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Samstag, 06.03.2021 -

1. Mannschaft

WSV gewinnt auch gegen Schalke mit 2:0

Aramburu und Müller treffen, Patzler verhindert den zwischenzeitlichen Ausgleich

Nach vier Siegen aus den letzten fünf Spielen empfing der WSV am 29. Spieltag der Regionalliga West die U23 des FC Schalke 04, um nach Möglichkeit die gute Bilanz im Jahr 2021 weiter auszubauen. Im Vergleich zum 2:0-Heimsieg gegen Fortuna Köln am vergangenen Mittwoch nahm Trainer Björn Mehnert lediglich eine Änderung in der Startelf vor: Joey Paul Müller begann anstelle von Daniel Grebe im Mittelfeld, in dem Kapitän Tjorben Uphoff wie schon am Mittwoch auffallend offensiv eingestellt war. Ansonsten agierte der WSV taktisch erneut mit der Dreierkette Noah Salau, Christopher Schorch und Kevin Pytlik, die bei gegnerischem Ballbesitz von Lars Bender (rechts) und Moritz Römling (links) zu einer Fünferkette ergänzt wurde. Marco Königs und Mateo Aramburu bildeten den Doppelsturm.

Die U23 des FC Schalke 04 hatte nach der 1:2-Heimniederlage gegen den WSV am 10. Oktober 2021 in den folgenden 12 Begegnungen bis zur Winterpause nur noch eine Niederlage (gegen Borussia Dortmund U23) einstecken müssen. Das Jahr 2021 begann für die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling mit einem Sieg, einem Unentschieden und drei Niederlagen jedoch etwas durchwachsen. Ein Wiedersehen gab es mit Gästekeeper Sören Ahlers, der von Januar bis Juli 2016 seine Fußballschuhe im Tal geschnürt hatte.

Bei herrlichem Sonnenschein, aber nicht zu unterschätzenden sechs Grad lief der WSV in roten Trikots, blauen Hosen und roten Stutzen auf, die königsblauen Gäste komplett in weiß. Mit Anpfiff von Schiedsrichter Lars Bramkamp entwickelte sich zunächst eine Begegnung auf Augenhöhe. Beide Teams standen hinten sicher und benötigten etwas Anlauf, um gefährliche Szenen vor dem gegnerischen Tor zu kreieren. In einem Spiel, das größtenteils im Mittelfeld stattfand, kam der WSV zu Halbchancen: Nach einem Schuss von Moritz Römling aus halblinker Position ca. 15 Meter vor dem Tor lenkte Sören Ahlers den Ball um den Pfosten zur Ecke (11. Minute). In der 22. Minute zog Tjorben Uphoff dynamisch in Richtung des gegnerischen Strafraums und bediente mit einem Pass in die Schnittstelle Marco Königs. Der spielte nochmal raus auf den linken Flügel, wo Moritz Römling mit seiner Flanke den im Sechzehner postierten Mateo Aramburu fand - doch der Kopfball des Winterneuzugangs ging rechts am Tor vorbei. Nach einer Standardsituation dann die Führung der Hausherren in der 30. Minute: Einen Freistoß fast von der rechten Eckfahne schlug Kevin Rodrigues Pires in den Strafraum, mehrere Spieler, darunter Christopher Schorch, stiegen zum Kopfball hoch und die Verlängerung landete im Fünfmeterraum bei Mateo Aramburu, der die Kugel im Tor versenkte - 1:0 für den WSV und erster Treffer für Aramburu im rot-blauen Trikot! Die Gäste verstärkten anschließend ihre Bemühungen, doch weder als Christopher Schorch vor einem einschussbereiten Schalker klären konnte (34. Minute), noch bei einem Flachschuss von Mehmet Aydin links am Tor vorbei (38. Minute) musste Sebastian Patzler eingreifen. Dies sah in der 43. Minute dann anders aus: Nach einem geklärten WSV-Freistoß konterte Schalke blitzschnell. Blendi Idrizi ließ sich im Sprint ab der Mittellinie zunächst von niemandem stoppen, fand dann aber frei vor dem WSV-Torhüter seinen Meister in Sebastian Patzler, der den fast sicheren Ausgleich mit einem starken Reflex verhinderte. So ging es mit einer 1:0-Führung der Rot-Blauen in die Halbzeit.

Beide Teams kamen unverändert aus der Kabine. Schalke übernahm zunächst die Initiative, doch dieses Mal war es der WSV, der mit einem Umschaltmoment für ein Ausrufezeichen sorgte: Mateo Aramburu drehte sich im Mittelkreis und bediente den steil durchstartenden Joey Paul Müller, der aus halbrechter Position - fast schon abgedrängt - den aus seinem Tor stürzenden Sören Ahlers überwandt - 2:0 für die Heimelf in der 54. Minute! Anschließend durfte sich Mateo Aramburu bei seiner Auswechslung den verdienten Applaus der wenigen Anwesenden für seine zwei Scorerpunkte abholen. Mit Zwei-Tore-Führung im Rücken kontrollierte der WSV anschließend souverän das Spiel, gewann die entscheidenden Zweikämpfe und gestattete Königsblau bis zum Ende keine Torchance. Vorne sorgten u.a. die eingewechselten Semir Saric und Burak Gencal gemeinsam mit Sturmspitze Marco Königs für Beschäftigung des Gegners. Ein Schlenzer von Semir Saric ging rechts oben am Toreck vorbei (69. Minute) und nach Pass von Saric auf Marco Königs wurde dessen Abschluss noch entscheidend abgeblockt (81. Minute). Dem eingewechselten Beyhan Ametov, der sein Comeback nach Verletzungspause feierte, wurde der Ball im Sechzehner im letzten Moment vom Fuß gespitzelt (85.). So blieb es am Ende bei einem verdienten und spätestens in der zweiten Halbzeit ungefährdeten 2:0-Heimsieg des WSV, der bei nun fünf Siegen aus sechs Spielen seine beeindruckende Bilanz nach der Winterpause fortsetzte.

Tjorben Uphoff analysierte den Spielverlauf wie folgt: „Wir haben an die Leistung von Mittwoch angeknüpft. Klar hatten wir in der ersten Halbzeit ein bisschen Glück, als uns Sebastian Patzler im Spiel hält. Aber dann haben wir in der zweiten Halbzeit wenig zugelassen. Wir standen extrem stabil hinten. Man muss auch sagen, dass Schalke nicht mehr viel eingefallen ist. Dann machen wir zu einem sehr, sehr günstigen Zeitpunkt das 2:0. Ab da hatte ich dann auch nicht mehr das Gefühl, dass hier noch irgend etwas passiert.“ Der Kapitän war voll des Lobes: „Ich muss der Mannschaft ein riesiges Kompliment machen. Wir hauen uns alle unmenschlich rein, von vorne bis hinten. Auch die Jungs, die nicht spielen, und die Bank - alle feiern und fiebern immer mit. Niemand hat hier das Gefühl, dass er außen vor ist und ich glaube, dass ist auch dieser Spirit, dieser Teamgedanke, der uns extrem hilft und der uns auch dahin bringt, wo wir sind.“

Sebastian Patzler hob nach dem Schlusspfiff insbesondere die kämpferische Mannschaftsleistung hervor: "Wir haben wenig Fehler gemacht und der eine, den wir gemacht haben, wurde nicht bestraft. Alle haben alles reingeworfen, mit letztem Mann und Kraft verteidigt und alles gegeben. Großes Kompliment an die Mannschaft, es war eine überragende Einstellung. Sicherlich war es kein Leckerbissen heute und wir hatten auch Phasen, wo wir nicht so da waren. Aber wir haben uns immer wieder aus den Löchern rausgekämpft. Ich bin sehr, sehr stolz auf alle." Die Eins-gegen-Eins-Situation kurz vor der Pause sah unser Rückhalt wie folgt: "Da brauchst du sicherlich auch mal das Glück des Tüchtigen, dass du da auch mal angeschossen wirst. Du versuchst alles richtig zu machen, richtig zu stehen und dich groß zu machen. Am Ende muss der Stürmer dir dann natürlich auch den Gefallen tun, dich anzuschießen, das hat er in dem Fall gemacht. Ich bin froh, in diesem Moment geholfen zu haben, aber was die ganze Mannschaft heute abgeliefert hat, ist der Wahnsinn."

Lars Bender zog folgendes Fazit: "Am Ende ein verdienter Sieg, obwohl es fußballerisch nicht immer so toll aussah. Das ist auf dem Platz auch schwerer möglich, aber das macht uns derzeit nichts aus. Jeder ist für den anderen da, kämpft und beißt - von draußen auch. Wir sind eine Gemeinschaft." Auch unsere Nummer 28 sah einen wichtigen Moment in der Parade von Sebastian Patzler kurz vor der Pause: "Er hat uns im Spiel gehalten. Aber dafür haben wir ihn auch im Tor. Wir sollten es aber auf jeden Fall vermeiden, dass wir im eigenen Stadion in so einen Konter laufen. Patze hat uns zum Glück im Spiel gehalten und wir konnten dann noch nachlegen."

Marco Königs kannte nach dem Schlusspfiff nur ein Wort für den Verlauf des Spiel: „Überragend“. Weiter führte unser Torjäger aus: „Wir haben wieder 2:0 zu Hause gewonnen. Wir haben hinten alles dicht gehalten und vorne die Dinger gut rein gemacht. Wir hatten auch noch ein paar mehr Chancen. Alles in allem war es ein verdienter Sieg und einfach überragend. Ich muss sagen, wir hatten jetzt vier Spiele in den letzten zwei Wochen und davon haben wir drei gewonnen. In der Rückrunde haben wir von sechs Spielen fünf gewonnen. Das ist einfach überragend.“

Das nächste Spiel bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 13. März 2021 gegen den SV Rödinghausen. Anstoß im Häcker Wiehenstadion ist um 14:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler - 27 Kevin Pytlik, 15 Christopher Schorch, 21 Noah Salau - 28 Lars Bender, 6 Joey Paul Müller, 10 Kevin Rodrigues Pires, 5 Tjorben Uphoff (82. 9 Beyhan Ametov), 3 Moritz Römling (67. 53 Burak Gencal) - 14 Mateo Aramburu (57. 7 Semir Saric), 48 Marco Königs (87. 4 Daniel Nesseler)

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung FC Schalke 04 U23:

1 Sören Ahlers - 20 Henning Matriciani (77. 19 Bastian Fröhlich), 5 Fabian Lübbers, 3 Mika Hanraths, 27 Brooklyn Kevin Ezeh - 17 Jimmy Adrian Kaparos, 21 Florian Flick (80. 26 Noah Montheo Awassi), 22 Mehmet Can Aydin, 8 Blendi Idrizi (56. 13 Diamant Berisha), 7 Jason Ceka - 10 Fatih Candan (66. 15 Phil Halbauer)

Trainer: Torsten Fröhling

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Aramburu (30.), 2:0 Müller (54.)

Gelbe Karten: Römling (52.) - Ezeh (41.), Lübbers (52.), Flick (68.)

Eckenverhältnis: 4:2

Schiedsrichter: Lars Bramkamp / Assistenten: Marco Goldmann, Marco Lechtenberg

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - Schalke 04 20/21

Fotos von: Gunnar Frankenberg

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