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23
Jan
WSV
14:00
SVL
Dienstag, 05.01.2021 -

1. Mannschaft

Torreiches 4:4 beim Testspiel in Kassel

Erwig-Drüppel, Tomczak, Königs und Akritidis treffen

Das erste Spiel für die Mannschaft von Björn Mehnert im Kalenderjahr 2021 war ein Testspiel beim Südwest-Regionalligisten KSV Hessen Kassel. Das Spiel fand unter Ausschluss der Öffentlichkeit auf dem Kunstrasen-Nebenplatz des Auestadions statt.

Bei den Gastgebern wurden dabei bekannte Gesichter wiedergetroffen. Den aktuellen Tabellenzehnten trainiert unser ehemaliger Stürmer Tobias Damm. Dieser bildete in der Spielzeit 2007/08 im WSV-Trikot ein erfolgreiches Offensiv-Duo mit Mahir Saglik. Dieser wiederum ist mit mittlerweile 37 Jahren der aktuell erfolgreichste Angreifer bei Hessen Kassel und hat bereits acht Saisontore erzielt. Zudem kam Defensivspieler Robin Urban zum Einsatz, der von 2010 bis 2012 in der U17 und der U19 in Wuppertal aktiv war. Beim WSV fehlten u.a. Tjorben Uphoff, Daniel Grebe, Niklas Lübcke und Kevin Pytlik.

Erstmalig kamen Sebastian Patzler (zuletzt Viktoria Köln) im Tor und Lars Holtkamp (vom VfL Bochum ausgeliehen) im defensiven Mittelfeld zum Einsatz. Mit Defensivspieler Tyson Richter (BFC Dynamo) und Angreifer Mateo Aramburu (Top Oss) liefen zudem zwei Gastspieler auf.

Die Startformation des WSV war ein 4-1-4-1. Vor Torhüter Sebastian Patzler lief die Viererkette mit Tyson Richter und Tolga Cokkosan auf den Außenbahnen sowie Daniel Nesseler und Noah Salau in der Innenverteidigung auf. Davor im zentralen defensiven Mittelfeld sicherte Neuzugang Lars Holtkamp ab. Das zentrale Mittelfeld bekleideten Kevin Rodrigues Pires und Semir Saric, die offensiven Außenbahnen besetzten Jonas Erwig-Drüppel und Beyhan Ametov. Im Angriff spielte Gastspieler Mateo Aramburu.

Von Beginn an machten die Hausherren ordentlich Druck und kamen durch einen Doppelschlag von Lukas Iksal zu einer schnellen 2:0-Führung (6., 15.). Den zweiten Treffer bereitete dabei Mahir Saglik vor. Danach kam der WSV besser ins Spiel und nach Vorarbeit von Semir Saric durch Jonas-Erwig-Drüppel schnell zum Anschlusstreffer (19.). Aus Vorsichtsgründen musste Lars Holtkamp Mitte der ersten Halbzeit das Spielfeld verlassen. Jetzt häuften sich auch die Torchancen für die Mannschaft von Björn Mehnert und das Spiel war ausgeglichen. Mit diesem Ergebnis wurden die Seiten gewechselt. Die zweite Spielhälfte begann mit einem Paukenschlag aus Sicht der Bergischen. Der eingewechselte Joelle Tomczak musste eine Flanke von der rechten Seite von Marco Königs nur noch zum 2:2-Ausgleich über die Torlinie drücken (46.). Die Rot-Blauen blieben weiter am Drücker und kamen nur sieben Minuten später durch den ebenfalls eingewechselten Torjäger Marco Königs zum 3:2-Führungstreffer. Die Vorarbeit hierzu kam von Issak Akritidis. Verlieren wollten die Gastgeber dann doch nicht und erhöhten noch einmal die Schlagzahl. David, Schmeer und Bravo Sanchez kamen zu guten Einschussmöglichkeiten, der Ball ging aber entweder neben das Tor, an den Pfosten oder WSV-Schlussmann Sebastian Patzler hielt. In der 73. Minute dann doch der 3:3-Ausgleich für den KSV Hessen Kassel. Marcel Fischer köpfte unhaltbar ein. Damit wollten sich die Mannen von Björn Mehnert aber nicht zufriedengeben und kamen fast postwendend durch Issak Akritidis - als der Ball zum 3:4 oben rechts im Tornetz einschlug - zum erneuten Führungstreffer (77.). Wiederum nur zwei Zeigerumdrehungen später kam Kassel nach einer Freistoßflanke durch Robin Urban zum 4:4-Ausgleich.

Am Ende bleib es dann nach 90 Minuten bei einem leistungsgerechten Unentschieden. Während Hessen Kassel die Anfangs- und Schlussphase bestimmte, war der WSV zwischen der 15. und 70. Minute das bessere Team.

Nach dem Schlusspfiff sprachen wir mit dem Sportlichen Leiter Stephan Küsters über den Test in Kassel: „Die ersten 15 Minuten haben wir verschlafen und verdient 0:2 zurückgelegen. Danach haben wir aber immer besser ins Spiel gefunden und sind sogar 3:2 und 4:3 in Führung gegangen. Am Ende fangen wir uns bei Standardsituationen noch zwei Gegentore, so dass es 4:4 ausgeht.“ Die Defensive wollte er dabei aber mit keinem allzu harten Urteil belegen: „Die Hintermannschaft darf man heute nicht beurteilen. Es ist nicht davon auszugehen, dass wir auch in der Meisterschaft mit einer Innenverteidigung Nesseler/Salau oder Müller/Salau spielen werden.“ Auf die aktuell fehlenden Spieler angesprochen, entgegnete unser Sportlicher Leiter: „Tjorben Uphoff wird zum Ende dieser Woche wieder ins Training zurückkehren, bei Niklas Lübcke rechne ich nächste Woche wieder mit dem Einstieg ins Training. Bei Kevin Pytlik und Daniel Grebe wird es aber aller Voraussicht nach nichts mit einer Genesung bis zum Ahlen-Spiel.“ Mitte der ersten Halbzeit signalisierte Neuzugang Lars Holtkamp, dass er ein Ziehen, eine Verhärtung im Oberschenkel verspürte: „Als Vorsichtsmaßnahme ist er dann vom Feld gegangen. Was es genau ist, muss eine Untersuchung morgen in Wuppertal zeigen“, so Küsters. Für den Angriff wurde in Kassel heute Mateo Aramburu getestet. Die Frage, ob er sich für eine Verpflichtung empfohlen hat, beantwortete Stephan Küsters wie folgt: „Bei ihm haben wir jetzt genügend gesehen, um uns abschließend darüber Gedanken zu machen, ob das der Typ ist, der uns weiterhilft." Angesprochen auf den aktuellen kleinen Kader äußerte sich unser Sportlicher Leiter so: „Ich finde es aktuell gar nicht schlecht, mit einem kleinen Kader wieder in die Spur zu finden. Zudem beobachten wir weiterhin den Spielermarkt.“

Das erste Meisterschaftsspiel im Jahr 2021 findet am Samstag, den 16. Januar 2021 um 14:00 Uhr bei Rot-Weiss Ahlen statt.

Tore: 1:0, 2:0 Iksal (6., 15.), 2:1 Erwig-Drüppel (19.), 2:2 Tomczak (46.), 2:3 Königs (53.), 3:3 Fischer (73.), 3:4 Akritidis (77.), 4:4 Urban (79.)

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler - 33 Tyson Richter, 4 Daniel Nesseler (46. 17 Niklas Fensky), 21 Noah Salau, 22 Tolga Cokkosan - 18 Lars Holtkamp (25. 6 Joey Paul Müller) - 11 Jonas Erwig-Drüppel (46. 24 Issak Akritidis), 20 Kevin Rodrigues Pires, 7 Semir Saric (46. 13 Joelle Tomczak), 9 Beyhan Ametov (46. 48 Marco Königs) - 35 Mateo Aramburu

Trainer: Björn Mehnert

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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