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Samstag, 01.05.2021 -

1. Mannschaft

WSV beim 2:4 in Düsseldorf chancenlos

Drei Gegentreffer in zehn Minuten in Halbzeit eins

Im Nachholspiel vom 24. Spieltag musste die Mannschaft von Cheftrainer Björn Mehnert am Freitagabend bei der U23 von Fortuna Düsseldorf am Flinger Broich im Paul-Janes-Stadion antreten. Dies war bereits die fünfte Ansetzung dieser Begegnung. Die ersten drei Mal wurde die Partie witterungsbedingt abgesagt, bei der letzten Ansetzung konnte nicht gespielt werden, da sich die gesamte Düsseldorfer Mannschaft nach einigen positiven Corona-Fällen in einer behördlich angeordneten Quarantäne befand. Die Ausgangslage vor dem Spiel: Die Gastgeber standen mit 51 Punkten auf dem 7. Tabellenplatz, der WSV mit 48 Zählern auf Rang 11. Zwar bedeutete dies nur drei Punkte Rückstand für unsere Rot-Blauen auf die Gastgeber - bei allerdings bereits drei mehr absolvierten Spielen. Bei der Fortuna stehen mit Torhüter Glenn Dohn und Abwehrspieler Tim Corsten zwei ehemalige Akteure des WSV unter Vertrag, die aus der U19 der Rot-Blauen in die Landeshauptstadt wechselten, sich aktuell aber verletzungsbedingt nicht im Kader befanden. Bester Torschütze der „Zwoten“ ist Steffen Meuer mit 11 Saisontoren, gefolgt von Lex-Tyger Lobinger mit 9 Treffern. WSV-Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zum vergangenen Spiel bei den Sportfreunden Lotte drei Änderungen in der Startelf vor: Der wiedergenesene Moritz Römling ersetzte auf der linken Abwehrseite den gelb-gesperrten Joey Paul Müller, in der Innenverteidigung begann Kevin Pytlik für Daniel Nesseler und Semir Saric bekam im offensiven Mittelfeld den Vorzug vor Burak Gencal. Die Rot-Blauen begannen in einer 4-3-3 Grundformation. Der WSV trat komplett in blau, die Hausherren komplett in rot an.

Nach einer kurzen Abtastphase übernahm der WSV die Spielkontrolle auf dem Platz. Nach einer Hereingabe von Lars Bender von der rechten Seite behinderten sich Kevin Rodrigues Pires und Beyhan Ametov am Elfmeterpunkt und kamen so nicht zu einem klaren Abschluss (9.). Dem ersten gefälligen Angriff folgte sofort der zweite: Rodrigues Pires überspielte in der gleichen Minute mit einem langen Ball die Abwehr der Landeshauptstädter, seinen Pass schloss Beyhan Ametov aus spitzem Winkel ab, doch Mitryushkin parierte. Zwei Minuten später die erste Tormöglichkeit für Düsseldorf. Köther schickte Bornemann in den Strafraum, dessen Schuss jedoch Sebastian Patzler zur ersten Ecke des Spiels abwehrte. In der 19. Minute dann die 1:0-Führung für die Gastgeber: Bornemann setzte sich auf rechts durch, passte an der Strafraumgrenze quer auf die linke Seite zum mitgelaufenen Lovren, der mit einem trockenen Flachschuss in die rechte Ecke Patzler keine Chance ließ. In der 25. Minute dann Foulelfmeter für die Fortuna: Woitzyk lief an der äußersten rechten Strafraumecke aus dem Rücken von Noah Salau heraus und fädelte bei diesem ein. Den anschließenden Strafstoß verwandelte Torjäger Steffen Meuer mit seinem 12. Saisontreffer souverän zum 2:0. Nur vier Minuten später gar das 3:0. Die WSV-Abwehr klärte einen eigentlich harmlosen Freistoß an den Fünfmeterraum vor die Füße von Fortuna-Kapitän Tim Oberdorf, der nur noch seinen Fuß zum dritten Treffer hinhalten musste (29.). Innerhalb von zehn Minuten bereits die Vorentscheidung? Der WSV war nun völlig von der Rolle und hätte fast mit dem nächsten Angriff das 0:4 kassiert, doch der Pfosten verhinderte den Treffer von Bornemann aus kurzer Distanz. In der 33. Minute dann einmal die Rot-Blauen: Nach einem Foul an Marco Königs schlenzte Semir Saric den anschließenden Freistoß aus 23 Metern aber nur in die Torwartecke, sodass Mitryushkin den Ball sicher aufnehmen konnte. Mit einem 0:3-Rückstand ging es in die Kabine.

In unveränderter Aufstellung ging es in die 2. Halbzeit. Der gerade eingewechselte Lofolomo klärte im eigenen Strafraum regelwidrig mit der Hand. Den anschließenden Elfmeter verwandelte Kevin Rodrigues Pires zum 1:3-Anschluss (47.). Der Beginn einer Aufholjagd? Anschließend versuchte der WSV, den Druck hoch zu halten und die Fortuna in die eigene Defensive zu drücken. Doch dies war nur von kurzer Dauer: Tim Köther erhöhte nach 53 Minuten auf 4:1 für die Fortuna, als er nach einem Pass frei vor dem Tor von Sebastian Patzler auftauchte und den Ball an ihm vorbei in die rechte Ecke schlenzte. In der 61. Minute der erste Eckstoß für Rot-Blau, der aber nichts einbrachte. Nach 71 Minuten ein Vierfachwechsel bei unserer Mannschaft: Daniel Grebe, Isaak Simion Akritidis, Furkan Tasdemir und Mateo Aramburu ersetzten Kevin Hagemann, Lars Bender, Lars Holtkamp und Beyhan Ametov. In der 77. Minute sogar der dritte Strafstoß des Spiels: Fortuna-Schlussmann Mitryushkin lief Marco Königs außerhalb des Fünfmeterraums über den Haufen. Doch passend zum ganzen Spiel schoss Kevin Rodrigues Pires den folgenden Elfmeter an den rechten Torpfosten. Kurz danach passte Furkan Tasdemir diagonal auf die linke Seite, wo Isaak Simion Akritidis den Ball von der Strafraumgrenze volley nahm und ihn nur knapp über das Fortuna-Gehäuse setzte (79.). In der 87. Minute schließlich noch Ergebniskosmetik für den WSV: Daniel Grebe schickte Mateo Aramburu mit einem geschickten Pass alleine in Richtung Fortuna-Kasten. Unser Angreifer lupfte den Ball stark über den herausstürzenden Mitryushkin zum 2:4 ins gegnerische Tor (87.). Die letzte Druckphase von Rot-Blau brachte anschließend nichts mehr ein, so dass es bei diesem Spielstand blieb.

Der WSV konnte die Partie nur zu Spielbeginn ordentlich gestalten und war bis zum 0:1-Rückstand die bessere und spielbestimmende Mannschaft. Mit den drei Gegentreffern zwischen der 19. und 29. Minute war die Begegnung frühzeitig in die falsche Richtung gelenkt. Am Ende stand am letzten Apriltag eine verdiente 2:4-Auswärtsniederlage, da die individuelle Fehlerquote bei unserer Mannschaft einfach zu hoch war. Der Tanz in den Mai fiel daher nicht nur coronabedingt aus.

Trainer Björn Mehnert auf die Frage, woran es gelegen hat: „Ich glaube, wir haben das Spiel in den zehn bis 15 Minuten in der ersten Halbzeit verloren, als individuelle Fehler zu den Gegentoren geführt haben. Da haben wir uns das Spiel kaputt gemacht. Wir sind eigentlich sehr gut in die Begegnung gekommen und hatten zwei, drei richtig gute Chancen, aus denen wir aber kein Tor gemacht haben. Wir waren dann 15 Minuten nicht auf dem Platz bzw. haben individuelle Fehler gemacht. Dann steht es 0:3 gegen eine technisch gute Mannschaft. In der zweiten Halbzeit haben wir uns noch mal gewehrt - aber letztlich war es eine verdiente Niederlage.“

Unser sportlicher Leiter Stephan Küsters zog ein ähnliches Fazit: „Es hat mich ein bisschen an das Hinspiel erinnert, in dem wir auch überhaupt nicht gut ins Spiel gekommen waren. Heute kamen wir zumindest etwas besser rein. In den ersten 15 Minuten haben wir gut angefangen und danach haben wir uns durch individuelle Fehler selbst in die Bredouille gebracht. Wir kriegen drei Gegentore, die einfach so nicht fallen dürfen. In der zweiten Halbzeit hat die Mannschaft zwar eine Reaktion gezeigt, aber insgesamt war es zu wenig. Man muss jetzt gucken, wer die Mentalität hat - das ist es, was ich schon die ganze Zeit gesagt habe. Wir müssen uns straffen und die Saison vernünftig zu Ende bringen. Ich kann damit nicht leben, dass wir wieder mit 0:3 gegen eine Amateurmannschaft hinten liegen, wie schon im Hinspiel. Das ist einfach nicht zu akzeptieren. Die Jungs müssen sich jetzt auch straffen, um nicht das, was sie sich in der Rückrunde erarbeitet haben, mit einem Schlag kaputt zu machen. Wir müssen uns hinterfragen und gegen Essen eine Reaktion zeigen, das habe ich ja schon betont.“

Das nächste Spiel bestreitet der WSV am Samstag, den 8. Mai 2021, um 14:00 Uhr im Stadion am Zoo gegen Rot-Weiss Essen.

Spieldaten:

Aufstellung Fortuna Düsseldorf U23: 

1 Anton Mitryushkin – 19 Sebastian Woitzyk, 4 Nikell Touglo (46. 8 Enrique Lofolomo), 15 Tim Oberdorf, 27 Georgios Siadas - 18 Steffen Meuer (80. 13 Vincent Dominic Schaub), 7 Oliver Fink, 25 Phil-Thierri Sieben (84. 23 Bastian Kummer), 6 Tim Köther - 9 Timo Bornemann (75. 20 Elmin Heric), 22 Davor Lovren

Trainer: Nicolas Michaty

Aufstellung Wuppertaler SV: 

31 Sebastian Patzler – 28 Lars Bender (71. 19 Furkan Tasdemir), 27 Kevin Pytlik, 21 Noah Salau, 3 Moritz Römling - 16 Lars Holtkamp (71. 8 Daniel Grebe), 10 Kevin Rodrigues Pires, 7 Semir Saric – 9 Beyhan Ametov (71. 14 Mateo Aramburu), 48 Marco Königs, 30 Kevin Hagemann (71. Isaak Simion Akritidis)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Paul-Janes-Stadion

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Lovren (19.), 2:0 Meuer (25., Foulelfmeter), 3:0 Oberdorf (29.), 3:1 Rodrigues Pires (47., Handelfmeter), 4:1 Köther (53.), 4:2 Aramburu (87.)

Bes. Vorkommnis: Rodrigues Pires verschießt Foulelfmeter (77.)

Gelbe Karten: Touglo (42.) - /

Eckenverhältnis: 3:3

Schiedsrichter: Marco Goldmann / Assistenten: Marcel Benkhoff, Sina Diekmann

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion


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