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Apr
WSV
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BMG
Samstag, 03.04.2021 -

1. Mannschaft

Saisonpremiere: WSV gewinnt nach Rückstand

2:1-Sieg gegen den VfB Homberg nach 0:1-Pausenrückstand

Am 33. Spieltag der Regionalliga West empfing der WSV am Ostersamstag im Stadion am Zoo den Tabellensechzehnten VfB Homberg. Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zum 2:2-Unentschieden beim SV Straelen drei Wechsel in der Startformation vor: Moritz Römling, Kevin Pytlik und Marco Königs begannen anstelle von Joelle Tomczak, Daniel Nesseler und Mateo Aramburu. Taktisch kehrten die Rot-Blauen in der Abwehr zur Dreierkette (Kevin Pytlik, Tjorben Uphoff, Noah Salau) zurück. Zentrumstürmer Marco Königs wurde durch Beyhan Ametov und Kevin Hagemann unterstützt. Der Gast aus Duisburg mit Trainer Sunay Acar - der im Sommer die erste Mannschaft von Stefan Janßen übernommen hat - kam mit der Empfehlung von zwei Siegen und einem Unentschieden aus den letzten drei Partien ins Tal. In unguter Erinnerung ist für uns auch das Hinspiel geblieben, das der VfB mit 2:1 für sich entscheiden konnte.

Bei zehn Grad und Sonnenschein spielte der WSV in roten Trikots, blauen Hosen und roten Stutzen, der Gast komplett in schwarz. Mit Anpfiff von Schiedsrichter Alexander Ernst entwickelte sich eine Begegnung, in der es beide Mannschaften bei wechselndem Ballbesitz zunächst eher ruhiger und mit wenig Torgefahr angehen liessen. Dann übernahmen die Gäste die Initiative. Ein Schuss aus ca. 25 Metern stellte Sebastian Patzler in der 14. Minute vor keine größeren Probleme, doch sieben Minuten später musste sich unsere Nummer 31 geschlagen geben, als Homberg über links in den Sechzehner eindrang und Danny Rankl einen Schuss von Marvin Lorch abfälschte. Der VfB stand nach dem 1:0 weiter kompakt, agierte entschlossen in den Zweikämpfen und hielt das Geschehen vom eigenen Tor fern, sodass es dem WSV schwerfiel, eine Reaktion zu zeigen. Trainer Björn Mehnert nahm noch vor dem Halbzeitpfiff eine taktische Korrektur vor, brachte Lars Bender für Furkan Tasdemir und stellte auf Viererkette um, doch nach 45 Minuten ging der WSV ohne eigene Torchance mit 0:1 in die Kabinen.

Zur zweiten Halbzeit ersetzte Joey Paul Müller Kevin Pytlik. Der WSV war nun endlich im Spiel - und wie: Moritz Römling flankte von links und Marco Königs setzte die Direktabnahme im Sechzehner unhaltbar für Phillipp Gutkowski neben den Pfosten - 1:1 in der 47. Minute! Rot-Blau hatte sich offenbar viel für die zweite Halbzeit vorgenommen, machte sowohl über links mit Kevin Hagemann und Moritz Römling, sowie über rechts mit Beyhan Ametov und Lars Bender ordentlich Tempo. Nach einer flachen Hereingabe von Moritz Römling von links setzte Kevin Hagemann den Ball aus fünf Metern über die Latte (50.). Ein Schuss von Joey Paul Müller aus ca. 25 Metern ging zu zentral auf Gästekeeper Phillipp Gutkowski (53.). In der 55. Minute der nächste gefährliche Angriff, erneut über Moritz Römling. Seine Flanke von links fand auf dem Elfmeterpunkt den Kopf von Joey Paul Müller, der abgeklärt in die rechte Ecke köpfte - 2:1, Spiel gedreht! Der WSV zeigte ein völlig anderes Gesicht als noch in der ersten Halbzeit und hätte die Führung wenig später sogar ausbauen können. Marco Königs eroberte den Ball im Mittelfeld, steuerte halbrechts in Richtung Gäste-Strafraum und bediente den zentral mitgelaufenen Semir Saric, der den Ball freistehend aus fünf Metern links neben das Tor setzte (64.). Eine vergebene Großchance, die sich beinahe rächte. In der 69. Minute tauchte Marvin Lorch in halbrechter Position frei vor Sebastian Patzler auf, doch auch dessen Schlenzer ging links am WSV-Kasten vorbei. Auch ein Kopfball von Ahmad Jafari landete neben dem Pfosten (72.). In den letzten 20 Minuten suchten beide Teams noch einmal den für sie entscheidenden Moment. Homberg hatte sich nach der schwungvollen Phase des WSV geschüttelt und hoffte auf den Ausgleich, Rot-Blau wollte seinerseits nach Möglichkeit die Entscheidung herbeiführen, so dass die Zweikämpfe intensiver wurden. In der 83. Minute verpasste Semir Saric nach einer Hereingabe des eingewechselten Mateo Aramburu erneut das gegnerische Tor nur knapp, fünf Minuten später flog ein Gewaltschuss von Pierre Nowitzki links am WSV-Kasten vorbei. In der Nachspielzeit vergab Mateo Aramburu die letzte Chance des Spiels.

Nach dem Schlusspfiff durfte sich der WSV darüber freuen, in dieser Saison zum ersten Mal einen Sieg nach Rückstand eingefahren zu haben. In der ersten Halbzeit agierte unser Team zu passiv, so dass die Halbzeitführung des VfB Homberg verdient war. Aufgrund der Leistungssteigerung in der zweiten Hälfte und der Mehrzahl an guten Torchancen ging der 2:1-Sieg des WSV am Ende in Ordnung.

Unser Linksaußen Moritz Römling bereitete beide Treffer durch maßgeschneiderte Flanken von der linken Seite vor. Nach dem Abpfiff zog „Mo“ folgendes Fazit zur Partie: „In der ersten Halbzeit sind wir nicht in die Zweikämpfe gekommen und haben auch keine zweiten Bälle gewonnen. Wir haben mit der Spielweise von Homberg gerechnet und hatten den richtigen Plan, sind aber nicht ins Spiel gekommen. Dann bekommen wir mit einem Kullerball das 0:1. Nach dem Seitenwechsel haben wir dann von Dreier- auf Viererkette umgestellt und hatten mehr Zugriff aufs Spiel.“ Angesprochen auf seine beiden Torvorlagen sagte unsere Nummer 3: „Es freut mich sehr, dass ich mithelfen konnte, dass wir das Spiel noch gedreht haben. Sicherlich trainiere ich als Außenspieler im Training mehr als die anderen, Flanken zu schlagen." Obwohl der Anschluss an das Tabellenmittelfeld hergestellt ist, hat auch unser Außenbahnspieler weitere Ziele: „Wir werden weiter von Spiel zu Spiel denken und versuchen, so viele Punkte wie möglich zu holen sowie in jedem Spiel alles reinzuwerfen.“

Ein Abnehmer von Moritz Römlings Vorlage war unser Torjäger Marco Königs, der mit dem Ausgleich in der 47. Minute die Wende einleitete. Wie sah unsere Nummer 48 die zwei grundverschiedenen Halbzeiten? „Ich glaube, in der ersten Halbzeit waren wir gefühlt in keinem Zweikampf und sind verdient in Rückstand geraten. Dann haben wir uns in der Halbzeit gut gestrafft, das System nochmal umgestellt und haben schnell den Ausgleich geschafft. Hinterher können wir sogar das 3:1 oder 4:1 machen, wenn Semir meine Hereingaben noch reingemacht hätte. Im Endeffekt sind wir froh, dass wir 2:1 gewonnen haben und zu Hause in diesem Jahr weiterhin ungeschlagen sind.“ Über die Saisonpremiere eines Sieges nach Rückstand dachte Marco nach seiner Auswechslung auch schon nach, wie er verriet: „Endlich einmal! Aber es war ein schweres Spiel, da Homberg es in den ersten 45 Minuten gut gemacht hat. Aufgrund der zweiten Halbzeit haben wir in meinen Augen dann aber klar verdient gewonnen.“

Den 2:1-Siegtreffer erzielte Joey Paul Müller, der zur zweiten Halbzeit für Kevin Pytlik erstmals nach seiner Sperre von drei Spielen wieder ran durfte. Wie sah er seinen Kopfballtreffer zum 2:1? „Das Kopfballspiel ist jetzt nicht so meine Stärke, da ich nicht der Größte bin. Aber der Ball kam super und ich habe ihn gut getroffen. Ich bin glücklich über das Tor!“. Die beiden grundverschiedenen Halbzeiten beurteilte unsere Nummer 6 wie folgt: „In der zweiten Halbzeit haben wir direkt Druck gemacht und mit dem frühen Treffer zum 1:1 für Unsicherheit bei Homberg gesorgt. Dann fiel der zweite Treffer für uns kurz hinterher - wir hätten den Sack aber früher zumachen können. Wir hatten dafür genügend Chancen, aber ich bin zufrieden mit den drei Punkten. Es ist eine super Richtung, in die wir in der Rückrunde gehen.“

Unser zweikampfstarker Innenverteidiger Noah Salau zog folgendes Spielfazit: „Die erste Halbzeit war sehr schwierig für uns. Wir sind nicht gut ins Spiel gekommen und hatten keine zwingenden Torchancen. Wir waren defensiv zu passiv, haben viele Torchancen zugelassen und haben verdient das Gegentor kassiert. Aber wir haben uns in der zweiten Halbzeit defensiv gesteigert. Wir haben mehr Zweikämpfe gewonnen, bessere Bälle nach vorne gespielt, wurden zwingender auf dem Weg in Richtung Tor und haben zum Glück die zwei Treffer erzielt. Wir hätten auch noch zwei weitere Tore nachlegen können, aber sind auf jeden Fall glücklich, dass wir gewonnen haben. Durch die zweite Halbzeit haben wir uns das auch ein Stück weit verdient. Wir müssen in den nächsten Partien auf jeden Fall an die zweite Halbzeit von heute anknüpfen und so von Beginn an ins Spiel gehen.“ Neben dem Aspekt, dass die Rot-Blauen erstmalig in dieser Spielzeit einen Rückstand in einen Sieg drehen konnten, sah Noah aus Abwehrsicht noch etwas anderes: „Wir haben auch zum ersten Mal in der Rückrunde ein Gegentor im Stadion am Zoo kassiert.“ Unsere Nr. 21 nahm die drei Punkte dann aber doch gerne mit und verabschiedete sich zufrieden in die Ostertage.

Das nächste Regionalligaspiel bestreitet der WSV bereits am kommenden Mittwoch, den 7. April 2021 gegen den FC Wegberg-Beeck. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 19:30 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 27 Kevin Pytlik (45. 6 Joey Paul Müller), 5 Tjorben Uphoff, 21 Noah Salau – 19 Furkan Tasdemir (40. 28 Lars Bender), 10 Kevin Rodrigues Pires, 7 Semir Saric, 3 Moritz Römling – 9 Beyhan Ametov (88. 24 Isaak Akritidis), 48 Marco Königs (74. 14 Mateo Aramburu), 30 Kevin Hagemann

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung VfB Homberg:

26 Phillipp Gutkowski – 22 Ricardo Antonaci (83. 2 Samed Yesil), 4 Jeffrey Malcherek, 14 Thorsten Kogel, 13 Mike Koenders – 15 Necirwan Khalil Mohammad (78. 20 Said Harouz), 5 Pierre Nowitzki (89. 25 Cottrell Ezekwem) – 11 Marvin Lorch, 10 Pascale Talarski, 6 Ahmad Jafari – 7 Danny Rankl

Trainer: Sunay Acar

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tore: 0:1 Rankl (21.), 1:1 Königs (47.), 2:1 Müller (55.)

Gelbe Karten: Hagemann (35.) - Nowitzki (16.), Lorch (36.), Rankl (58.), Harouz (84.)

Eckenverhältnis: 0:0

Schiedsrichter: Alexander Ernst / Assistenten: Jörn Schäfer, Yannick Rupert

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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