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Jan
WSV
14:00
SVL
Mittwoch, 02.12.2020 -

1. Mannschaft

0:3 gegen den SV Straelen

Früher Rückstand nach 46 Sekunden

Letztes Heimspiel im Jahr 2020. Der WSV empfing zur Nachholpartie des 11. Spieltags den SV Straelen im Stadion am Zoo. Der Aufsteiger hatte bis dahin einen Punkt mehr auf seinem Konto, bei zwei weniger absolvierten Spielen. WSV-Trainer Alexander Voigt musste nach dessen roter Karte gegen Wiedenbrück auf den gesperrten Kevin Pytlik verzichten, außerdem nahm Beyhan Ametov zu Beginn auf der Bank Platz. Daniel Grebe und Semir Saric rückten in die Startelf, wobei Voigt taktisch von Vierer- auf Dreierkette in der Abwehr umstellte, die bei gegnerischem Ballbesitz zur Fünferkette wurde.

Schiedsrichter Leonidas Exuzidis hatte die Begegnung kaum angepfiffen, da lag der Ball nach 46 Sekunden bereits im Tor des WSV: Aaram Abdelkarim war von links in den Strafraum eingedrungen, Niklas Lübcke hatte sich noch dazwischengeworfen, doch der Abpraller landete bei Kaito Mizuta, der zur frühen Führung für die Gäste traf. Anschließend entwickelte sich auf tiefem und schwer bespielbarem Rasen ein unansehnliches Spiel, in dem beide Mannschaften verbissene Zweikämpfe führten, was vier gelbe Karten bis zur 20. Minute zur Folge hatte, drei davon für die Heimmannschaft. Nennenswerte Szenen vor den Toren fehlten auf beiden Seiten. Es dauerte bis zur 24. Minute, ehe der WSV zum ersten Mal im gegnerischen Strafraum zum Abschluss kam. Marwin Studtrucker traf den Ball aus halb linker Position nicht richtig, so dass dieser, mehr als Rückpass, in den Armen von Gästekeeper Robin Udegbe landete. Mit zunehmender Spieldauer erkämpfte sich der WSV zwar mehr Ballbesitz, Torchancen blieben jedoch Mangelware. Kurz vor der Pause noch ein Aufreger: Fadhel Morou fiel im Gästestrafraum Jonas Erwig-Drüppel in die Beine, Schiedsrichter Leonidas Exuzidis ließ die Begegnung weiterlaufen. Nach insgesamt schwachen ersten 45 Minuten stand es somit 0:1.

Beide Teams gingen unverändert in die zweite Halbzeit. Der WSV war sofort bemüht, gefährlich vor das gegnerische Tor zu gelangen und kam zu Halbchancen. Einen abgefälschten Schuss von Daniel Grebe klärte Robin Udegbe zur Ecke (49. Minute) und nach einer Flanke von rechts von Tjorben Uphoff und Kopfballverlängerung von Gianluca Marzullo setzte Joey Paul Müller den Abschluss weit über das Tor der Gäste (51. Minute). Die bessere Einschussmöglichkeit hatte dann aber sogar Straelen: Kaito Mizuta kam über die rechte Angriffsseite, seine Flanke nahm Malek Fakhro per Direktabnahme und Niklas Lübcke hielt den WSV mit einer Glanzparade im Spiel (53. Minute). Das Muster wiederholte sich. Der WSV kam zu zwei Halbchancen – Jonas Erwig-Drüppel verfehlte nach einer Faustabwehr von Robin Udegbe das gegnerische Tor ebenso wie Beyhan Ametov nach Vorlage von Semir Saric (57. / 62. Minute) – während der SV Straelen eiskalt erhöhte: Nach einem langen Ball aus dem Mittelfeld von Kaito Mizuta gewann der kurz zuvor eingewechselte Cagatay Kader das Laufduell gegen Tjorben Uphoff und überwandt Niklas Lübcke in der 65. Minute zum 0:2. In der 68. Minute fast die Antwort der Hausherren, doch nachdem Beyhan Ametov den Ball im Sechzehner gefährlich gemacht hatte, verpassten hintereinander sowohl der eingewechselte Joelle Tomczak, als auch Semir Saric und Gianluca Marzullo einen erfolgreichen Abschluss. Die Schlussphase war dem Spielstand geschuldet: Straelen stand tief und lauerte auf Konter, der WSV musste immer mehr nach vorne werfen und dadurch hinten immer weiter öffnen. Schüsse von Tim Wendel wurden abgeblockt (80. / 83. Minute), ein Kopfball von Marco Königs ging links am Tor vorbei (85. Minute). Der SV Straelen hätte seinerseits schon bei einem Konter in der 89. Minute den Sack endgültig zumachen können, als Niklas Lübcke einen Schuss von Kaito Mizuta noch so gerade aus dem Winkel kratzen konnte. Letztlich setzte der eingewechselten Jannis Kübler in der Nachspielzeit den Schlusspunkt zum 0:3, nachdem Niklas Lübcke den ersten Versuch noch hatte parieren können. Der WSV hatte sich in der zweiten Halbzeit zwar steigern können, wurde jedoch nicht wirklich zwingend vor dem gegnerischen Tor, während die Gäste eine über 90 Minuten stabile Leistung abriefen und nach früher Führung die Heimmannschaft letztlich gnadenlos auskonterten.

Das 0:3 im letzten Heimspiel des Jahres 2020 bedeutet für den WSV nun die sechste Niederlage in den letzten sieben Spielen. Allen Beteiligten war die große Enttäuschung nach dem Schlusspfiff ins Gesicht geschrieben, so dass auf Statements zunächst verzichtet wurde.

Das nächste Ligaspiel bestreitet der WSV bereits am kommenden Samstag, den 5. Dezember 2020 gegen den Bonner SC. Anstoß im Sportpark Nord ist um 14:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Niklas Lübcke – 5 Tjorben Uphoff, 30 Tim Wendel, 21 Noah Salau – 11 Jonas Erwig-Drüppel (58. 9 Beyhan Ametov), 8 Daniel Grebe (86. 4 Daniel Nesseler), 7 Semir Saric, 6 Joey Paul Müller (73. 24 Isaak Akritidis) – 18 Marwin Studtrucker (67. 13 Joelle Tomczak) – 48 Marco Königs, 26 Gianluca Marzullo

Trainer: Alexander Voigt

Aufstellung SV Straelen:

27 Robin Udegbe – 30 Vedran Beric, 15 Adli Lachheb, 4 Ferry de Regt, 17 Fadhel Morou – 13 Kaito Mizuta, 6 Maximilian Funk, 20 Tobias Peitz (55. 33 Kevin Weggen), 10 Aaram Abdelkarim (84. 7 Jannik Stevens) – 19 Malek Fakhro (63. 21 Cagatay Kader), 23 Konstantin Möllering (55. 25 Jannis Kübler)

Trainer: Benedict Weeks

Zuschauer: 0

Tore: 0:1 Mizuta (1.), 0:2 Kader (65.), 0:3 Kübler (90.+3)

Gelbe Karten: Grebe (13.), Müller (17.), Salau (19.), Uphoff (81.), Wendel (90.) - Peitz (15.)

Eckenverhältnis: 2:4

Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis / Assistenten: Fabian Maibaum, Johannes Liedtke

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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