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Mittwoch, 06.10.2021 -

1. Mannschaft

„Ich bin stolz auf die Jungs!“

Unser Stadionmagazin neunzehn54 im Gespräch mit Kevin Rodrigues Pires

Seit einem Jahr zieht Kevin Rodrigues Pires die Fäden im Mittelfeld unserer Mannschaft – seit diesem Sommer ist er zusammen mit Felix Backszat auch Kapitän. Die neunzehn54-Redaktion hat sich für Ausgabe 4 des WSV-Stadionmagazins mit ihm über seine größten sportlichen Erfolge, schönsten Erinnerungen sowie den Start in die neue Saison unterhalten.

Hallo Kevin, wann und wo hast du mit dem Fußballspielen angefangen?

Als gebürtiger Kölner habe ich mit dreieinhalb Jahren bei Borussia Kalk begonnen. Über Fortuna Köln bin ich dann in die F-Jugend von Bayer Leverkusen gewechselt.

Erinnerst du dich gerne an deine Einsätze für die portugiesische U19-Nationalmannschaft zurück?

Ja, klar. Das waren sehr schöne Erfahrungen, die ich miterleben durfte und die für immer in Erinnerung bleiben. Ich habe damals gegen Deutschland, die USA und Finnland gespielt und noch viele schöne Bilder zuhause. Zu Pelé, der in Portugal erste Liga gespielt hat, Cédric Soares von Arsenal FC und Danilo Pereira von Paris Saint-Germain habe ich heute noch Kontakt.

Hat man damals schon gesehen, wer ganz nach oben kommen könnte?

Damals hat man das eigentlich nicht gemerkt. Wir waren alle sehr, sehr auf unsere Technik fixiert – wie gefühlt alle Südländer (lacht).

Im Seniorenbereich hast du für die U23 von Schalke 04, Rot-Weiss Essen, den TSV Steinbach, die Sportfreunde Lotte und Preußen Münster gespielt. Wo hattest du deine erfolgreichste Zeit bislang?

Die erfolgreichste Zeit meiner Karriere hatte ich in Lotte. Dort sind wir 2016 in die dritte Liga aufgestiegen. Danach haben wir in der Liga souverän die Klasse gehalten und sind im DFB-Pokal mit Siegen gegen Werder Bremen, Bayer Leverkusen und 1860 München bis ins Viertelfinale gekommen. Dort war dann erst gegen Borussia Dortmund Schluss. Das sind schöne Erinnerungen.

Ist dir der Sprung von der Regionalliga in die 3. Liga schwergefallen?

Der Unterschied zwischen den vier, fünf Topmannschaft der Regionalliga zu den Mannschaften der 3. Liga ist gar nicht mal so groß. Dort kommt es aber sehr viel mehr auf die Physis und eine größere Robustheit an. Aber ansonsten ist da kein großer Unterschied.

Wie zufrieden bist du mit dem Saisonstart?

Wenn ich sagen würde, dass ich nicht zufrieden bin, würde ich lügen. Ich glaube, dass wir solch einen Start hinlegen, hätte keiner gedacht. Es hätten ein, zwei Punkte mehr sein können – aber gut, genauso vielleicht auch ein, zwei Punkte weniger. Von daher sind wir ganz gut aufgestellt – so kann es weitergehen!

In der vergangenen Saison war die Mannschaft im Umbruch. Was hat sich seitdem verändert?

Man muss der Mannschaft, die im Winter das Ruder rumgerissen hat, ein großes Kompliment machen. Damals sind die Spieler, die geblieben sind und die Neuzugänge sehr schnell zusammengewachsen. Auch jetzt haben sich die neuen Spieler wieder sehr, sehr gut integriert. Es passt charakterlich. Ich finde, dass wir auch in der Rückrunde super Fußball gespielt haben. Natürlich haben wir jetzt noch einmal Qualität dazubekommen – die tut bekanntlich immer gut. In der Rückrunde hatten wir im Kampf gegen den Abstieg mehr Druck, jetzt können wir befreiter aufspielen. Ich bin stolz auf die Jungs und wenn wir so weitermachen, können wir viel erreichen.

Gegen RWE habt ihr knapp verloren, gegen Fortuna Köln 1:1 gespielt. Seid ihr mit diesen Teams bereits auf Augenhöhe?

In den letzten Spielen sind wir noch mehr zusammengerückt. Die Abstände und die Absprachen auf dem Platz stimmen jetzt viel besser als am Anfang. Gegen Fortuna Köln hatten wir die besseren Chancen – mit Fortuna sind wir, glaube ich, schon auf Augenhöhe. Essen hat den Kader größtenteils zusammengehalten und deswegen bereits eine eingespielte Mannschaft. Wir wollen aber eigentlich gar nicht so sehr auf die anderen, sondern auf uns schauen – und dabei von Spiel zu Spiel.

Was zeichnet dich als Spieler aus?

Ich bin ein spielerisch und technisch versierter Fußballer, der sich gut aus engen Situationen lösen kann. Ich habe einen guten Überblick über das Spiel und sehe die Räume, die bespielt werden können. Das sind die Punkte, in denen ich mich stark sehe. Aber ich glaube, es ist immer besser, wenn andere das beurteilen.

Wo kannst du dich noch verbessern?

Durch meine Größe habe ich natürlich Schwächen im Kopfballspiel und im Zweikampfverhalten. Trotzdem sind auch das Punkte, die ich immer verbessern möchte. Außerdem würde ich gerne noch torgefährlicher werden.

Zuletzt habt ihr häufig mit Dreier- statt mit Viererkette gespielt. Was liegt dir mehr?

Ich spiele in beiden Formationen gerne. Es kommt natürlich immer auf die Spielweise des Gegners und die Tagesform an. Gegen Homberg hat der Trainer in der Halbzeit auf Viererkette umgestellt – das hat dann besser funktioniert.

Was machst du außerhalb des Fußballplatzes?

Ich bin ein Familienmensch und unternehme viel mit meiner Freundin und unserem Kind. Ansonsten gehe ich gerne mit Freunden etwas essen oder trinken - wie viele andere auch.

Hast du denn Wuppertal bereits ein wenig erkundet?

Nein, leider nicht. Ich war nur mal etwas essen, aber wegen Corona war ja auch nicht so viel los.

Ihr könnt ja mal in den Wuppertaler Zoo gehen …

Das werden wir machen!

Danke für das Gespräch, Kevin!

Quelle: neunzehn54

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