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Samstag, 18.09.2021 -

1. Mannschaft

WSV gewinnt auch gegen Homberg

Unser Kapitän Felix Backszat trifft doppelt, ehe Marco Königs mit dem Schlusspfiff den Sack zumacht

Im Vergleich zum 2:1-Erfolg unter der Woche am Flinger Broich gegen die U23 von Fortuna Düsseldorf nahm unser Trainer Björn Mehnert eine Änderung in der Startelf vor: Durim Berisha feierte nach seiner Verletzung sein Pflichtspieldebut in rot-blau. Für ihn nahm Kevin Pytlik auf der Bank Platz. Gästetrainer Sunay Acar brachte nach der 0:3-Niederlage in Essen Ahmad Jafari und Maurice Hauser für Mike Koenders und Jan-Niklas Pia.

Der WSV übernahm von Beginn an die Kontrolle über das Spiel und setzte die Gäste schon in deren Hälfte unter Druck. Das zahlte sich aus: Jannis Kübler legte mit Übersicht aus dem Strafraum zurück auf den von hinten heranrauschenden Felix Backszat, der von der Strafraumkante platziert ins linke Eck einschoss - 1:0 (9.). Kevin Hagemann, Jannis Kübler, Semir Saric und Felix Backszat wechselten ständig die Position und schafften es so immer wieder, Räume in der Homberger Defensive zu öffnen. Doch mit dem ersten Angriff der Gäste fiel direkt der Ausgleich: Lion Schweers traf seinen Gegenspieler beim Klärungsversuch am Fuß - Elfmeter und Ausgleich durch Pascale Talarski (16.). Der WSV versuchte in der Folge weiter nach vorne zu spielen, agierte aber nicht mehr so konzentriert und zielstrebig. Die Gäste verteidigten aufmerksam und fanden jetzt auch ihrerseits öfters den Weg nach vorne, ohne jedoch wirklich gefährlich zu werden. Kurz vor der Pause drückte der WSV wieder auf den Führungstreffer: Erst ging Philipp Hankes Schuss links vorbei (39.), wenig später verpasste Kevin Hagemann eine Flanke von Noah Salau im Strafraum nur knapp. Besser machte es dann ein weiteres Mal Felix Backszat, der den WSV - wiederum aus dem Rückraum - erneut in Führung brachte - 2:1 (45.).

Nach der Pause kontrollierte unsere Mannschaft weiter das Spiel, ohne jedoch mit letzter Entschlossenheit auf das 3:1 zu spielen. Trotzdem ergaben sich durch Philipp Hanke, dessen Distanzschuss nur Zentimeter am Tor vorbeiging (55.), und ein Fast-Eigentor von Kofi Twumasi (61.) Chancen auf das 3:1. Auf der Gegenseite prüfte Maurice Opfermann Arcones Sebastian Patzler aus kurzer Distanz. Danach wurde es bei zwei Freistößen von Semir Saric von der linken Seite gefährlich: Den ersten verlängerte ein Homberger per Kopf auf die Latte (73.), beim zweiten Versuch köpfte Lion Schweers knapp über das Tor (76.). Zu diesem Zeitpunkt des Spiels verpasste es der WSV, mit einem Treffer den Deckel draufzumachen. Die Gäste drückten zwar nicht unbedingt auf den Ausgleich, hatten nach zahlreichen Wechseln jetzt aber mehr Offensivspieler auf dem Platz und kamen aus der Distanz zu Torabschlüssen. In der 90. Minute wurde es dann noch mal spannend: Erst konterte der WSV mit 3 gegen 2, doch Marco Königs versprang ohne Gegenspieler der Ball. Im Gegenzug verzog Ahmad Jafari im Strafraum nur knapp. Doch dann sorgte der WSV für klare Verhältnisse: Semir Saric setzte sich an der Außenlinie gegen seinen Gegenspieler durch, legte in die Mitte auf Marco Königs, der sich in der Luft um die eigene Achse drehte und den Ball ins Tor beförderte - 3:1 (90.+2). Danach war Schluss.

Der WSV fuhr den zweiten Sieg in Folge ein und kletterte auf den dritten Tabellenplatz. Unsere Mannschaft nutzte jedoch wie in Düsseldorf einige Chancen nicht, sodass die insgesamt offensiv zu harmlosen Gäste kurz vor Schluss durch Ahmad Jafari fast noch den Ausgleich erzielt hätten.

Trainer Björn Mehnert sah nach dem Spiel ein hartes Stück Arbeit: "Wir haben uns schwergetan bzw. ich glaube, wir hätten es einfacher haben können. Wir sind am Anfang in den ersten fünfzehn Minuten gut ins Spiel gekommen, hatten in dieser Phase auch direkt ein, zwei Chancen und haben verdient das 1:0 erzielt. Danach war ein Bruch im Spiel. Wir hatten nicht mehr die Kontrolle und haben den Gegner aufgebaut, indem wir zu weit weg waren. Wir haben daraufhin das System umgestellt, um wieder mehr Kontrolle zu bekommen und konnten kurz vor der Halbzeit das 2:1 erzielen. Nach der Halbzeit haben wir - bis zu einer gewissen Phase - das Spiel auch wieder kontrolliert. Mit einem frühzeitigen 3:1 wäre mehr Ruhe gewesen. Am Ende mussten wir bei Kontersituationen des Gegners dann sogar nochmal zittern, haben aber noch das 3:1 erzielt. Ich glaube, es war ein verdienter, aber hart umkämpfter Sieg."

Sommerneuzugang Durim Berisha war nach seinem Pflichtspieldebüt glücklich: "Es war einfach ein geiles Gefühl, vor den Fans zu spielen. Mit diesen super Fans und in diesem super Stadion fühlt man sich direkt wohl. Es hat mich natürlich total gefreut, nach einer langen Zeit mal wieder gespielt und mein Debüt gegeben zu haben. Umso glücklicher bin ich mit den drei Punkten zu Hause. Und nun wollen wir nächste Woche in Münster die nächsten drei Punkte wegschnappen. Es war zwar nicht unser bestes Spiel, aber aus solchen Spielen lernt man und auch solche Partien muss man gewinnen. Wir hätten den Deckel schon vorher draufmachen können. Aber es zeigt unsere Klasse, dass wir im Nachhinein immer noch ein Tor schießen können, die Qualität dazu haben wir."

Kevin Pytlik hatte lobende Worte für den Gast übrig: "Von Außen betrachtet haben wir es uns zu leicht vorgestellt. Mit dem Elfmeter kommt Homberg ran. Im Großen und Ganzen haben wir das Spiel trotzdem kontrolliert und machen das 2:1. Homberg war aber immer Spiel und man muss ihnen auch einmal ein Kompliment machen. Es ist eine eklige Truppe, die immer alles gibt und reinhaut. Es ist nicht so einfach, dagegen zu bestehen. Es war schwierig, aber am Ende doch verdient." Auf die Frage, warum er nicht spielte, antwortete unsere Nr. 27: "Ich hatte nach dem Spiel in Düsseldorf etwas Probleme mit der Muskulatur am Oberschenkel. Deswegen sind wir auf Nummer sicher gegangen und ich habe eine Pause eingelegt. Das ist in Ordnung, die Jungs haben gewonnen, das ist das Wichtigste."

Niklas Heidemann zog folgendes Fazit und blickte bereits voraus auf die kommende Partie gegen seinen Ex-Verein: "Es war mehr Arbeit als wir eigentlich wollten. Wir haben gut angefangen und sind in Führung gegangen - also genau das, was du in so einem Spiel als Dosenöffner brauchst. Doch dann wird es unglücklich, da wir einen Elfmeter bekommen. Da waren wir nicht wach und haben zu passiv verteidigt. Dennoch haben wir die Qualität, so ein Spiel zu drehen. Die ersten Spiele sind jetzt rum und wir haben langsam Konstanz drin. Es ist hier für mich wie nach Hause gekommen zu sein, die Jungs sind immer noch im Kern bekannt. Auf das nächste Spiel freue ich mich riesig. Ich bin in Münster mit einem lachenden und einem weinenden Auge gegangen. Es war eine sehr, sehr schöne und familiäre Zeit und ich freue mich auf die Jungs."

Jannis Kübler zeigte sich selbstkritisch: "Ich glaube, es war kein gutes Spiel von uns, aber am Ende zählt der Sieg. Darüber sind wir froh. Wir sind gut reingekommen, haben es dann aber verpennt, das zweite Tor zu machen. So ist das Spiel ein bisschen vor sich hingelaufen und wir haben noch ein unnötiges Gegentor bekommen. Aber im Endeffekt sind wir froh, dass wir gewonnen haben. Das Spiel war die ganze Zeit offen, das war das einzige Manko."

Das nächste Meisterschaftsspiel bestreitet der WSV am Sonntag, den 26.09.2021 um 14:00 Uhr bei Preußen Münster.

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 21 Noah Salau, 25 Lion Schweers, 22 Durim Berisha (64. 2 Moritz Montag), 33 Niklas Heidemann - 5 Felix Backszat, 6 Jannis Kübler (64. 11 Xhuljo Tabaku) - 4 Philipp Hanke (81. 26 Dominik Bilogrevic) 7 Semir Saric, 9 Kevin Hagemann - 18 Roman Prokoph (56. 48 Marco Königs)

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung VfB Homberg:

26 Philipp Gutkowski - 2 Jan Wellers (68. 17 Pascal Gurk), 15 Kofi Twumasi, 14 Thorsten Kogel, 19 Justin Walker (74. 21 Jonas Pfalz) - 5 Pierre Nowitzki, 8 Maximilian Adamski - 23 Maurice Opfermann Arcones, 10 Pascale Talarski, 7 Maurice Hauser (46. 13 Mike Koenders) - 6 Ahmad Jafari

Trainer: Sunay Acar

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 1.436

Tore: 1:0 Backszat (9.), 1:1 Talarski (16., Foulelfmeter), 2:1 Backszat (45.), Königs (90.+2)

Gelbe Karten: Schweers (80.), Küsters (85.) - Jafari, Kogel (90.+1)

Ecken: 3:3

Schiedsrichter: Marco Goldmann / Assistenten: Marcel Benkhoff, Claas Steenebrügge

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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