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Freitag, 17.09.2021 -

1. Mannschaft

Gegenspieler: VfB Homberg

Unser Stadionmagazin neunzehn54 stellt den morgigen Gegner vor

Seit dem Aufstieg 2019 erweist sich der VfB Homberg trotz Wettbewerbsnachteilen in der Regionalliga West stets als kompakter, unangenehmer und schwer zu bespielender Gegner, was der WSV mehrfach am eigenen Leib erfahren musste. Die beiden 3:1-Erfolge der Rot-Blauen in der Saison 2019/20 standen lange auf des Messers Schneide und konnten erst in den Schlussminuten gesichert werden. 2020/21 gewann Homberg das Hinspiel mit 2:1, der WSV das Rückspiel mit demselben Ergebnis. Natürlich zählt für die Duisburger auch 2021/22 nur ein Ziel: Der Klassenerhalt.

Wie das berühmte gallische Dorf erwehrt sich der VfB Homberg seit dem Regionalliga-Aufstieg schier unbeugsam den Angriffen der finanzstärkeren, größeren Vereine. Es ist nicht hoch genug einzuschätzen, wie die Spieler des VfB die Doppelbelastung aus Hauptberuf und Fußball meistern und mit Hingabe und Leidenschaft Gegenspielern Paroli bieten, die sich oftmals auf den Sport als Hauptberuf konzentrieren können und insofern auch ganz andere Regenerationsphasen zur Verfügung haben, während so mancher VfB-Akteur weit über seine Schmerzgrenze hinaus spielen muss. Einerseits konnte der VfB zwar auch nur durch formelle Besonderheiten - nämlich den coronabedingten Änderungen bei der Abstiegsregel - zweimal die Klasse halten, andererseits ist den Gelb-Schwarzen sportlich bereits Außergewöhnliches gelungen: So blieb die Mannschaft von Trainer Sunay Acar zum Beispiel 2020/21 gegen Aufsteiger Borussia Dortmund U23 ungeschlagen (0:0, 2:2) und 2019/20 gewann sie auswärts bei Rot-Weiss Essen mit 2:0.

Zum besonderen Weg des VfB Homberg gehört, dass sich die Verantwortlichen aufgrund des Mini-Etats immer wieder mit Kaderumbrüchen auseinandersetzen müssen - so auch in diesem Sommer: Ricardo Antonaci (39 Einsätze), Marvin Lorch (37), Said Harouz (31), Jeffrey Malcherek (31), Danny Rankl (30), Nicolas Hirschberger (27), Necirwan Khalil Mohammad (27), Samed Yesil (22), Clinton Asare (20), Nurettin Kayaoglu (19), Cottrell Ezekwem (16) - die Liste der Spieler mit hohen Einsatzzahlen, die Trainer Sunay Acar in der Saison 2021/22 nicht mehr zur Verfügung stehen, weil sie den Verein verließen, ist lang. Noch dazu verlor man mit Danny Rankl (9 Tore) und Marvin Lorch (7) seine beiden Toptorjäger.

Mit jungen, ehrgeizigen Spielern zum Ziel

Da man beim VfB Homberg potenzielle Neuzugänge nicht mit Geld anlocken kann, setzt man in erster Linie auf junge, ehrgeizige Spieler, die bereit sind, sich in hohem Maße mit dem Verein und seinem speziellen Weg zu identifizieren. Darüber hinaus möchte man den Kader mit einigen wenigen regionalligaerfahrenen Spielern anreichern. Zwei Akteure, die dieses Kriterium erfüllen, sind in Wuppertal bestens bekannt: Der 29-jährige Innenverteidiger Babacar M‘Bengue bringt die Erfahrung von 65 Einsätzen in der Regionalliga West mit und trug bis 2011 sowie im Zeitraum von Juli 2016 bis August 2017 das rot-blaue Trikot. Tim Wendel-Eichholz (32 Jahre, defensives Mittelfeld) lief in der Saison 2020/21 neunmal für den WSV auf, stand aber auch schon 80 Mal in der 3. Liga und über 100 Mal in der Regionalliga auf dem Platz. Die gewünschte Regionalligaerfahrung bringt auch das Oberhausener Duo Jan Wellers (defensives Mittelfeld, 22 Regionalligaeinsätze) und Kofi Twumasi (defensives Mittelfeld, 18 Regionalligaeinsätze, im Sommer 2020 im Probetraining beim WSV) mit. Darüber hinaus war man in Homberg darauf angewiesen, Akteure aus U19-Teams oder unterklassigen Vereinen zu verpflichten. Für Tore sollen künftig u.a. Spieler wie Jan-Niklas Pia (21 Jahre) und Jonas Pfalz (20 Jahre) sorgen, die beide von Borussia M‘gladbach U23 kamen.

Wie schwer es der VfB Homberg auch in der Saison 2021/22 haben wird, machte der Start direkt deutlich: Von den ersten fünf Spielen konnte man nur eins gewinnen (1:0 beim SV Rödinghausen) und ging gleich dreimal als Verlierer vom Platz (0:2 gegen Borussia M‘gladbach U23, 0:2 bei den Sportfreunden Lotte, 1:2 gegen Rot Weiss Ahlen). Doch wie gewohnt wird man in Homberg nicht die Nerven verlieren, sondern weiter akribisch an den besonderen (Erfolgs-)Momenten arbeiten, die am Ende für den Klassenerhalt sorgen sollen. Niemand darf übersehen, dass viele Spieler aus dem Kader ihre erste Regionalligasaison absolvieren und die Mannschaft somit zunächst, bei allem vorhandenen Potenzial, noch wachsen muss.

Quelle: neunzehn54

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