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Mai
WSV
19:00
MSV
Samstag, 10.04.2021 -

1. Mannschaft

Verdienter 2:0-Sieg im Westschlager

Rodrigues Pires trifft per Elfmeter, Aramburu in der Nachspielzeit

Zwei Veränderungen nahm Trainer Björn Mehnert in der Startelf gegenüber dem 2:1-Heimerfolg gegen den VfB Homberg vor. Für Kevin Pytlik und Furkan Tasdemir, die beide auf der Ersatzbank Platz nahmen, begannen Lars Bender und Joey Paul Müller, der damit sein 50. Spiel für die Rot-Blauen bestritt.

Nach ausgeglichenen ersten Minuten hatte Marco Königs in der 9. Minute die erste WSV-Möglichkeit, doch sein Kopfball nach Rechtsflanke von Beyhan Ametov ging am rechten Torpfosten vorbei. In der 10. Minute drang Kevin Hagemann in den Aachener Strafraum ein und wurde dort von Stipe Batarilo-Cerdic gefoult, so dass Schiedsrichter Jonathan Lautz folgerichtig auf den Punkt zeigte. Den fälligen Elfmeter verwandelte Kevin Rodrigues Pires in den rechten oberen Torwinkel und sorgte so für die frühe Wuppertaler Führung - eine Parallele zum Hinspiel vor wenigen Wochen, wo Rot-Blau ebenfalls durch einen Foulelfmeter früh in Führung gegangen war und diese bis zum Ende nicht mehr abgegeben hatte... Gegen die ersatzgeschwächten Gastgeber hatte der WSV in der ersten Halbzeit das Spiel im Griff. Leider blieb Tjorben Uphoff in der 23. Minute bei einer Abwehraktion im Rasen hängen und musste ausgewechselt werden, für ihn kam Kevin Pytlik ins Spiel. Die nächste Möglichkeit hatte Semir Saric nach 33 Minuten, doch seine versuchte Bogenlampe aus knapp 40 Metern Entfernung stellte kein Problem für den früheren Rot-Blauen Joshua Mroß dar. Der WSV stand auch nach dem Ausfall von Tjorben Uphoff gut in der Defensive und ließ für das eigene Tor kaum Gefahr aufkommen. Neun Minuten vor dem Pausenpfiff kamen die Aachener durch einen Freistoß zur ersten gefährlichen Chance, doch nachdem der Schuss von Oguzhan Aydogan von der Mauer geblockt wurde, lenkte Kevin Pytlik auch den deutlich gefährlicheren Nachschuss desselben Spielers zur Ecke ab. So ging der WSV mit einer hochverdienten Führung in die Kabinen.

Im zweiten Durchgang waren elf Minuten gespielt, als der WSV per Doppelchance die Möglichkeit zum zweiten Tor hatte. Zuerst verpasste Marco Königs nach Zuspiel von Beyhan Ametov den Ball im Strafraum knapp, dann scheiterte er wenige Augenblicke später aussichtsreich an Joshua Mroß. Nach einer Stunde Spielzeit hatten die Kaiserstädter verletzungsbedingt bereits dreimal wechseln müssen. In der 67. Minute war erneut Joshua Mroß zur Stelle bei einer Kopfballchance durch Marco Königs nach Linksflanke von Semir Saric. Innerhalb von drei Minuten kam der sehr fleißige Kevin Hagemann zweimal zum Abschluss, doch auch er hatte keinen Erfolg (70., 73.). Der WSV spielte ein sehr gutes Auswärtsspiel, das beruhigende zweite Tor fehlte jedoch zunächst. Sieben Minuten vor dem Ende kam Geburtstagskind Isaak Akritidis, seit heute 19 Jahre jung, für Beyhan Ametov ins Spiel. Zwei Minuten vor dem Ende feierte Winterneuzugang Lars Holtkamp seinen ersten Einsatz im rot-blauen Trikot. In der 90. Minute noch einmal Glück für den WSV, als eine Flanke abgefälscht neben dem Wuppertaler Tor landete. In der Nachspielzeit verpasste zunächst Isaak Akritidis eine Flanke von Lars Holtkamp frei vor dem Tor, doch schließlich verwertete Mateo Aramburu einen schnellen Konter über Semir Saric zum entscheidenden 2:0 und zu einem Auswärtserfolg, der hochverdient ausfiel.

Marco Königs sah eine überzeugende Leistung des Teams: "Die zweite Halbzeit war richtig stark. Wir haben uns viele gute Situationen herausgespielt - die eine oder andere hätten wir noch besser ausspielen können. Ansonsten hatte Aachen auch ein bisschen Glück. Wir haben nach hinten gut gearbeitet und eigentlich keine richtige Torchance zugelassen. Am Ende machen wir noch das 2:0 - bei solchen Spielen besteht ja immer die Gefahr, dass man durch ein 'Eiertor' noch den Ausgleich kassiert. Im Endeffekt ist der Sieg hochverdient. Wir haben souverän gespielt und eine super Leistung auf den Platz gebracht."

Das Fazit von Lars Bender fiel ähnlich aus: "Über die 90 Minuten war es ein absolut verdienter Sieg. Wir haben in den ersten 20 Minuten super angefangen und dann zur Halbzeit hin etwas nachgelassen. Aachen kam dadurch ein bisschen besser ins Spiel. In der zweiten Halbzeit waren wir, fand ich, total überlegen. Da müssen wir eigentlich schon früher den Sack zumachen. So hätte es hinten noch mal eng werden können. Aber im Endeffekt haben wir hier absolut verdient gewonnen."

Auch unser sportliche Leiter Stephan Küsters freute sich über den Sieg und nunmehr 42 Punkte: "Ich denke, der Sieg war heute über 90 Minuten hochverdient. Klar, in der ersten Halbzeit - das hat der Trainer ja auf der PK gerade auch schon angesprochen - war es teilweise ein bisschen zäh. Wir sind gut reingekommen, haben es dann aber etwas schleifen und Aachen wieder zurück ins Spiel kommen lassen. Aber große Chancen haben wir auch in dieser Phase nicht zugelassen. In der zweiten Halbzeit haben wir unsere Chancen einfach nicht gut ausgespielt. Wir hatten viele Standardsituationen und müssen daraus einfach mal ein Tor machen. Ecken sind natürlich auch immer ein bisschen Glückssache. Wenn eine Ecke gut kommt, sind unsere Kopfballspieler da und können auch ein Tor machen. Heute war das nicht der Fall. Aber ich gehe davon aus, dass sich die Jungs das fürs nächste Spiel aufgehoben haben. Ich denke, wir sollten den Sieg genießen, den Mund abwischen und einfach mal sagen, wir nehmen das mit. Wenn wir vorher gesagt hätten, dass wir in Aachen gewinnen und zu diesem Zeitpunkt 42 Punkte haben, wären wir alle hochzufrieden gewesen."

Weiter geht es am kommenden Mittwoch (14. April 2021) um 18:00 Uhr mit dem Nachholspiel im Stadion am Zoo gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach.

Spieldaten:

Aufstellung Alemannia Aachen:

1 Joshua Mroß – 42 Takashi Uchino, 3 Alexander Heinze, 34 Aldin Dervisevic, 20 Nick Galle (55. 7 Florian Rüter) – 16 Steven Rakk – 8 Stipe Batarilo-Cerdic (21. 23 Dustin Zahnen), 5 Simon Seferings, 26 Matti Cebulla (83. 22 Muja Arifi), 29 Oguzhan Aydogan (62. 9 Terence Groothusen) – 30 Hamdi Dahmani

Trainer: Dietmar Bozek / Kristoffer Andersen

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 28 Lars Bender, 5 Tjorben Uphoff (24. 27 Kevin Pytlik), 21 Noah Salau, 3 Moritz Römling – 10 Kevin Rodrigues Pires - 9 Beyhan Ametov (83. 24 Isaak Akritidis), 6 Joey Paul Müller (89. 16 Lars Holtkamp), 7 Semir Saric, 30 Kevin Hagemann - 48 Marco Königs (90. 14 Mateo Aramburu)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Tivoli

Zuschauer: 0

Tore: 0:1 Rodrigues Pires (10./Foulelfmeter), 0:2 Aramburu (90.+3)

Gelbe Karten: Heinze (86.) - Müller (44.)

Eckenverhältnis: 3:14

Schiedsrichter: Jonathan Lautz / Assistenten: Waldemar Stor, Felix Weller

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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