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Apr
WSV
0:0
BMG
Samstag, 27.03.2021 -

1. Mannschaft

Gerechtes 2:2 beim SV Straelen

Beyhan Ametov und Semir Saric treffen für den WSV in der 1. Halbzeit

Zur Partie nahe der niederländischen Grenze nahm Trainer Björn Mehnert mehrere Änderungen vor. Daniel Nesseler, Beyhan Ametov, Joelle Tomczak, Furkan Tasdemir und Kevin Hagemann kamen für Kevin Pytlik (gesperrt), Christopher Schorch (verletzt), Moritz Römling, Jonas Erwig-Drüppel und Marco Königs (alle Ersatzbank) in die Startelf. Der SV Straelen hat in den letzten vier ungeschlagenen Spielen acht Punkte geholt und steht auf einem für ihn beruhigenden zehnten Tabellenplatz. In besonders schlechter Erinnerung ist uns das Hinspiel geblieben, als der SVS am 2. Dezember des letzten Jahres beim 3:0 alle drei Zähler aus dem Stadion am Zoo entführte.

Nach ereignislosen ersten Anfangsminuten feuerte Semir Saric nach dem ersten Eckball das erste Mal die Kugel in Richtung des Tores der Gastgeber - der Versuch verfehlte sein Ziel jedoch klar (12.). Die neu formierte WSV-Mannschaft hatte zu Beginn der Begegnung mehr Ballbesitz und gute Ansätze im Spiel nach vorne. Mateo Aramburu setzte nach 14 Zeigerumdrehungen einen Kopfball auf das Tornetz. Den nächsten Abschluss hatte Furkan Tasdemir in der 22. Minute, doch auch in dieser Szene verfehlte der Ball sein Ziel klar. Wenige Sekunden später war Straelens Keeper Robin Udegbe vor Semir Saric am Ball und klärte zur Ecke. Doch nach etwas mehr als einer halben Stunde Spielzeit war es dann soweit: Kevin Hagemann setzte sich sehr gut auf der linken Seite durch und bediente Beyhan Ametov, der den Ball zur hochverdienten 1:0-Führung der Rot-Blauen in die lange Ecke platzierte. In der 34. Minute kam der SVS zu seinem ersten Torschuss des Spiels. Der frühere Wuppertaler Kevin Weggen setzte einen Freistoß aus gut 22 Metern knapp neben den rechten Torpfosten. Genauer zielte der WSV auf der Gegenseite: In der 45. Minute hatte Joelle Tomczak auf der linken Seite viel Platz, spielte noch einen Gegner aus und passte dann auf Semir Saric, der aus gut 20 Metern den Ball in den rechten Torwinkel setzte - so ging es mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause.

Der zweite Durchgang begann denkbar schlecht für den WSV: Der eingewechselte Kaito Mizuta wurde bei seinem Solo nicht angegriffen und bezwang Sebastian Patzler mit einem Schuss aus knapp 15 Metern zum 1:2 (47.). Fünf Minuten später drang Furkan Tasdemir in den Straelener Strafraum ein, kam auch fast bis zur Grundlinie durch, provozierte dort jedoch eine Schwalbe und wurde zu Recht verwarnt. Man merkte der Mannschaft des SV Straelen allerdings an, dass sie jetzt vieles besser machen wollte als im ersten Durchgang. Sie setzte den WSV nun stärker unter Druck und lief höher an. Aaram Abdelkarim setzte sich in der 65. Minute auf links gegen Furkan Tasdemir durch, scheiterte aus spitzem Winkel jedoch an Sebastian Patzler. In der Phase nach Wiederanpfiff kam von den Bergischen nicht mehr viel nach vorne. Torchancen suchte man vergeblich. Leider kam es dann, wie es kommen musste: Wieder war die linke Seite des WSV in Unterzahl, dies nutzte Malek Fakhro nach einem langen Ball, setzte sich im Strafraum durch und schloss in die linke Ecke zum 2:2-Ausgleich ab (82.). Aufgrund des Aufbäumens der Gastgeber nach dem Wechsel musste man von einem verdienten Ausgleich sprechen. Nach der dritten WSV-Ecke von Daniel Grebe kam Marco Königs in der 87. Minute zum ersten WSV-Torabschluss in der 2. Halbzeit, sein Kopfball landete jedoch in den Armen von Robin Udegbe. So blieb es beim am Ende leistungsgerechten 2:2-Unentschieden.

WSV-Trainer Björn Mehnert sah nach dem Schlusspfiff zwei grundverschiedene Halbzeiten - aber mit gleichen Windverhältnissen: „In der ersten Halbzeit hatten wir mit Rückenwind mehr vom Spiel und sind aus meiner Sicht verdient mit einer 2:0-Führung in die Halbzeitpause gegangen. In der Kabine habe ich die Mannschaft darauf hingewiesen, dass es dennoch in der zweiten Spielhälfte schwierig wird, da wir in dieser gegen den Wind spielen würden. Mit dem Wind im Rücken hat der Gegner dann auch - wie wir in der ersten Halbzeit - mehr Druck aufbauen können. Es ist natürlich schon ärgerlich, nach einer 2:0-Führung im Rücken am Ende nur 2:2 zu spielen. Aber wenn man sieht, welch junge Mannschaft wir heute auf dem Platz hatten, dann hat sie es echt klasse gemacht. Besonders in der ersten Halbzeit haben wir es richtig gut gemacht, in der zweiten Hälfte haben wir es in einigen Situationen etwas zu tief verteidigt.“ Welche Rolle spielte der schnelle Treffer zum 1:2 (47.) aus Sicht von „Mehne“?: „Wenn wir den Anschlusstreffer nach einem Ballverlust - wo wir den Ball kurz hinter der Mittellinie nicht verlieren dürfen und uns dann im Zentrum zu einfach ausspielen lassen - nicht so schnell nach Wiederbeginn bekommen und wir länger den 2:0-Vorsprung halten, gewinnen wir das Spiel am Ende sehr wahrscheinlich. Letztendlich war es am Schluss ein gerechtes Ergebnis. Mit dem Wind hat der Gegner in der zweiten Halbzeit "Rückenwind" bekommen." Trotzdem sieht unser Trainer die Mannschaft auf einem weiterhin guten Weg: „Die Jungs haben nach den letzten beiden Spielen - gegen Bergisch Gladbach haben wir nicht gut und bei Preußen Münster nicht mutig genug gespielt - eine Reaktion gezeigt und es insgesamt gut gemacht. Das sah heute ganz anders aus und darauf lässt es sich für die kommenden Wochen aufbauen. Jeder Punkt zählt!“ Apropos kommende Wochen: Nach einer Woche im regulären Trainingsbetrieb warten zu Ostern drei aufeinander folgende englische Wochen auf das Team. Wie geht Trainer Björn Mehnert diese intensive Phase an? „Endlich Training (lacht). Wir werden die nächste Woche gut nutzen, weil es in den dann folgenden Wochen eher um Regeneration zwischen den Spielen geht. Deswegen freuen wir uns jetzt auf eine normale Woche im Trainingsablauf und gehen dann gut vorbereitet in die englischen Wochen. Wir haben heute aber gesehen, dass wir viele junge Spieler haben, die sofort in die Bresche springen können. Von daher ist alles in Ordnung."

Unser sportlicher Leiter, Stephan Küsters, antwortete auf die Frage, wie bitter das 2:2-Unentschieden nach einer 2:0-Führung ist, wie folgt: "Bitter würde ich jetzt nicht sagen. Wir sind auf eine gute Mannschaft getroffen und hatten heute ein sehr junges Team auf dem Platz, weil wichtige Säulen heute nicht spielen konnten. Moritz Römling ist wegen einer Vollsperrung auf der Autobahn erst kurz vor Anpfiff angekommen, so dass wir kurzfristig noch mal umstellen mussten. Wir haben die Tore zu einfach bekommen und müssen besser verteidigen. Aber wer hier im Stadion war, hat die Witterungsbedingungen mit dem extremen Wind gesehen. In der zweiten Halbzeit war es gegen den Wind schwer, sich zu befreien - die Spieler konnten kaum lange Bälle spielen. Wir sind dann hinten reingedrängt worden. Die Probleme, die Straelen in der ersten Halbzeit hatte, hatten wir dann in der zweiten Hälfte. Das sind witterungsbedingte Einflüsse, die man nicht beeinflussen kann. Klar hätten wir nach einer 2:0-Führung gerne gewonnen und bei anderen Witterungsbedingungen hätte ich mich schwarz geärgert, aber so putze ich mir den Mund ab und nehme den Punkt mit."

Weiter geht es für die Rot-Blauen am kommenden Samstag, den 03.04.2021 um 14:00 Uhr mit dem Heimspiel im Stadion am Zoo gegen den VfB Homberg.

Spieldaten:

Aufstellung SV Straelen: 

27 Robin Udegbe – 5 Ole Päffgen, 15 Adil Lachheb, 3 Jelle van Benthem, 2 Kino Delorge – 25 Jannis Kübler, 6 Maximilian Funk (46. 13 Kaito Mizuta) – 10 Aaram Abdelkarim (66. 29 Yassine Bouchama), 33 Kevin Weggen (71. 21 Cagatay Kader), 20 Tobias Peitz – 19 Malek Fakhro (90.+3 23 Konstantin Möllering)

Trainer: Benedict Weeks

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 19 Furkan Tasdemir (84. 11 Jonas Erwig-Drüppel), 5 Tjorben Uphoff, 21 Noah Salau, 13 Joelle Tomczak (51. 3 Moritz Römling) – 4 Daniel Nesseler, 10 Kevin Rodrigues Pires (73. 8 Daniel Grebe) – 9 Beyhan Ametov, 7 Semir Saric, 30 Kevin Hagemann – 14 Mateo Aramburu (58. 48 Marco Königs)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Stadion an der Römerstraße

Zuschauer: 0

Tore: 0:1 Ametov (31.), 0:2 Saric (45.), 1:2 Mizuta (47.), 2:2 Fakhro (82.)

Gelbe Karten: Delorge (39.), Mizuta (69.), Weggen (78.), Fakhro (90.+2) - Nesseler (33.), Tasdemir (52.)

Eckenverhältnis: 4:3

Schiedsrichter: Leonidas Exuzidis / Assistenten: Fabian Maibaum, David Hennig

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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