, die Fans von Wattenscheid haben den Platz gestürmt. Im Rückspiel haben wir dann zur Pause 0:3 zurückgelegen. Absolute Totenstimmung in der Kabine, klar. Am Ende stand es 3:2 und wir sind aufgestiegen.“

WSV-HP: Spricht man im Vorfeld des Spiels gegen Herkenrath viel mit den Freunden vor Ort?

Gino Windmüller: „Dass ich Freunde dort habe bestärkt das positive Gefühl und den Bezug. Der Andi Kath, Torwart bei Herkenrath, ist ein sehr, sehr guter Freund von mir. Im Hinspiel war er noch im Urlaub. Ich freue mich sehr gegen ihn zu spielen. Aber wir sind in der Regionalliga, da geht es im Endeffekt nicht mehr um private Dinge. Trotzdem macht es für mich etwas Besonderes aus, dass ich gegen ihn in „meinem“ alten Stadion spielen kann. Ich habe bestimmt fünf, sechs Jahre nicht mehr dort gespielt.

WSV-HP: In den letzten Begegnungen in der Regionalliga warst du nicht in der Startelf. Wie siehst du deine persönliche Situation? 

Gino Windmüller: „Ich bin selbstkritisch, aber natürlich gefällt mir die Situation nicht. Ich habe die eine Chance: Ich muss mich anbieten und so spielen, dass der Trainer nicht um mich herum kommt. Ich hoffe, dass ich auf meine Spiele komme und mir den Stammplatz zurückhole. Das ist mein Anspruch hier beim WSV. Ich will dafür arbeiten. Dann werde ich dafür belohnt. Ich bin weiter hochmotiviert das zu schaffen!

WSV-HP: Wir haben mit Herkenrath wieder einen Aufsteiger vor der Brust: Bisher hat der WSV keine guten Erfahrungen mit Neulingen in der Liga gemacht. Was muss man am Samstag im Vergleich zu den Spielen gegen die anderen Aufsteiger besser machen?

Gino Windmüller: „Es ist immer gefährlich diese Mannschaften zu unterschätzen. Das wissen wir nicht erst seit den letzten Spielen aber da haben wir die Qualität nicht so wirklich auf den Platz gebracht. Wir müssen einfach die Tore vorne machen und sie hinten nicht bekommen. Wenn das schon gegen Herkenrath klappt und wir gewinnen wäre das für alle schön, besonders für mich. (lacht)

WSV-HP: Du sprichst die letzten Spiele an: Gegen die Zweitvertretung des 1. FC Köln war es auch wieder ein später Gegentreffer, der den Sieg verhinderte.

Gino Windmüller: „Wir sind spielerisch gut aufgestellt. Der Trainer hat eine defensive Grundeinstellung, möchte uns aber in der Offensive Fußall spielen sehen. Wir haben richtige „Zocker“ im Team - dann sollen wir auch zocken. Genau das haben wir noch nicht so auf den Platz bekommen. Da muss sich jeder Spieler selbst hinterfragen, woran das individuell gelegen hat. Hoffentlich können wir das gegen Herkenrath und auch in den drei Spiele danach schaffen. Das Köln-Tor ist ein Konter, vor dem wir selbst eine 100%ige Torchance haben. Wir haben das Gegentor analysiert. Das sollte uns nicht nochmal passieren.

WSV-HP: Die nächsten beiden Gegner sind Herkenrath und Essen. Bei beiden Spielen geht es um drei Punkte, trotzdem ist das Spiel gegen Essen etwas Besonderes. Dazwischen ist eine fast zweiwöchige Spielpause. Macht das etwas aus?

Gino Windmüller: „Das macht nichts aus. Natürlich ist das Essen-Spiel ein größeres Spiel als das gegen Herkenrath. Jeder tut gut daran das Spiel gegen Herkenrath ernst zu nehmen. Auch dort sind 100% nötig, sonst nutzt auch Herkenrath die Zurückhaltung aus. Essen ist natürlich DAS Spiel für die Fans. Wir wissen, was wir im Hinspiel verbockt haben und wollen das Ergebnis aus der Hinserie wieder gut machen. Aber wichtig ist jetzt erstmal Herkenrath!

WSV-HP: Vielen Dank für das Gespräch, Gino!

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