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Okt
VfB
14:00
WSV
Samstag, 17.10.2020 -

1. Mannschaft

Der WSV bleibt im Oktober ungeschlagen

Torloses Unentschieden im Stadion am Zoo gegen den SV Rödinghausen

Am 9. Spieltag der Regionalliga West empfing unsere Truppe mit dem SV Rödinghausen den Meister der abgelaufen Saison, bei dem im Sommer ein Umbruch stattgefunden hat. Zahlreiche Spieler wechselten den Verein und auch das Trainerteam verließ die Ostwestfalen und coacht seit Sommer zusammen mit Pascal Bieler den Nachwuchs von Borussia Dortmund. Nils Drube ist seitdem neuer Übungsleiter in Rödinghausen, wo mit Kapitän Daniel Flottmann sowie Angelo Langer und Enzo Wirtz drei Ex-Wuppertaler im Kader stehen. Vor dem Spiel hatte der WSV zwei Punkte mehr auf dem Konto und stand in der Tabelle vier Plätze vor dem SVR, der allerdings ein Spiel weniger absolviert hatte. Nach sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen nahm Cheftrainer Alexander Voigt einen Wechsel in der Startelf vor: Kevin Pytlik begann in der Innenverteidigung anstelle von Noah Salau.

Der WSV lief in roten Trikots, blauen Hosen und roten Stutzen auf, der Gast in weißen Oberteilen und schwarzen Hosen. Bei 11 Grad pfiff Schiedsrichter Lars Aarts aus Goch pünktlich das Spiel an und den ersten Ballkontakt hatte Marco Königs, der den Anstoß ausführte. Direkt nach zwei Minuten der erste Freistoß aus 20 Metern für den Gastgeber. Ausgeführt von Kevin Rodrigues Pires brachte dieser aber nichts ein und so ging es mit einem Abstoß durch Gästetorhüter Jan Schönwälder vor der Horst-Szymaniak-Tribüne weiter. Danach hatten die Gäste zunächst mehr vom Spiel und zweimal rettete Aluminium für Rot-Blau: In der 7. Minute setzte Ba-Muaka Simakala einen Freistoß aus gefährlicher Position an den Pfosten, der Nachschuss von Seungwon Lee landete am Außennetz. In der 29. Minute kam erneut Ba-Muaka Simakala gefährlich zum Abschluss und traf aus der Drehung den Außenpfosten. Vier Minuten später die bis dahin gefährlichste Aktion des WSV: Jonas Erwig-Drüppels Torschuss aus halb rechter Position flog am linken Pfosten vorbei. Bis zur Halbzeit geschah auf beiden Seiten nichts mehr und so ging es torlos in die Kabinen. Der WSV hatte in Person von Marzullo, Uphoff, Geisler, Pytlik und Cokkosan zu diesem Zeitpunkt schon vier gelbe Karten kassiert und in den ersten 45 Minuten Mühe gehabt, die Abwehr des SVR in Verlegenheit zu bringen.

Dies änderte sich mit dem Wiederanpfiff: In der 51. Minute zog Tolga Cokkosan nach einer super Kombination aus 16 Metern von der linken Strafraumkante ab und Gästetorhüter Jan Schönwälder konnte den Ball noch so gerade an die Latte lenken und zur Ecke klären. Keine Minute später tauchte Marwin Studtrucker alleine vor Schönwälder auf. Sein Versuch, den Gästekeeper zu umspielen, gelang nicht ganz und so landete der Abschluss letztlich am Außennetz. Nach den Wechseln zur Halbzeit - Semir Saric und Marwin Studtrucker für Gianluca Marzullo und Beyhan Ametov - und der Umstellung von Vierer- auf Dreierkette bekam der WSV nun aber mehr Zugriff auf das Spiel. In der 62. Minute die nächste Riesenchance: Semir Saric bediente von der linken Strafraumkante den mitgelaufenen Marwin Studtrucker. Dessen Schuss wurde von Jan Schönwälder stark pariert und der Nachschuss von Semir Saric ging über das Tor. Auch wenn sich Rödinghausen danach wieder mehr Ballbesitz erarbeitete, ergab sich in der 90. Minute nochmal die große Chance für den WSV: Marco Königs flankte auf den mitgelaufenen Joey Paul Müller, doch der bekam freistehend per Kopf nicht genug Druck hinter den Ball, so dass dieser in den Armen von Jan Schönwälder landete. In der 93. Minute Jubel auf Seiten der Gäste, doch ebenso schnell Ernüchterung, denn Schiedsrichter Lars Aarts entschied nach einem Stoßen im Strafraum auf Offensivfoul und gab das vermeintliche Tor nicht.

Nach dem Schlusspfiff durfte ein leistungsgerechtes Unentschieden konstatiert werden, bei dem beide Mannschaften ihre Torchancen hatten und das sich der WSV gegen den letztjährigen Meister der Regionalliga West insbesondere durch eine Leistungssteigerung in der zweiten Halbzeit verdient hatte. Nach sechs Punkten aus den letzten beiden Spielen blieb der WSV heute ohne Gegentreffer und im Oktober damit weiter ungeschlagen.

Mittelfeldspieler Yannick Geisler sah den Spielverlauf nach der Begegnung wie folgt: „Ich denke, es war eine ausgeglichene Partie. In der ersten Halbzeit hatte Rödinghausen mehr vom Spiel und zwei, drei gute Einschussmöglichkeiten. Ba-Muaka Simakala ist schon ein guter Junge und sehr, sehr schwer zu verteidigen. Außer Jonas Erwig-Drüppel haben wir uns hinten alle gelbe Karten abgeholt. Wir haben in der Halbzeit gewechselt und von Vierer- auf Dreierkette umgestellt. Wir sind dann vorne besser angelaufen und hinten konnten Uphoff, Pytlik und ich uns gegen Simakala und Ibrahim gegenseitig besser absichern. Insgesamt waren wir griffiger und sind zu drei guten Einschussmöglichkeiten durch Marwin Studtrucker und Joey Paul Müller gekommen. Von Rödinghausen kam in der zweiten Halbzeit, glaube ich, nichts Hundertprozentiges mehr. Es war dann ein Abnutzungskampf im Mittelfeld. Es war letztlich okay heute, wir müssen jetzt ja auch nicht durchdrehen. Wir haben aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt und nur ein Gegentor bekommen. Jetzt kommen Aufgaben, die machbar sind. Wenn wir so weitermachen, bin ich da sehr optimistisch."

Die Analyse von Torjäger Marco Königs fiel wie folgt aus: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht richtig den Zugriff bekommen und die Bälle zu schnell wieder verloren. Rödinghausen hatte dicke Dinger und wir konnten froh sein, dass wir mit dem 0:0 in die Pause gingen. In der zweiten Hälfte war es dann ein ganz anderes Spiel. Ich fand, wir waren die klar bessere Mannschaft, hatten mit dem Lattenknaller, sowie Studtis und hinterher auch Joeys Chance die besseren Möglichkeiten. Wir haben die Konter gut rausgespielt, müssen die Tore dann halt aber auch machen. Beide Mannschaften hätten das Spiel gewinnen können, aber im Endeffekt musst du den Punkt jetzt mitnehmen. Wir können froh sein, dass wir in der letzten Minute nicht noch einen gefressen haben. Das wäre dann doppelt bitter gewesen. So nehmen wir den Punkt mit und Mittwoch geht's ja schon weiter."

Das nächste Ligaspiel bestreitet der WSV am kommenden Mittwoch, den 21. Oktober 2020 beim SV Bergisch Gladbach. Anstoß in der Belkaw Arena ist um 19:30 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

28 Daniel Szczepankiewicz – 11 Jonas Erwig-Drüppel, 5 Tjorben Uphoff, 27 Kevin Pytlik, 22 Tolga Cokkosan (86. 19 Furkan Tasdemir) – 33 Yannick Geisler, 8 Daniel Grebe (70. 6 Joey Paul Müller), 20 Kevin Rodrigues Pires, 9 Beyhan Ametov (46. 7 Semir Saric) – 48 Marco Königs, 26 Gianluca Marzullo (46. 18 Marwin Studtrucker)

Trainer: Alexander Voigt

Aufstellung SV Rödinghausen:

1 Jan Schönwälder – 34 Tobias Reithmeir, 3 Daniel Flottmann, 22 Julian Wolff – 11 Patrick Kurzen, 29 Lukas Kunze, 33 Angelo Langer, 10 Seungwon Lee, 7 Nico Buckmaier – 19 Ba-Muaka Simakala (75. 17 Christian Derflinger), 23 Yassin Ibrahim (67. 9 Enzo WIrtz)

Trainer: Nils Drube

Zuschauer: 0

Tore: Fehlanzeige

Gelbe Karten: Marzullo (7.), Uphoff (12.), Geisler (22.), Pytlik (24.), Cokkosan (43.), Rodrigues Pires (71.) – Kurzen (85.)

Eckenverhältnis: 3:12

Schiedsrichter: Lars Aarts / Assistenten: Jörg Jörissen, Marco Lechtenberg

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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