MENÜ
03
Okt
WSV
14:00
RWO
Samstag, 05.09.2020 -

1. Mannschaft

1:0-Sieg zum Auftakt gegen Rot Weiss Ahlen

Beyhan Ametov erzielt das Tor des Tages

Zum Saisonauftakt empfing der WSV im heimischen Stadion am Zoo Aufsteiger Rot Weiss Ahlen. Ex-WSV-Trainer Christian Britscho hatte die Wersestädter im letzten Spieljahr von der Oberliga Westfalen in die Regionalliga West geführt, wo sie seit dieser Saison von Björn Mehnert betreut werden, der wiederum einige Jahre das rot-blaue Trikot als Spieler getragen und 2003 als Abwehrchef mit dem WSV den Aufstieg in die damals drittklassige Regionalliga Nord gefeiert hatte.

Trainer Alexander Voigt, der u.a. weiterhin auf die verletzten Tim Wendel, Kevin Pytlik und Tolga Cokkosan verzichten musste, schickte dieselbe Startelf ins Rennen, die vor einer Woche die Testspiel-Generalprobe bei der SSVg Velbert überzeugend mit 4:1 gewonnen hatte. Somit standen mit Kevin Rodrigues Pires und Jonas Erwig-Drüppel zwei Sommerneuzugänge zu Beginn auf dem Platz.

Aufgrund der bekannten Corona-Maßnahmen - auch Pröppi trug einen XXL-Mund-Nasenschutz - durften sich bei bestem Fußballwetter nur 300 Zuschauer auf der Haupttribüne des Stadions am Zoo einfinden, die den WSV erstmalig in den neuen roten Heimtrikots mit Brustsponsor Stölting Service Group GmbH bewundern konnten.

Der WSV kam gut in die neue Saison und setzte bereits in der Anfangsphase des Spiels die ersten Akzente. Nach einem Eckball landete ein Schuss von Yannick Geisler in den Armen des Ahlener Schlussmanns und nach einem Doppelpass mit Gianluca Marzullo schlenzte Marwin Stuckrucker die Kugel rechts am gegnerischen Kasten vorbei. Der WSV blieb auch im Folgenden die spielbestimmende Mannschaft mit mehr Ballbesitz, während die Gäste auf eine gute Defensive setzten und mit langen Bällen für Entlastungsangriffe sorgen wollten. Bis zum Halbzeitpfiff konnte die rot-blaue Überlegenheit jedoch nicht in Zählbares umgesetzt werden. Abschlüsse von Kevin Rodrigues Pires und Beyhan Ametov verfehlten das gegnerische Tor, bei einigen vielversprechenden Kombinationen bekamen die Abwehrspieler der Gäste im letzten Moment noch ein Bein dazwischen und einen direkten Freistoß von Kevin Rodrigues Pires lenkte Torwart Schipmann über die Latte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff wurde es dann noch einmal eng, als Schipmann einen Ametov-Schuss hielt und Marwin Studtrucker eine Volleyabnahme über das Tor setzte. Zur Pause durften die WSV-Fans mit der schwungvollen und engagierten Leistung der Mannschaft zufrieden sein, die zudem in der Defensive nichts zugelassen hatte. Einzig die bis dahin verdiente Führung war leider nicht gefallen.

In der zweiten Halbzeit konnte der WSV den Spielfluss der ersten 45 Minuten nicht mehr aufrecht erhalten, verstand es aber, die Angriffsbemühungen der Gäste sicher zu verteidigen. Zudem kam es zu zahlreichen Verletzungsunterbrechungen, die den Spielfluss weiter verringerten. In einer nun zerfahrenen Begegnung fiel in der 70. Minute der Treffer des Tages: Beyhan Ametov kam im gegnerischen Strafraum an den Ball und zirkelte diesen ins Tor. Gästekeeper Schipmann lag zum gleichen Zeitpunkt außerhalb des Sechzehners auf dem Rasen, der Schiedsrichter hatte das Spiel weiterlaufen lassen. Bis zum Schlusspfiff und Ablauf der sechsminütigen Nachspielzeit konnten sich beide Teams keine nennenswerten Großchancen mehr erspielen, so dass der WSV mit dem 1:0 die ersten drei Punkte der Saison einfuhr. Insbesondere aufgrund der Leistung in der ersten Hälfte und der konzentrierten Defensive über die gesamte Spielzeit, in der man dem Gegner keine nennenswerte Torchance gestattet hatte, ein verdienter Sieg für Rot-Blau.

Nach dem hart umkämpften Spiel sprachen wir mit Innenverteidiger Noah Salau: „Wir haben gut ins Spiel hinein gefunden und hätten bis zur Halbzeit in Führung liegen müssen, da wir einige gute Tormöglichkeiten ungenutzt gelassen haben. Auch waren wir gut in den Zweikämpfen. Nach dem Seitenwechsel wurde das Spiel hektischer. Am Ende nehmen wir die drei Punkte zum Auftakt gerne mit.“ Auf seine neue Rolle in der Innenverteidigung angesprochen, antwortete Noah: „Uppe und ich kommunizieren viel und harmonieren schon ganz gut zusammen, wie ich finde. Wir haben heute zu null gespielt und das war wichtig für den Sieg." Mit der Unterstützung von den Rängen zeigte sich unsere Nummer 21 auch zufrieden: „Die Stimmung ist bei uns auf dem Rasen angekommen und es fühlte sich nach deutlich mehr als 300 Zuschauern an.“

Auch Torhüter Niklas Lübcke war nach der sechsmonatigen Pflichtspielpause hochzufrieden: „Es war das erwartet schwere Spiel zum Auftakt gegen einen ekligen Gegner. Nutzen wir unsere zwei, drei hundertprozentige Chancen in der ersten Halbzeit, gehen wir mit einer Führung in die Kabine. Im Endeffekt holen wir aber die drei Punkte und spielen zu null, was für mich als Torhüter eine schöne Sache ist. Am Anfang war es aber schon schwer, nach der langen Pause wieder in den Pflichtspielmodus zu kommen.“ Ein wenig vermisste Niklas aber dann doch die WSV-Fangemeinde: „Es wäre natürlich schöner, vor mehr Zuschauern als heute zu spielen, aber wir konnten uns in den vorangegangenen Testspielen darauf einstellen.“

Rückkehrer Jonas Erwig-Drüppel analysierte den Spielverlauf wie folgt: „Wir sind gut ins Spiel hinein gekommen und hatten direkt Aktionen. Der Gegner hat versucht, alles hinten rauszuhauen und wollte seine Konter setzen. Da haben wir voll gegen gehalten. Wir haben leider ein paar Chancen liegen gelassen und es nicht geschafft, in der ersten Halbzeit in Führung zu gehen. Dann wäre vielleicht alles ein bisschen einfacher geworden. Mit der Halbzeit ist bei uns ein kleiner Bruch entstanden. Wir waren mit dem Ball nicht mehr ganz so gut im Spiel, haben hinten aber trotzdem gut verteidigt und eigentlich nichts anbrennen lassen. Das 1:0 hat uns sicher in die Karten gespielt. Wir haben dann bis zum Schluss gekämpft. Spielerisch war es nicht mehr so toll. Aber wir haben es geschafft, in den richtigen Situationen Entlastung zu schaffen und das Ding nach Hause zu fahren. Grundsätzlich war es ein verdienter Sieg und für den Start können wir damit zufrieden sein.“ Darüber hinaus freute sich unsere Nummer 11 über sein Comeback im rot-blauen Trikot: „Ich habe mich natürlich gefreut, wieder zurückzukommen. Es war eine lange Zeit ohne Fußball und wir waren alle heiß auf das Spiel. Für mich persönlich war es nach meiner Rückkehr ein besonderes Ereignis. In einem vollen Stadion wäre das bestimmt schöner gewesen. Aber die 300 und ein paar hinterm Zaun haben auch gute Stimmung gemacht.“

Das nächste Ligaspiel bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 12. September 2020 beim SV Lippstadt. Anstoß in der Liebelt Arena ist um 14:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Niklas Lübcke – 7 Semir Saric, 5 Tjorben Uphoff, 21 Noah Salau, 6 Joey Paul Müller – 33 Yannick Geisler, 20 Kevin Rodrigues Pires (84. 24 Isaak Akritidis), 11 Jonas Erwig-Drüppel (66. 13 Joelle Tomczak), 18 Marwin Studtrucker (46. 8 Daniel Grebe), 9 Beyhan Ametov (93. 10 Viktor Maier) – 26 Gianluca Marzullo

Trainer: Alexander Voigt

Aufstellung Rot Weiss Ahlen:

30 Bernd Schipmann (74. 22 Veith Walde) – 2 Phillip Aboagye (68. 18 Sebastian Mai), 4 Rene Lindner, 6 Yasin Altun (46. 7 Bennet Eickhoff), 10 Pascal Schmidt, 15 Sven Höveler, 19 Timon Schmitz, 21 Guiliano Nieddu, 23 Romario Wiesweg, 26 Arda Nebi, 29 Paolo Maiella (82. 9 Luca Steinfeldt)

Trainer: Björn Mehnert

Zuschauer: 300

Tor: 1:0 Ametov (70.)

Gelbe Karten: Rodrigues Pires (62.), Grebe (96.) - Maiella (4.), Altun (40.), Höveler (70.), Lindner (96.)

Eckenverhältnis: 2:4

Schiedsrichter: Luca Marx / Assistenten: Sven Landgraf, Patrick Dupont

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

×