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Mai
WSV
19:00
MSV
Mittwoch, 21.04.2021 -

1. Mannschaft

WSV siegt verdient mit 4:0 gegen den FC Wegberg-Beeck

Nach dem erneuten Heimsieg belegt der WSV einen einstelligen Tabellenplatz

Das nächste Abendspiel stand für den Wuppertaler SV heute bei bestem Frühlingswetter an. Allerdings nicht wie geplant bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf, die sich aktuell in Quarantäne befindet und uns nun erst kommende Woche Freitag im Paul-Janes-Stadion empfängt. Prompt hatte Staffelleiter Wolfgang Jades das Meisterschaftsspiel gegen den FC Wegberg-Beeck eine Woche eher angesetzt und so bestritt der WSV am Abend das Heimspiel gegen den Aufsteiger. Bei den Gästen, die bereits ein Spiel mehr absolviert und dabei zehn Punkte weniger eingefahren hatten als die Rot-Blauen, liefen mit Andre Mandt, Meik Kühnel und Tom Meurer drei ehemalige Wuppertaler auf. Diese drei bekamen von Gästetrainer Mark Zeh auch das Vertrauen und standen in der ersten Elf. Unser Trainer Björn Mehnert nahm nach dem 2:0-Heimsieg gegen die U21 des 1. FC Köln keine Veränderungen vor und schickte dieselbe Elf aufs Feld wie am Samstag. Der einzige Tausch fand auf der Ersatzbank statt: Kevin Pytlik war zurück im Kader und konnte somit von der Bank aus für mehr Flexibilität in der Defensive sorgen.

In den ersten 15 Spielminuten passierte auf beiden Seiten nicht viel. Der WSV hatte viel Ballbesitz und kombinierte mehrfach in Richtung Gehäuse von Gästetorwart Stefan Zabel, aber mehr als eine Ecke - die nichts einbrachte - kam dabei nicht heraus. Die erste richtig gute Chance wurde dann sofort von Semir Saric genutzt: Mateo Aramburu legte den Ball auf die rechte Seite, von dort aus flankte Beyhan Ametov quer durch den 16er. Semir Saric konnte freistehend den Ball annehmen und mit seinem linken Fuß aus sechs Metern vollstrecken - 1:0 (23. Minute). In den folgenden Minuten war der WSV weiterhin dominant, erspielte sich aber keine weiteren zwingenden Torchancen. Die Begegnung war durch viele Zweikämpfe im Mittelfeld geprägt. Kurz vor der Halbzeit eine Kopie des 1:0: Semir Saric gab rechts raus auf Lars Bender, der ging mit dem Ball bis zur Grundlinie, sah den mitgelaufenen Beyhan Ametov und legte auf diesen zurück. Unsere Nummer 9 schoss den Ball direkt kontrolliert unter die Latte und erhöhte zum 2:0-Halbzeitstand.

Verletzungsbedingt nahm Chef-Trainer Björn Mehnert in der Halbzeit eine Veränderung vor: Marco Königs kam für Kevin Rodrigues Pires auf den Platz und übernahm auch die Kapitänsbinde - gute Besserung an „Piro“! Kurz nach der Halbzeit direkt Action im Strafraum der Wuppertaler: Jannik Mause flankte von ähnlicher Position wie Lars Bender beim 2:0, Jan Bach köpfte freistehend aus fünf Metern mittig aufs Tor, Sebastian Patzler konnte in letzter Sekunde retten und den Ball zur ersten Ecke für die Gäste parieren. Fünf Minuten später zog Andre Mandt aus 25 Metern ab und prüfte erneut Sebastian Patzler, der allerdings gut reagieren konnte und den Ball entschärfte. Die Gäste hatten nach der Halbzeitpause mehr vom Spiel und kamen fortan zu mehr Ecken sowie Torabschlüssen. WSV-Coach Björn Mehnert reagierte und wechselte Mateo Aramburu aus - für ihn kam Burak Gencal aufs Feld (61.). In der 70. Minute nochmals eine gute Chance für den WSV: Lars Bender flankte von rechts auf Burak Gencal, der in den Strafraum eindrang und in die linke Ecke schoss, doch leider nicht hart genug, so dass Wegbergs Schlussmann Stefan Zabel den Ball zur Ecke lenken konnte. Kurz darauf die nächste Chance für Rot-Blau: Kevin Hagemann nahm den Ball mit, spielte diesen in die Mitte auf Marco Königs, doch der schoss am linken Pfosten vorbei. Anschließend konnte Kevin Hagemann nur durch ein Foul an der linken Strafraumgrenze gestoppt werden. Semir Saric packte eine Bogenlampe aus, die sich über den Torwart hinweg ins rechte Eck senkte und erhöhte damit auf 3:0 (78.). Wenig später nahm Björn Mehnert den Doppeltorschützen vom Feld und für die letzten Minuten übernahm Joelle Cavit Tomczak dessen Position. Semir Saric wird am kommenden Samstag beim Gastspiel bei den Sportfreunden Lotte nicht mitwirken können, da er in der 50. Minute seine fünfte gelbe Karte der laufenden Spielzeit von Schiedsrichter Nico Fuchs gezeigt bekam. Kurz vor Schluss zeigte sich, dass Björn Mehnert in der 61. Minute Fingerspitzengefühl bewiesen und den Torschützen zum 4:0 eingewechselt hatte - aber der Reihe nach: Kevin Hagemann ging über die linke Seite und schickte den eingewechselten Burak Gencal steil in den Strafraum, dieser schloss gekonnt ins rechte Eck ab und erhöhte zum 4:0-Endstand (89.). Danach passiert nichts mehr und der WSV konnte sich erneut über drei Punkte im heimischen Stadion am Zoo sowie den Sprung auf Tabellenplatz 9 freuen.

Entsprechend zufrieden zeigte sich Torhüter Sebastian Patzler nach dem Schlusspfiff: "Eine überragende Mannschaftsleistung. Ein absoluter Schritt nach vorne, gerade mit Ball. Gegen den Ball haben wir es schon oft sehr, sehr gut gemacht - heute wieder. Außer die zehn bis 15 Minuten nach der Halbzeit, aber das ist normal. Da kommt der Gegner aus der Halbzeit und wirft alles nach vorne. Da klappt das einmal mehr bei denen, einmal weniger bei uns. Aber ansonsten: Was wir mit Ball veranstaltet haben, sah schon richtig nach Fußball aus. Das macht einfach nur Spaß."

Kevin Hagemann zog ebenfalls ein rundum positives Fazit: "Ein verdienter Sieg, auch in der Höhe. Wir waren heute sehr, sehr kompakt, haben sehr aggressiv verteidigt, auch nach vorne ansehnlich gespielt und uns die Chancen erspielt. Insofern ein verdienter Sieg und jetzt haben wir einen ruhigen Abend."

Der Torschütze zum 2:0, Beyhan Ametov, analysierte den Spielverlauf wie folgt: "Wir haben richtig gut angefangen, in der ersten Halbzeit hat alles sehr gut geklappt. Wir haben heute gezeigt, was wir draufhaben. Auf dem Platz hat das sehr viel Spaß gemacht. Nach der Pause sind wir nicht so gut reingekommen. Wenn man mit einer 2:0-Führung in die Halbzeit geht, macht man vielleicht unbewusst ein, zwei Prozent weniger. Der Trainer hatte angesprochen, dass wir wach bleiben müssen - das haben wir ein bisschen verschlafen. Wir hatten dann in den ersten zehn Minuten ein bisschen Glück, dass wir kein Tor kassiert haben. Danach waren wir aber einfach eiskalt, machen noch die zwei Tore und gewinnen am Ende ganz klar und verdient. Wir haben heute gezeigt, was wir mit Ball, aber auch gegen den Ball, im Stande sind zu bringen. Wir haben so eine Gier entwickelt, die auch vom Trainer kommt. Wenn wir da dranbleiben, können wir noch einige Siege holen. Ich bin guter Dinge - auch für die kommende Saison."

Björn Mehnert war insbesondere stolz auf die mannschaftliche Geschlossenheit: "Ich glaube, wir haben in der ersten Halbzeit ein richtig gutes Spiel gemacht - vielleicht das beste seitdem ich hier bin. Wir haben geduldig gespielt und gewartet, nicht hektisch gespielt. Der Gegner stand sehr kompakt und sehr tief. Wir haben den Gegner bespielt und in Bewegung gebracht. Das war richtig gut und hat mir gefallen. Das ist jetzt jammern auf hohem Niveau, aber die ersten 15-20 Minuten in der zweiten Halbzeit haben mir nicht gut gefallen. Da haben wir den Gegner eingeladen und konnten froh sein, dass wir kein Gegentor kassiert haben. Aber ich glaube, am Ende war es auch in der Höhe ein verdienter Sieg. Die Mannschaft, von der Nummer 1 bis zur Nummer 20, hat einen tollen Job gemacht. Man sieht, was für ein Teamgeist in der Truppe ist und ich bin stolz darauf, Trainer der Jungs sein zu dürfen." Auf die Frage, warum die Mannschaft nach der Pause ins Schwimmen geriet, antwortete unser Trainer: "So ist Fußball. In der Pause steht es 2:0 und man denkt, der Gegner hat keinmal aufs Tor geschossen, eigentlich könnte man vielleicht 3:0 oder 4:0 führen. Dann wird man ein bisschen nachlässig. Aber ich habe den Jungs gerade gesagt, dass wir daraus auch wieder lernen und weiter gierig bleiben müssen. Aus so einem Spiel müssen wir lernen, am Anfang der zweiten Halbzeit noch besser zu verteidigen und die Leistung wieder auf den Platz zu bringen. Aber ich verzeihe es den Jungs, 4:0 gewonnen - alles in Ordnung!"

Das nächste Spiel bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 24. April 2021 um 14 Uhr bei den Sportfreunden Lotte.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler - 28 Lars Bender, 4 Daniel Nesseler, 21 Noah Salau, 6 Joey Paul Müller - 16 Lars Holtkamp, 10 Kevin Rodrigues Pires (46. 48 Marco Königs) - 9 Beyhan Ametov (77. 8 Daniel Grebe), 7 Semir Saric (82. 13 Joelle Cavit Tomczak), 30 Kevin Hagemann - 14 Mateo Aramburu (61. 53 Burak Gencal)

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung FC Wegberg-Beeck:

1 Stefan Zabel - 14 Maurice Passage, 4 Nils Hühne, 17 Sebastian Wilms, 15 Tom Meurer - 20 Meik Kühnel, 5 Marvin Brauweiler - 19 Jannik Mause (81. 27 Gökan Lekesiz), 26 André Mandt (61. 11 Marc Kleefisch), 10 Jan Bach - 9 Shpend Hasani (64. 7 Nicolas Merl)

Trainer: Mark Zeh

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Saric (23.), 2:0 Ametov (45.), 3:0 Saric (78.), 4:0 Gencal (89.)

Gelbe Karten: Rodrigues Pires (25.), Saric (50.), Bender (74.) - Bach (60.), Kühnel (71.)

Eckenverhältnis: 4:8

Schiedsrichter: Nico Fuchs / Assistenten: Francisco Lahora Chulian, Tobias Esch

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion 


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