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Dez
BSC
14:00
WSV
Samstag, 21.11.2020 -

1. Mannschaft

WSV gewinnt gegen Lotte mit 2:0

Marzullo und Ametov erzielen die Tore in der ersten Halbzeit

Der WSV hat seine Negativserie beendet und am Samstagnachmittag verdient mit 2:0 gegen die Sportfreunde aus Lotte gewonnen. Der WSV erspielte sich besonders in der ersten Halbzeit zahlreiche klare Chancen und hätte sogar höher gewinnen können.

WSV-Trainer Alexander Voigt musste nach der 0:1-Niederlage am letzten Wochenende in Köln heute auf den gelb-rot-gesperrten Marco Königs, den verletzen Daniel Szczepankiewicz sowie Kevin Rodrigues Pires verzichten. Für Szczepankiewicz begann Niklas Lübcke im Tor. Auf dem Feld ersetzten Semir Saric, Gianluca Marzullo und Marwin Studtrucker Königs, Rodrigues Pires und Salau.

Die Sportfreunde aus Lotte, die nach dem Abgang fast aller Stammspieler mit einem ganz jungen Kader in die Saison gegangen sind, mussten zuletzt einige Rückschläge im Kampf um den Klassenerhalt hinnehmen. Nach den ersten beiden Siegen im Oktober gegen Fortuna Köln und Borussia M'gladbach U23 holte das Team nur zwei Punkte aus den letzten sechs Spielen. In der Fremde stehen die Lotter noch komplett ohne Punkt da. Nach der 0:2-Heimniederlage gegen den VfB Homberg nahm Trainerin Imke Wübbenhorst fünf Änderungen an der Startelf vor: Conrad Azong, Nino Lacagnina, Massih Wassey, Drilon Demaj und Jakob Duhme begannen für Yegenoglu, Plautz, Lisnic, van den Berg und Andzouana.

Der WSV vergibt Chancen im Minutentakt...

Unsere Mannschaft war heute sofort im Spiel und zeigte vom Anpfiff an, dass sie sich viel vorgenommen hatte: Bereits mit dem dritten Ballkontakt der Begegnung kam Jonas Erwig-Drüppel in aussichtsreicher Position zum Torabschluss, der jedoch geblockt wurde und über das Tor flog. Der WSV griff früh an, störte die Lotter immer wieder erfolgreich im Spielaufbau und erarbeitete sich in der Anfangsphase Chancen im Minutentakt. In der vierten Minute war es erneut Erwig-Drüppel, der - von Studtrucker eingesetzt - alleine auf das gegnerische Tor zulief und sich die Ecke eigentlich aussuchen konnte. Doch sein Abschluss geriet zu unplatziert, sodass Peitzmeier die frühe Führung mit seinem rechten Fuß verhindern konnte. Den strammen Nachschuss von Saric parierte er ebenfalls. Kurz darauf die nächste Großchance: Von Wendel über die gesamte Lotter Hintermannschaft gelupft, kam der Ball im Strafraum zu Marzullo, der sofort aus der Drehung den Abschluss suchte, die Kugel aber nicht voll traf. Danach rettete der Pfosten für die Sportfreunde: Uphoff war nach einer Ecke aus dem Getümmel aus 18 Metern zum Schuss gekommen (10. Minute). Der WSV machte es den Gästen in dieser Phase des Spiels schwer, sich zu befreien und gewann die Mehrheit der Zweikämpfe. Besonders über die rechte Seite mit den offensiven Saric und Erwig-Drüppel fanden die Hausherren immer wieder den Weg nach vorne.

... und trifft schließlich doch

Nach 24 Minuten war es dann endlich soweit: Lübcke suchte mit einem weiten Abschlag Studtrucker, dessen Gegenspieler Erwig-Drüppel den Ball vor die Füße köpfte. Der nahm sofort Fahrt auf, zog zwei Gegenspieler auf sich und legte kurz vor dem Sechzehner wieder quer auf Studtrucker. Der musste nur noch ein paar Schritte machen und in die Mitte passen, wo Marzullo stand wo ein Goalgetter stehen muss und den Ball über die Linie drückte - 1:0. Der WSV ließ in der Folge nicht locker und drückte die Lotter in die eigene Hälfte. Verlorene Bälle eroberten Joey Müller und Tim Wendel im Mittelfeld schnell wieder zurück, sogar Uphoff beteiligte sich teilweise in der gegnerischen Hälfte am Pressing. Kurz darauf kam jedoch Lotte zu seiner ersten Chance: Nach einem Freistoß wurde der WSV ausgekontert, doch Demaj scheiterte aus 10 Metern am stark reagierenden Lübcke. Fünf Minuten vor der Pause machte der WSV das Spiel über die linke Seite schnell und kombinierte sich über mehrere Stationen in den Lotter Strafraum. Studtruckers Abschluss aus kurzer Distanz konnte Peitzmeier noch zur Seite abwehren, beim Nachschuss von Ametov war er dann machtlos - 2:0.

In der zweiten Hälfte passiert nicht mehr viel

Nach der Pause machte der WSV zunächst da weiter, wo er aufgehört hatte: Nach einem Doppelpass mit Saric verpasste Erwig-Drüppel das 3:0 aus spitzem Winkel nur knapp. Mit zunehmender Spieldauer zog sich der WSV dann aber weiter zurück und überließ den Gästen etwas mehr vom Spiel, die daraufhin im zweiten Durchgang zu Chancen kamen. Doch Demajs Schuss aus 16 Metern wurde von Lübcke stark gehalten und Azongs Kopfball aus kurzer Distanz ging über das Tor. Insgesamt stand die WSV-Defensive aber über 90 Minuten sehr stabil und geriet nie wirklich unter Druck. Der WSV ließ bei seinen Kontern im zweiten Durchgang die letzte Entschlossenheit und Präzision vermissen und fuhr so am Ende einen ungefährdeten 2:0-Sieg ein, der bei einer besseren Chancenauswertung in der ersten Halbzeit auch höher hätte ausfallen können.

Torhüter Niklas Lübcke war nach seinem Comeback im Tor des WSV hochzufrieden mit der Leistung der Mannschaft: „Wir haben gewonnen und das auch noch zu Null, besser geht‘s nicht. Wir haben von Anfang an gut gespielt. Wir müssen eigentlich schon nach zwei Minuten das Tor machen, müssen nach fünf Minuten das Tor machen - irgendwann fällt es dann und wir legen das zweite nach. In der Halbzeit haben wir besprochen, auch das dritte Tor nachzulegen, um das Spiel in die richtigen Bahnen zu lenken. Das ist uns bis zum Schluss nicht gelungen. Aber wir haben bis zum Ende hin wenig zugelassen. Wir haben bis zum Schlusspfiff alles gut verteidigt, was in Richtung unseres Tores kam.“

Auch Linksverteidiger Tolga Cokkosan zog nach dem Spiel ein positives Fazit: „Vor dem Spiel haben für mich nur die drei Punkte gezählt, sonst nichts. Und ich finde, wir haben es von der ersten Minute an sehr, sehr gut gemacht. Wir standen kompakt und sind vorne angelaufen, so wie wir es uns vorgenommen haben. Wir haben sehr gut umgesetzt, was wir vor dem Spiel besprochen hatten. Zur Halbzeit steht es dann verdient 2:0. In der zweiten Halbzeit haben wir uns ein Stück zurückfallen lassen. Wir haben gesehen, dass auch Lotte gefährlich werden kann. Aber im Großen und Ganzen haben wir es sehr, sehr gut gemacht und nach einer sehr guten Mannschaftsleistung verdient gewonnen.“ Nun freut sich unsere Nummer 22 bereits auf die kommende Ligapartie gegen den Ex-Verein: „Dieser Sieg vorher tut natürlich sehr gut, gerade nach so Niederlagen wie in Homberg und Wegberg-Beeck. Köln zähle ich nicht mit, da wir in diesem Spiel in Unterzahl gut gespielt haben. Jetzt fahren wir mit Aufwind nach Essen und freuen uns auf jeden Fall auf das Spiel.“

Das nächste Ligaspiel bestreitet der WSV am kommenden Mittwoch, den 25. November 2020 gegen Rot-Weiss Essen. Anstoß im Stadion Essen ist um 19:30 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Niklas Lübcke – 7 Semir Saric (90. 42 Mike Osenberg), 5 Tjorben Uphoff, 27 Kevin Pytlik, 22 Tolga Cokkosan – 30 Tim Wendel, 6 Joey Paul Müller (85. 10 Viktor Maier), 11 Jonas Erwig-Drüppel (74. 21 Noah Salau), 18 Marwin Studtrucker (77. 8 Daniel Grebe), 9 Beyhan Ametov – 26 Gianluca Marzullo

Trainer: Alexander Voigt

Aufstellung Sportfreunde Lotte:

24 Jhonny Peitzmeier – 5 Luca Menke, 8 Dino Bajric, 36 Jakob Duhme – 12 Nino Lacagnina, 6 Timo Brauer, 13 Massih Wassey (65. 18 Selim Ajkic), 29 Drilon Demaj (67. 31 Justin Plautz), 17 Hüseyin Bulut (43. 7 Ryoya Ito / 88. 14 Emre Aydinel), 10 Leon Demaj – 9 Conrad Azong

Trainerin: Imke Wübbenhorst

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Marzullo (22.), 2:0 Ametov (39.)

Gelbe Karten: - / D. Demaj (16.), Duhme (33.), Azong (60.), Wassey (63.), Bajric (75.), Brauer (90.)

Eckenverhältnis: 9:3

Schiedsrichter: Robin Delfs / Assistenten: Jörg Jörissen, Okan Uyma

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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