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Mittwoch, 24.02.2021 -

1. Mannschaft

WSV feiert dritten Sieg in Folge

Kevin Rodrigues Pires erzielt das Tor des Tages per Foulelfmeter

Der WSV hat seine kleine Serie ausgebaut und schlug Alemannia Aachen am heutigen Abend mit 1:0 (1:0). Das entscheidende Tor gelang Kevin Rodrigues Pires per Foulelfmeter in der 9. Minute.

Nach der notgedrungenen zweiten Winterpause für den WSV, die sogar länger als die ursprüngliche um die Jahreswende dauerte, klappte es heute im vierten Anlauf, das letzte Vorrundenspiel gegen Aachen auszutragen.

Im Vergleich zum letzten Auftritt im Januar gegen den SV Lippstadt stellte Björn Mehnert seine Mannschaft auf einer Position um. Für Joey Paul Müller rückte Jonas Erwig-Drüppel in die Startelf. Bei den Gästen stand mit Joshua Mroß ein alter Bekannter im Tor, der seine Fußballstiefel für die Rot-Blauen bis zum Vorrundenende der Saison 2018/19 schnürte.

Bei frühlingshaften Temperaturen begann nach kurzer Abtastphase die Partie mit einem schönen Angriff über die linke Angriffsseite, wo Jonas Erwig-Drüppel in den Strafraum eindrang und dort von Marco Müller zu Fall gebracht wurde. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin Rodrigues Pires sicher zur frühen Führung, als er Joshua Mroß verlud und die Kugel flach in die linke Ecke schickte (9.). Zwei Minuten später hatten die Kaiserstädter ihren ersten Torabschluss nach einem Freistoß von Stipe Batarilo-Cerdic aus gut 25 Metern, der jedoch problemlos von Sebastian Patzler entschärft wurde. Während die Alemannia zu Spielbeginn versuchte, über Ballbesitzphasen das Spielgeschehen zu beherrschen, versuchte der WSV es eher über Konter, was gefährlicher aussah. Nach einer Viertelstunde bakamen die Bergischen das Spiel besser in den Griff und kamen auch zu Abschlüssen, die frühe Führung gab zunächst merklich Sicherheit. Nach einem Querschläger in der Aachener Abwehr spritze Burak Gencal in der 17. Minute in den Ball, scheiterte jedoch an Mroß. Aachen hatte in einem abwechslungsreichen Spiel nach 25 Minuten die nächste Möglichkeit, als Patzler aus kurzer Distanz stark gegen einen Schuss von Dahmani rettete. Derselbe Spieler kam nur sechzig Sekunden später frei zum Abschluss, verfehlte das WSV-Tor jedoch knapp. Trotzdem erholten sich die Gelb-Schwarzen und kamen bis zum Pausenpfiff wieder besser in die Partie, ohne allerdings zu weiteren Torchancen zu kommen. So ging es mit der knappen Führung in die Kabinen.

Den ersten Torschuss nach dem Seitenwechsel hatte die Alemannia. Rüters Schuss jedoch konnte Sebastian Patzler zur Ecke abwehren. Aachen drängte nun auf den Ausgleich. Batarilo-Cerdic zielte bei seinem Versuch allerdings zu hoch (50.) und beim Freistoß von Rüter ließ sich Patzler nicht überraschen (53.). Der WSV tat sich in der Phase nach dem Wiederanpfiff schwer, selber zu Abschlüssen zu kommen. Auf der Gegenseite sah das gefährlicher aus, auch beim Schuss von Batarilo-Cerdic, dessen Geschoss aufs anstatt ins Tor des WSV flog (64.). Derselbe Spieler schoss in der 72. Minute knapp links am Tor vorbei. In der 77. Minute kam der WSV schnell vor das Tor, doch Burak Gencal schoss knapp am linken Pfosten vorbei, nachdem er zwei Gegenspieler hatte ausspielen können. Sebastian Patzler avancierte im Laufe des Abends zum Matchwinner, als er auch den Kopfball von Zahnen entschärfen konnte (82.). Wenige Augenblicke später kam Mateo Aramburu zu seinem ersten Einsatz im Rot-Blauen Trikot. Die Schlussoffensive der Gäste wurde auch nach drei Minuten Nachspielzeit überstanden und somit der dritte Sieg in Folge im Jahr 2021 eingefahren.

Unser sportlicher Leiter Stephan Küsters zog nach dem Abpfiff folgendes Fazit: "Ich denke, nach so einer langen Pause muss man den Jungs ein Kompliment machen, denn sie haben alles rausgehauen. Es ist natürlich nicht so einfach, wenn man ein paar Wochen kein Fußball spielt und nur trainieren kann. Man hat es gesehen: Auf dem Boden war es sehr, sehr schwer. Wir haben aufgrund des Kampfes und der Tatsache, dass wir gut dagegen gehalten haben, die Punkte mitgenommen. Dass es etwas glücklich war und dass man ab Mitte der ersten Halbzeit nicht mehr richtig ins Spiel kam, lag daran, dass man nicht mehr richtig im Rhyhtmus war. Deswegen nehmen wir die drei Punkte gerne mit. Ich denke, wenn man das Spiel gesehen hat, will ich nicht sagen, dass es verdient war. Der Glücklichere hat heute den Sieg geholt, aber Glück muss man sich auch erarbeiten und das haben die Jungs auch gemacht und deswegen mein Kompliment."

Ähnlich sah es auch Heimkehrer Kevin Hagemann aus der ungewohnten Perspektive von der Haupttribüne: "Obwohl die Atmosphäre eigentlich nicht vorhanden war, weil keine Zuschauer kommen dürfen, war es trotzdem eine schöne Atmosphäre. Und es war auch mal wieder schön, hier zu sein und das Stadion zu erleben. Das hat natürlich auch zum Spiel gepasst. Es war ein umkämpftes Spiel und am Ende haben wir drei Punkte", so der Winterneuzugang lachend.

Jonas Erwig-Drüppel freute sich über die nächsten drei Punkte: „Es war wie erwartet ein schweres Spiel gegen Aachen. Wir sind aber gut ins Spiel gekommen und hatten am Anfang auch unsere Chancen. Dann holen wir den Elfmeter raus und verwandeln den auch. Hätten wir das zweite Tor nachlegen können, wäre das Spiel vielleicht ruhiger geworden. Aber nun kam Aachen angerannt. Da merkte man halt schon, dass sie ein paar Punkte mehr haben und wir gegen den Abstieg spielen. Wir waren dann nicht mehr ganz so sicher und haben die Spielzüge nicht mehr so gut ausgespielt. Letztendlich haben wir alles reingeworfen, um dieses eine Tor zu verteidigen und die drei Punkte mitzunehmen. Nun sind wir natürlich überglücklich, dass wir es durchziehen konnten und die drei Punkte in Wuppertal bleiben.“

Offensivspieler Semir Saric sagte zum Spielverlauf folgendes: „In den ersten 15, 20 Minuten waren wir gut im Spiel, wo wir dann auch unser Tor gemacht haben. Wir hatten dann noch eine zweite große Chance. Anschließend haben wir ein bisschen die Kontrolle verloren und uns hinten reindrängen lassen. Aachen hat das auch ein bisschen besser gemacht. Wir sind mit 1:0 in die Halbzeit gegangen und haben uns vorgenommen, zu Beginn der 2. Halbzeit taktisch gut zu stehen, was uns auch gelungen ist. Aachen ist noch ein paar Mal zum Torschuss gekommen. Hätten wir das zweite Tor gemacht, hätten wir wahrscheinlich ein bisschen mehr Ruhe reingebracht. Aber wir haben drei Punkte eingefahren und schlussendlich zählt das Ergebnis.“

Das nächste Ligaspiel bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 27. Februar 2021 bei Rot-Weiß Oberhausen. Anstoß im Stadion Niederrhein ist um 14:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 28 Lars Bender, 15 Christopher Schorch, 21 Noah Salau, 3 Moritz Römling – 5 Tjorben Uphoff – 11 Jonas Erwig-Drüppel (83. 14 Mateo Aramburu), 10 Kevin Rodrigues Pires (67. 6 Joey Paul Müller), 53 Burak Gencal (77. 24 Isaak Akritidis), 7 Semir Saric (90.+1 8 Daniel Grebe) – 48 Marco Königs

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung Alemannia Aachen:

1 Joshua Mroß – 42 Takashi Uchino (70. 21 Sebastian Schmitt), 15 Marco Müller, 3 Alexander Heinze, 20 Nick Galle – 16 Steven Rakk (86. 17 Matti Fiedler), 7 Florian David Rüter, 23 Dustin Zahnen, 8 Stipe Batarilo-Cerdic - 30 Hamdi Dahmani (84. 9 Terence Groothusen), 11 Oluwabori Falaye (74. 29 Oguzhan Aydogan)

Trainer: Kristoffer Andersen

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tor: 1:0 Rodrigues Pires (9./Foulelfmeter)

Gelbe Karte: Römling (42.)

Eckenverhältnis: 0:9

Schiedsrichter: Cedric Gottschalk / Assistenten: Sven Heinrichs, Marco Lechtenberg

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - Alemannia Aachen 20/21

Fotos von: Gunnar Frankenberg

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