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Okt
VfB
14:00
WSV
Samstag, 10.10.2020 -

1. Mannschaft

WSV erkämpft die nächsten drei Punkte

Marzullo und Studtrucker treffen zum 2:1-Sieg beim FC Schalke 04 U23

Am 8. Spieltag der Regionalliga West trat unsere Mannschaft im altehrwürdigen Gelsenkirchener Parkstadion beim Nachwuchs der Knappen an. Die U23 des FC Schalke 04 lag vor dem Spiel auf Rang 7 der Tabelle und damit vier Plätze vor dem WSV - beide Mannschaften trennten jedoch nur drei Punkte. Nach dem erfolgreichen 3:0 in der Vorwoche gegen Rot-Weiß Oberhausen schenkte Trainer Alexander Voigt derselben Mannschaft das Vertrauen und ließ ohne Wechsel in der Startelf in einem 3-5-2-System beginnen. Auf der Bank nahm diesmal unserere Nummer 19, Furkan Tasdemir, anstelle von Mike Osenberg Platz.

Der WSV lief in komplett roter Spielkleidung auf, wie immer angeführt durch Kapitän Tjorben Uphoff, der von 2015 bis 2017 selbst einmal Teil der „Knappenschmiede“ gewesen ist. Schalke spielte in königslauen Trikots und weißen Hosen. Bei 12 Grad Außentemperatur und viel Wind hatte der Gastgeber in der 5. Spielminute die erste große Chance durch Leo Scienza, die unser Torhüter Daniel Szczepankiewicz stark parieren konnte. Auf der Gegenseite hatte Stürmer Marco Königs in der 10. Minute nach Flanke von Tolga Cokkosan eine kleinere Torgelegenheit. In den darauffolgenden Minuten passierte auf beiden Seiten wenig, außer einer Verwarnung für Tolga Cokkosan nach einem Foulspiel im Mittelfeld. Nach 28 Minuten prüfte Daniel Grebe Jannick Theißen im Tor der Gastgeber mit einem Fernschuss. Dann die 31. Spielminute: Nach Pass in die Tiefe von Jonas Erwig-Drüppel ließ Gianluca Marzullo dem Schalker Schlussmann in echter Torjägermanier keine Chance und traf zum 1:0. Kurz vor dem Halbzeitpfiff musste der WSV noch einige brenzlige Situationen überstehen, um die Führung in die Pause zu bringen: In der 40. Minute lenkte Daniel Szczepankiewicz einen Schuss von Jan-Luca Schuler zur Ecke und wenig später vergab Noah Awassi nach einem Freistoß freistehend aus fünf Metern. So stand es zur Pause 1:0 für unsere Farben.

Die zweite Halbzeit begannen beide Mannschaften unverändert. In der 49. Minute hatte Beyhan Ametov die Riesenchance, um den Spielstand zu erhöhen, allerdings konnte Schalkes Torwart Jannick Theißen stark parieren und zur Ecke klären. Der erste Wechsel in unserer Elf erfolgte in der 56. Minute: Beyhan Ametov verließ das Feld und wurde durch Marwin Studtrucker ersetzt - ein glückliches Händchen von Chef-Trainer Alexander Voigt, wie sich später noch herausstellen sollte. In der 60. Minute aber erst mal der Ausgleich für Schalke: Nach einem Eckball kam Mika Hanraths zum Kopfball, der die Kugel kontrolliert in der linken oberen Ecke des Tores unterbrachte. Kurz nach dem Ausgleich hielt Daniel Szczepankiewicz zweimal stark für unsere Mannschaft und konnte so den Führungstreffer der Knappen jeweils in letzter Sekunde verhindern. In der 72. Minute kam Semir Saric - Torschütze zum 2:0 letzte Woche gegen Oberhausen - für Daniel Grebe auf den Platz und führte sich sofort gut ein: Nach Zuspiel von Saric vergab Gianluca Marzullo mit der Hacke. In der 78. Minute verließ der offensive Marco Königs den Platz und wurde durch Joey Paul Müller ersetzt, der sich ebenfalls direkt gut ins Spiel einbrachte - doch nach toller Flanke von Müller traf Marwin Studtrucker den Ball nicht richtig. In der 82. Minute machte es Studtrucker dann besser: Unsere Nummer 18 lief alleine aufs Tor zu und schloss souverän zur 2:1-Führung ab, gefolgt von riesigem Jubel auf der Gästebank und vereinzelt auf der Tribüne, soweit sich unter den 300 Zuschauern auch WSV-Fans befanden. In der 86. Minute brachte Trainer Alexander Voigt Kevin Pytlik für Kevin Rodrigues-Pires auf den Platz, um das Ergebnis zu verteidigen. Zwar gab es bis in die dreiminütige Nachspielzeit noch die eine oder andere gefährliche Situation im Strafraum zu überstehen, doch die Hintermannschaft des WSV behielt einen kühlen Kopf, so dass Schiedsrichter Nico Fuchs letztlich beim Spielstand von 2:1 für die Gäste die Begegnung abpfiff und die meisten der 300 Zuschauer mit gesenkten Köpfen nach Hause gingen.

Der WSV hatte heute vielleicht das Glück, das in einigen vorangegangenen Partien gefehlt hat, und darf sich nun über den zweiten Sieg in Folge, sowie Tabellenplatz 8 freuen.

Nach dem Abpfiff und dem ersten Auswärtssieg der Spielzeit 2020/21 sprachen wir mit unseren beiden Torschützen. Seinen Treffer zum 1:0 sah Gianluca Marzullo so: „Der Ball von Jonas kam so gut, dass ich ihn direkt nehmen und abschließen konnte. In der Phase waren wir richtig gut im Spiel, haben den Ball gut laufen gelassen und dann auch das Tor geschossen. Zur Halbzeit führen wir dann verdient. Nach der Halbzeit geraten wir unter Druck und haben zunächst Glück gehabt.“ Dann kam die sehr gute Einschussmöglichkeit von Beyhan Ametov: „Da wehrt der Schalker Spieler ganz klar mit der Hand zur Ecke ab, was der Schiedsrichter einfach sehen muss", so unsere Nr. 26. „Danach haben wir, wenn wir ehrlich sind, um ein Gegentor gebettelt und somit auch den Ausgleich kassiert. Wir sind tiefer gestanden und nicht mehr richtig in die Zweikämpfe gekommen.“ Den Siegtreffer kommentierte unser Torjäger so: „Am Ende haben wir uns wieder richtig reingebissen und mit Studti den Matchwinner in unseren Reihen gehabt, auch wenn wir Glück haben, dass sein Gegenspieler vorher über den Ball tritt. Aber Studti macht den dann auch richtig gut zum 2:1. Wenn wir am Ende unsere Konter besser zu Ende spielen, hätten wir es vielleicht früher zu machen können. So ging es bis zur letzten Sekunde ums Beißen. Das haben wir mit Bravour gemeistert. Dieser Sieg lässt uns klettern und tut richtig gut.“

Marwin Studtrucker war der Siegtorschütze und kam als Joker in die Partie. Er sah den dreifachen Punktgewinn so: „Uppe hat zuletzt mal gesagt, dass sich Spielglück über die Saison gesehen immer wieder ausgleicht, woran ich auch glaube. Wir machen heute zu einem perfekten Zeitpunkt das 2:1. Ob das in dieser Phase verdient war, darüber lässt sich deutlich streiten. Am Ende ist es egal: Wir haben die drei Punkte und in einer Woche fragt keiner mehr danach.“ Den Siegtreffer sah unsere Nr. 18 wie folgt: „Mein Gegenspieler tritt über den Ball und ich bin einfach mal auf Verdacht durchgelaufen. In 99 von 100 Fällen klappt es nicht, aber wichtig ist, dass man das eine Mal da ist, wenn sich die Chance ergibt. Ich bin froh, dass ich den dann reingemacht habe - nicht wie eine Situation vorher, wo ich freistehend im Strafraum über den Ball trete. Von daher bin ich natürlich sehr zufrieden."

Spieldaten:

Aufstellung FC Schalke 04 U23:

29 Jannick Theißen – 20 Henning Matriciani, 3 Mika Hanraths, 17 Jimmy Kaparos (75. 22 Daniel Kyerewaa), 26 Noah Awassi, 15 Phil Halbauer (52. 27 Brooklyn Ezeh) – 12 Leo Scienza, 8 Blendi Idizi, 21 Florian Flick, 13 Diamant Berisha (80. 11 Matthew Hoppe) – 18 Jan-Luca Schuler (78. 9 Abdul Fesenmeyer)

Trainer: Torsten Fröhling

Aufstellung Wuppertaler SV:

28 Daniel Szczepankiewicz – 5 Tjorben Uphoff, 33 Yannick Geisler, 21 Noah Salau - 11 Jonas Erwig-Drüppel, 8 Daniel Grebe (72. 7 Semir Saric), 20 Kevin Rodrigues Pires (85. 27 Kevin Pytlik), 9 Beyhan Ametov (56. 18 Marwin Studtrucker), 22 Tolga Cokkosan – 48 Marco Königs (78. 6 Joey Paul Müller), 26 Gianluca Marzullo

Trainer: Alexander Voigt

Zuschauer: 285

Tore: 0:1 Marzullo (31.), 1:1 Hanraths (60.), 1:2 Studtrucker (82.)

Gelbe Karten: Hoppe (83.) – Cokkosan (23.), Ametov (52.), Salau (58.), Uphoff (70.)

Eckenverhältnis: 7:3

Schiedsrichter: Nico Fuchs / Assistenten: Francisco Lahora Chulian, Tobias Esch

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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