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Sep
WSV
14:00
VfB
Samstag, 22.05.2021 -

1. Mannschaft

WSV besiegt den Bonner SC mit 4:2

Weiteres Torfestival

Am vorletzten Spieltag der Saison 2020/21 traf unser Team am heutigen Samstag auf die Mannschaft des Bonner SC. Beide Vereine feierten zuletzt Erfolge: Der WSV hatte im letzten Saisonspiel Wiedenbrück mit 5:3 besiegt und dann den Drittligisten MSV Duisburg mit einem 6:2 aus dem Pokal geschmissen. Aber auch die Gäste hatten ihre letzten zwei Saisonspiele gewonnen (Straelen 1:0 und Homberg 2:1). Im Hinspiel trennten sich beide Mannschaften 3:3-Unentschieden. Für den heimstarken WSV gab es zu Hause in dieser Spielzeit bisher elf Siege und zwei Remis, nur fünfmal musste man sich seinem Gegner geschlagen geben. Der Bonner SC holte auswärts bislang 18 Punkte. Der WSV ging als Zwölfter der Tabelle mit 51 Punkten in die Partie, Bonn belegte den 18. Platz mit 32 Zählern.

Im Vergleich zum 6:2-Pokalerfolg vom vergangenen Mittwoch gegen den MSV Duisburg nahm unser Trainer Björn Mehnert vier Änderungen vor. Anstatt Beyhan Ametov, Kevin Rodrigues Pires, Noah Salau (5. Gelbe Karte) und Marco Königs spielten Joelle Cavit Tomczak, Mateo Aramburu, Lars Holtkamp und Lars Bender von Anfang an. Der Bonner SC musste auf den gesperrten Marcel Kaiser verzichten, für ihn ging Rudolf Karl Gonzalez Vass in die Partie. Der WSV spielte in roten Trikots und blauen Hosen, der Bonner SC trat ganz in Schwarz an.

In der vierten Minute die erste Chance für den Bonner SC: Nach einer Ecke stand David Winke völlig frei vor dem Tor, aber ein super Reflex von Sebastian Patzler verhinderte die Führung der Gäste. In der sechsten Minute dann die erste Chance für den WSV. Joelle Cavit Tomczak lief in den Strafraum und wurde dort rüde von Damaschek gestoppt. Es gab Elfmeter für den WSV, den Kevin Hagemann sicher zum 1:0 verwandelte. In der 20. Spielminute die große Chance zum Ausgleich für die Gäste: Dario Schumacher zog aus 30 Metern ab - Lattentreffer. In der 23. Minute die nächste Möglichkeit für Rot-Blau nach Pass von Kevin Hagemann auf Lars Bender. Der flankte in den Strafraum der Bonner, fand dort aber leider keinen Abnehmer. In der 26. Minute fiel dann das 2:0 für den WSV: Kapitän Tjorben Uphoff passte auf Hagemann, der zog ab und Torwart Dautzenberg konnte den Ball nur abprallen lassen. Dieser flog zu Aramburu, unsere Nummer 14 schoss aus 8 Metern und traf! In der 32. Minute kam der Bonner SC zum Anschlusstreffer. Eine Ecke von Daniel Schumacher flog zu Daniel Somuah, dieser stand völlig frei vor dem Kasten des WSV und versenkte den Ball. In der 39. Minute die nächste große Chance für Rot-Blau: Hagemann lief auf den Kasten zu und konnte eigentlich selbst abschließen, entschied sich aber, auf Tomczak abzulegen, welcher jedoch nicht mehr an den Ball kam. Kurz vor der Halbzeitpause dann erneut eine große Chance für Joelle Cavit Tomczak. Hagemann legte ab, aber Tomczak verfehlte den Ball abermals. Anschließend ertönte der Halbzeitpfiff von Schiedsrichter Selim Erk und die Mannschaften zogen sich in die Kabinen zurück. Der WSV ging also mit einer knappen 2:1-Führung vom Platz.

Zu Beginn der zweiten Hälfte gab es erst mal Freistoß für Bonn. Ausgeführt von Schumacher flog dieser gefährlich in Richtung des WSV-Tores, aber Kevin Hagemann konnte klären. In der 50. Spielminute die erste Chance für den WSV in der zweiten Hälfte. Hagemann passte auf Römling, dieser zog ab, aber der Torwart der Gäste parierte sicher. In der 54. Spielminute legte Joey Paul Müller auf Tomczak ab, dieser lief an seinem Gegenspieler vorbei, aber sein Schuss war nicht platziert genug. In der 65. Spielminute der 2:2-Ausgleich für den Bonner SC. Moritz Römling verlor an der eigenen Strafraumgrenze den Ball an seinen Gegenspieler Rudolf Karl Gonzalez Vass, der frei vor Sebastian Patzler nur noch einschieben musste. Kurz danach aber die Antwort und das 3:2 für den Wuppertaler SV: Beyhan Ametov spielte zu Joel Cavit Tomczak. Unsere Nummer 13 leitete den Ball weiter auf den eingewechselten Burak Gencal und dieser tunnelte den Gästetorwart zur erneuten Führung. Sechs Minuten später die nächste große Chance für den WSV: Burak Gencal, der in der Winterpause bekanntlich aus Bonn an die Wupper gewechselt ist, legte ab auf Mateo Aramburu, der direkt schoss. Bonns Torwart ließ den Ball abprallen, so dass Aramburu zum Nachschuss ansetzen konnte, die Kugel aber am Tor vorbeizirkelte. In der 83. Minute noch eine Chance für Bonn: Nach einer Ecke kam Somuah zum Schuss, doch Joey Paul Müller klärte auf der Linie - Glück in dieser Szene für den Wuppertaler SV. In der 89. Spielminute schließlich ein hervorragender Pass von Tomczak auf Beyhan Ametov. Der lief alleine auf das Tor zu und versenkte den Ball sicher. Daniel Nesseler musste kurz vor dem Schlusspfiff noch verletzt vom Platz humpeln, nachdem er umgeknickt war. Der WSV spielte die letzte Minute der Nachspielzeit in Unterzahl herunter, bevor der Schlusspfiff ertönte und das Spiel mit 4:2 endete.

Unser Flügelflitzer Joelle Cavit Tomczak war heute ein Aktivposten in der Offensive und bereitete drei Treffer vor: „Wir sind gut in die Partie reingekommen, waren griffig in den Zweikämpfen und bekamen früh den klaren Elfmeter, den wir zum Führungstreffer nutzen konnten. Mitte der ersten Halbzeit hatten wir einen kleinen Bruch in unserem Spiel, wo wir ein wenig präsenter in den Zweikämpfen hätten agieren müssen. So ist Bonn besser ins Spiel gekommen und hatte gefährlichere Abschlüsse. Daraus ist dann auch der Anschlusstreffer zum 2:1 zustande gekommen.“ Unsere Nummer 13 sah aber auch, wie sich unsere Mannschaft wieder steigerte: „Wir haben dann wieder Gas gegeben und uns in der zweiten Halbzeit - trotz des zwischenzeitlichen Ausgleichs - belohnt und die Tore zum Sieg erzielt. Wir haben um jeden Ball gekämpft und aus meiner Sicht am Ende verdient gewonnen." Dabei hätte sich Joelle im heutigen Spiel nicht nur als Vorbereiter, sondern selbst als Torschütze präsentieren können, wie er zugab: „Das ist richtig und ich hätte sicherlich selbst drei Treffer erzielen können. Es waren wirklich gute Anspiele auf mich, aber irgendwie wollte der Ball nicht über die Linie. Beim nächsten Mal mache ich es besser.“ Einen Ausblick auf das Finale im Niederrheinpokal musste dann auch noch sein: „Wir werden nächste Woche als gesamte Mannschaft alles dafür tun, um in den DFB-Pokal einzuziehen. Diese Saison wollen wir so erfolgreich wie möglich abschließen und da ist der Gewinn im Niederrheinpokal ein großes Ziel für uns. Unsere starke Rückrunde wollen wir mit dem Pokalsieg krönen.“

Tolga Cokkosan feierte durch die Einwechslung in der 67. Minute sein langersehntes Comeback: "Ich bin froh, dass ich wieder zurückgekommmen bin, wieder im Kader stehen und die ersten Minuten machen durfte. Bonn ist natürlich noch richtig im Abstiegskampf. Darauf haben wir uns eingestellt. Wir haben das nicht mit leichter Brust angenommen, sondern jeder einzelne ist voll konzentriert in das Spiel gegangen. Wir haben das sehr, sehr gut gemacht. Wir haben eine kurze Phase gehabt, in der wir nachgelassen haben, wodurch Bonn dann auch - durch unsere eigenen Fehler - rankam. Aber am Ende haben wir das Spiel gewonnen und es gut über die Bühne gebracht." Angesprochen auf das Pokalspiel nächste Woche: "Wir haben morgen erst einmal einen Tag frei und gehen das Montag dann gut an. Wir werden uns sehr gut auf das Spiel gegen Straelen vorbereiten und voll konzentriert angreifen. Wir wollen natürlich mit einem Sieg gegen Straelen in den DFB-Pokal kommen."

Daniel Nesseler sah auch durch das heutige Spiel den außergewöhnlichen Mannschaftsgeist in dieser Saison bestätigt: "Ich bin erst einmal glücklich, dass wir 4:2 gewonnen haben. Ich glaube, diese Saison sind wir ein super Team. Das sieht man daran, dass wir nach dem 2:2 direkt das 3:2 geschossen haben. Ich hoffe, dass wir im Pokalfinale noch einmal ein Ausrufezeichen setzen und die Saison gegen Dortmund perfekt beendet werden kann." Zu seiner Verletzung am Ende konnte unsere Nummer 4 Entwarnung geben: "Ich habe kurz meinen Fuß nicht mehr gespürt, aber es ist alles gut."

Beyan Ametov, der sich wie schon gegen Duisburg in die Torschützenliste eingetragen hatte, war zufrieden: "Ich glaube, wir haben das heute ordentlich gemacht, trotz zwei, drei Veränderungen. Die Jungs haben das richtig gut gemacht. Es ging nicht mehr um viel, aber wir wollten unbedingt gewinnen und uns auf keinen Fall für das Pokalfinale schonen. Es war wichtig, dass wir uns heute noch einmal Selbstvertrauen geholt haben und jetzt konzentrieren wir uns ganz auf das Finale. Wir haben heute wieder vier Tore erzielt - in den letzten drei Spielen waren es 15 Tore, das ist schon eine Qualität. Jetzt müssen wir versuchen, im Finale vor allem in der Defenive wenig Fehler zu machen. Aber da bin ich guter Dinge. Offensiv klappt es derzeit sehr, sehr gut."

Wie sah WSV-Trainer Björn Mehnert das dritte Torspektakel innerhalb der letzten acht Tage? „Ich habe den Jungs vor dem Spiel gesagt, dass wir heute nicht für irgendeinen anderen spielen, sondern für uns in der Pflicht stehen. Wir wollten die letzten beiden Spiele bestätigen und uns für das Pokalfinale nächste Woche gegen den SV Straelen Selbstvertrauen holen. Das haben die Jungs gemacht. Zwar gab es defensiv die eine oder andere Nachlässigkeit, das muss man auch klar ansprechen, aber nach vorne hatten wir immer wieder gefährliche Aktionen und Qualität, sodass wir am Ende des Tages einen verdienten Sieg eingefahren haben.“

Das nächste Spiel bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 29. Mai 2021 um 13:00 Uhr, im Finale des Niederrheinpokals gegen den SV Straelen in der MSV-Arena in Duisburg.

Spieldaten:

Aufstellung Wuppertaler SV:

31 Sebastian Patzler – 28 Lars Bender, 5 Tjorben Uphoff, 27 Kevin Pytlik (46. 4 Daniel Nesseler), 3 Moritz Römling (67. 22 Tolga Cokkosan) – 16 Lars Holtkamp (69. 53 Burak Gencal), 6 Joey Paul Müller – 13 Joelle Cavit Tomczak, 7 Semir Saric, 30 Kevin Hagemann (63. 9 Beyhan Ametov) – 14 Mateo Aramburu

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung Bonner SC:

25 Justin Dautzenberg – 12 Daniel Günther Schaal (72. 44 Nils Texeira), 21 David Theodor Winke, 5 Marian Sarr, 30 Marcel Damaschek – 13 Dario Bezerra Ehret (78. 16 Luis Felipe Monteiro), 26 Dominik Bilogrevic (87. 19 Alexander Nii Tackie Sai), 9 Marcel Kaiser, 29 Rudolf Karl Gonzalez Vass, 18 Masaaki Takahara (46. 24 Serhat Semih Güler) – 17 Daniel Somuah

Trainer: Björn Joppe

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 0

Tore: 1:0 Hagemann (6., Foulelfmeter), 2:0 Aramburu (26.), 2:1 Somuah (32.), 2:2 Gonzalez Vass (65.), 3:2 Gencal (70.), 4:2 Ametov (89.)

Gelbe Karten: Pytlik (38.), Holtkamp (68.) – Monteiro (80.), Schumacher (90.+1)

Ecken: 2:6

Schiedsrichter: Selim Erk / Assistentin: Nadine Westerhoff / Assistent: David Hennig

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - Bonner SC 20/21

Fotos von: Jochen Classen

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