MENÜ
26
Sep
SCP
14:00
WSV
Anzeige
Samstag, 20.03.2021 -

1. Mannschaft

2:0-Arbeitssieg gegen den SV Bergisch Gladbach

Semir Saric und Kevin Hagemann treffen in der zweiten Halbzeit

Nach dem 1:1 in Rödinghausen musste unser Trainer Björn Mehnert den rot-gesperrten Joey Paul Müller ersetzen, Christopher Schorch und Tjorben Uphoff, deren Einsatz zuvor fraglich gewesen war, konnten jedoch auflaufen. Für Müller begann Saric im Mittelfeld, zudem bekam Burak Gencal den Vorzug vor Mateo Aramburu. Lars Bender kehrte nach seiner Verletzung für Jonas Erwig-Drüppel in die Startaufstellung zurück. Der WSV begann hinten wieder mit einer Dreierkette, Tjorben Uphoff und Semir Saric spielten vor Kevin Rodrigues Pires im Mittelfeld.

Die Gäste aus Bergisch Gladbach hatten am letzten Wochenende im Kampf um den Klassenerhalt das wichtige Sechs-Punkte-Spiel gegen den VfB Homberg verloren. Trainer Helge Hohl nahm heute zwei Änderungen an der Startelf vor: Der etwas defensivere Sebastian Hirsch ersetzte Kelvin Lunga und Oktay Dal begann für Tom Wüstenberg.

Nach 16 Punkten aus den letzten sieben Spielen ging unsere Mannschaft heute als Favorit ins Spiel, Pressevertreter und Ehrenamtler waren allesamt optimistisch. Doch in der ersten halben Stunde zeigte sich ein komplett anderes Bild. Bergisch Gladbach gewann mehr Zweikämpfe, der WSV kam kaum zur Entfaltung. Nach einer zu kurzen Kopfballrückgabe tauchte Serhat Koruk in der vierten Minute zum ersten Mal alleine vor Sebastian Patzler auf, traf den Ball aber nicht richtig. Nur wenige Minuten später bekam er nach einem Fehlpass von Kevin Pytlik die nächste Chance, doch diesmal behielt unser Torwart im Eins-gegen-Eins die Oberhand, ehe Christopher Schorch den Nachschuss zur Ecke blockte. Und wieder wurde es brandgefährlich: Der Ball wurde immer länger und erneut war es Koruk, der mit einem Fallrückzieher am zweiten Pfosten das Tor nur um Zentimeter verfehlte. Es war noch keine Viertelstunde gespielt und Bergisch Gladbach hätte schon 3:0 führen können. Folgerichtig schickte Björn Mehnert schon jetzt die Ersatzspieler zum Warmmachen. Die Gäste hatten sich gut auf den WSV eingestellt, die Variante mit Tjorben Uphoff im zentralen Mittelfeld ging heute nicht so auf wie zuletzt - zu oft hatte er gegen den robusten Matona-Glody Ngyombo das Nachsehen. Bergisch Gladbach gewann viele Zweikämpfe und war oft einen Schritt schneller. Doch bis zur nächsten Chance der Gäste dauerte es immerhin bis zur 30. Minute: Ngyombo eroberte im Sechzehner des WSV den Ball, legte direkt quer vor das Tor auf Koruk - wieder links vorbei. Allmählich stellte sich das Gefühl ein, dass Bergisch Gladbach heute wohl kein Tor schießen würde - das Spiel hätte längst entschieden sein können. Kurz darauf musste Kevin Rodrigues Pires verletzt ausgewechselt werden, für ihn kam Kevin Hagemann zu seinem ersten längeren Einsatz. Bis zur Pause passierte nicht mehr viel, der WSV agierte weiter zu unpräzise, erlaubte sich aber weniger Fehlpässe und kam etwas besser ins Spiel. Auf die erste echte Torchance musste unsere Mannschaft aber noch warten.

Zur zweiten Halbzeit ersetzte Beyhan Ametov Lars Bender. Der WSV spielte jetzt mit Viererkette, Semir Saric und Tjorben Uphoff agierten nebeneinander vor der Abwehr. Es entwickelte sich ein ausgeglichenes, aber an Höhepunkten armes Spiel. Der WSV lief nun weiter vorne an, präsentierte sich insgesamt beweglicher und kam häufiger in die Offensive. In der 65. Minute prüfte Königs nach einem Freistoß erstmals Lohmann im Tor der Gäste. Der war noch wach und hielt den Ball fest. Doch kurz darauf machte es der WSV besser: Königs behauptete im Strafraum den Ball gegen seinen Gegenspieler und hatte das Auge für den hinter ihm stehenden Saric, der mit einem präzisen Flachschuss ins rechte Eck traf - 1:0 (69.). Bergisch Gladbach wurde nun offensiver, sodass sich für den WSV Räume zum Kontern ergaben. Doch erst übersah Ametov nach einem schönen Solo durch das Mittelfeld den besser postierten Hagemann, wenig später verpasste Saric mit einem feinen Schlenzer das Gästetor nur knapp. Bergisch Gladbach bekam noch die Chance zum Ausgleich: Wüstenberg hämmerte den Ball aus dem Gewühl in Richtung WSV-Tor, doch die Kugel knallte nur an die Latte. Das ganze Tor wackelte, doch es stand weiter 1:0 (88.), ehe Kevin Hagemann alles klar machte: Nach einem weiten Diagonalball von Semir Saric aus der eigenen Hälfte dribbelte er von links in den Strafraum und traf auf Höhe des Elfmeterpunkts trocken ins linke Eck - 2:0 (90.+1).

Am Ende gewann der WSV mit 2:0 und hat mit jetzt 35 Punkten den Anschluss an das Tabellenmittelfeld wiederhergestellt. Anders als zuletzt schien die Taktik unseres Trainers heute zu Spielbeginn nicht aufzugehen, doch die Mannschaft kam nach zahlreichen Wechseln immer besser ins Spiel. Die Gäste hätten die Partie früh für sich entscheiden können, doch gingen zu fahrlässig mit ihren Chancen um.

Nach seinem ersten Spiel im Stadion am Zoo seit seiner Rückkehr im Winter, noch dazu direkt mit Torpremiere, zog Kevin Hagemann folgendes Fazit: „Es war sehr, sehr schön, denn auf diesen Moment habe ich ehrlich gesagt richtig hingefiebert. Umso schöner, dass es dann direkt im ersten Heimspiel, seitdem ich wieder fit bin, passiert ist und dass wir das Ganze am Ende mit einem Sieg gestalten konnten. Das hätte man vielleicht in der ersten Halbzeit nicht unbedingt so erwartet, aber es zeichnet uns in unserem momentanen Zustand dann eben vielleicht auch aus, dass wir in der Lage sind, so ein Spiel zu gewinnen." Die schwächere erste Halbzeit wollte „Hage“ nicht verschweigen: „Ich glaube, Bergisch Gladbach hatte drei einhundertprozentige Chancen, klar können wir da glücklich sein, dass wir nicht in einen Rückstand geraten sind. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann aber deutlich besser gemacht und aufgrund der zweiten Halbzeit auch verdient gewonnen."

Noah Salau sah ebenfalls ein hartes Stück Arbeit: „In der ersten Halbzeit haben wir nicht sehr gut gespielt. Wir haben viele Fehler gemacht. Der Gegner hatte viele Torchancen. Sie haben aber zum Glück keine davon verwandelt. In der zweiten Halbzeit sind wir dann besser ins Spiel gekommen. Wir haben mehr Zweikämpfe gewonnen und wurden auch zwingender zum Tor hin. Dann machen wir zum Glück zwei Tore. Wir nehmen die drei Punkte gerne mit und konzentrieren uns voll auf das nächste Spiel."

Das nächste Regionalligaspiel bestreitet der WSV bereits am kommenden Mittwoch, den 24. März 2021 beim SC Preußen Münster. Anstoß im Preußenstadion zur Nachholbegegnung des 26. Spieltags ist um 18:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler - 27 Kevin Pytlik, 15 Christopher Schorch, 21 Noah Salau - 28 Lars Bender (46. 9 Beyhan Ametov), 7 Semir Saric, 10 Kevin Rodrigues Pires (31. 30 Kevin Hagemann), 5 Tjorben Uphoff (68. 8 Daniel Grebe), 3 Moritz Römling - 53 Burak Gencal (60. 14 Mateo Aramburu), 48 Marco Königs

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung SV Bergisch Gladbach:

1 Dennis Lohmann - 4 Andy Habl, 6 Cenk Durgun, 8 Matona-Glody Ngyombo, 9 Serhat Koruk, 13 Meguru Odagaki (80. 25 Tom Wüstenberg), 14 Oktay Dal, 18 Patrick Friesdorf, 20 Claudio Heider, 21 Milo McCormick, 24 Sebastian Hirsch (78. 11 Patrick Hill)

Trainer: Helge Hohl

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Saric (69.), 2:0 Hagemann (90.+1)

Gelbe Karten: Königs (43.), Bender (45.), Uphoff (56.), Aramburu (83.) - Heider (10.), Odagaki (22.), McCormick (87.)

Eckenverhältnis: 2:7

Schiedsrichter: Patrick Holz / Assistenten: Florian Exner, Jörn Schäfer

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - SV Bergisch Gladbach 09 20/21

Fotos von: Gunnar Frankenberg

×