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Dez
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WSV
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Samstag, 23.10.2021 -

1. Mannschaft

2:0-Sieg beim KFC Uerdingen in Velbert

Marco Königs und Kevin Rodrigues Pires erzielen die späten Tore

Am 13. Spieltag der Regionalliga West fuhr der Wuppertaler SV ins Stadion Velbert zur Auswärtspartie gegen den KFC Uerdingen, der seine Heimspiele in dieser Saison nicht im Grotenburg-Stadion austragen kann. Die tabellarische Ausgangslage und somit auch die Favoritenrolle waren vor der Begegnung klar verteilt: Der Tabellenzweite WSV (23 Punkte) hatte seit neun Ligaspielen nicht mehr verloren, der in akuter Abstiegsgefahr befindliche KFC Uerdingen (6 Punkte) in 12 Partien überhaupt erst einmal gewonnen.

Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zum 1:1-Unentschieden gegen Rot-Weiß Oberhausen aus der vergangenen Woche eine personelle Änderung in der Startelf vor: Jannis Kübler rückte für den nicht vollständig fitten Noah Salau ins Team, was auch die taktische Umstellung von Dreier- auf Viererabwehrkette zur Folge hatte.

Die 1.510 Zuschauer im Stadion Velbert sahen von Beginn an das erwartete Spiel. Uerdingen stand tief, oftmals mit zehn Akteuren hinter dem Ball, und lauerte auf Konter. Umschaltsituationen liefen im Mittelfeld häufig über den Ex-WSVer Marco Cirillo, der wiederum mit Pässen in die Spitze den Ex-WSVer Shun Terada suchte. Die insgesamt spielerisch überlegenen Gäste hatten gegen kämpferisch starke Uerdinger zwar mehr Ballbesitz, aber Mühe, daraus resultierend gefährliche Torchancen zu kreieren. Ein Schuss von Semir Saric aus halblinker Position im Sechzehner ging rechts am Kasten vorbei (8. Minute) und als Phillipp Aboagye eher zufällig zum Abschluss kam, flog der Ball zentral in die Arme des Uerdinger Keepers Jonas Brendieck (37.). Auf der Gegenseite war bei den Uerdinger Kontern Sebastian Patzler stets auf dem Posten, sowohl bei einem Schuss von Marco Cirillo von der Strafraumgrenze (32.), als auch bei einem Abschluss von Leon Augusto in Richtung kurze Ecke (40.). Somit ging es dem Spielverlauf entsprechend torlos in die Halbzeit.

In den zweiten 45 Minuten sahen die Zuschauer ein nahezu unverändertes Bild. Auf Seiten des WSV blieb es zunächst bei Halbchancen. Ein Schuss von Semir Saric senkte sich noch gefährlich in Richtung rechtes oberes Toreck, ging aber letztlich über den Kasten (54.). Roman Prokoph kam nach Flanke von rechts von Philipp Hanke im Strafraum zum Kopfball, der jedoch kein Problem für Jonas Brendieck darstellte (69.). Uerdingen kam nun seltener zu gefährlichen Kontersituationen, aber der WSV agierte - obwohl Björn Mehnert offensiv gewechselt und mit Marco Königs einen zweiten Stürmer gebracht hatte - seinerseits nicht zwingend und zielstrebig genug. Bis zur 80. Spielminute: Philipp Hanke fand mit einer Flanke von rechts den eingewechselten Marco Königs, der im Strafraum den Ball mit der Brust annahm und ihn anschließend unwiderstehlich zum viel umjubelten 1:0 unter die Latte setzte! Vier Minuten später rauschte ein Schuss von Kapitän Felix Backszat knapp rechts am Tor vorbei.

Je mehr die Begegnung ihrem Ende zuging, desto hektischer wurde es auf dem Rasen und desto mehr öffnete der KFC, sodass sich plötzlich auch für den WSV Räume ergaben. In der 87. Minute hatten jedoch die Uerdinger Zuschauer den Torschrei bereits auf den Lippen: Nach einem Gewühl im Strafraum fiel dem eingewechselten Justin Neiß der Ball vor die Füße, der völlig freistehend aus acht Metern rechts am Tor vorbeischoss. In der Nachspielzeit dann die Entscheidung zugunsten der Gäste: Der eingewechselte Kingsley Sarpei konnte im Strafraum nur durch ein Foul gestoppt werden und Kevin Rodrigues Pires setzte - in seinem 50. Pflichtspiel für den WSV - mit dem verwandelten Elfmeter den Schlusspunkt unter die Partie.

Nach dem Schlusspfiff durften sich unsere Jungs über einen hart erkämpften 2:0-Arbeitssieg sowie das zehnte ungeschlagene Ligaspiel in Folge freuen:

Sebastian Patzler: "Es war eine sehr schwierige Geburt heute, aber am Ende gibt es für so ein Spiel auch nur drei Punkte, egal ob du 11:2 oder 1:0 gewinnst. Die drei Punkte wollten wir heute mit nach Hause nehmen und das haben wir zum Glück gemacht, auch wenn wir uns nicht mit Ruhm bekleckert haben. Am Ende des Tages ist Fußball Ergebnis-Sport und wir sind froh, dass wir heute gewonnen haben."

Kevin Pytlik: "Die erste Halbzeit war von uns nicht gut, sondern eher sehr schwach. Die zweite Halbzeit war ganz gut. Aber es gibt so Tage, an denen wir schlecht spielen und trotzdem versuchen müssen, drei Punkte zu holen - und das haben wir heute geschafft. Trotz einer nicht so guten Leistung drei Punkte zu holen ist das Wichtigste. Gegen Wiedenbrück müssen wir uns steigern und besser spielen als heute, denn dieses Spiel wird noch schwieriger. Aber auch da wollen wir drei Punkte holen!"

Kingsley Sarpei: "Es war ein schweres Spiel. Im Endeffekt haben wir den Sieg geholt und das ist das Einzige, was heute zählt. Die Fans waren heute super!"

Niklas Heidemann: "Es war ein Derby-Kampfsieg. Wir haben uns wirklich zerrissen, aber die erste Halbzeit war nicht gut. Die Einwechslungen waren heute sehr gut, alle haben gebrannt. In der zweiten Halbzeit haben wir es dann zu unseren Gunsten gebogen. Wir haben endlich mal wieder mit den Fans feiern können, die haben richtig Stimmung gemacht."

Am 14. Spieltag der Regionalliga West trifft unsere Mannschaft in einer Woche (Samstag, 30. Oktober 2021) im Heimspiel auf den SC Wiedenbrück. Anstoß im Stadion am Zoo ist um 14:00 Uhr.

Spieldaten:

Aufstellung KFC Uerdingen:

1 Jonas Brendieck - 5 Pepijn Schlösser, 3 Leonel Kadiata, 4 Jesse Sierck, 2 Jason Prodanovic - 7 Luca Jensen, 10 Marco Cirillo (76. 15 Marcel Kretschmer) - 8 Leon Augusto (60. 13 Justin Neiß), 6 Noe Baba (88. 14 Joshua Yeboah), 11 Connor Klossek - 9 Shun Terada (84. 17 Chrysanth Mallek)

Trainer: Dmitry Voronov

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 14 Philipp Hanke, 27 Kevin Pytlik, 22 Durim Berisha, 33 Niklas Heidemann - 10 Kevin Rodrigues-Pires, 5 Felix Backszat, 6 Jannis Kübler (55. 48 Marco Königs) - 7 Semir Saric (90. 11 Xhuljo Tabaku), 23 Phillip Aboagye (63. 29 Kingsley Sarpei) - 18 Roman Prokoph (90.+3 26 Dominik Bilogrevic)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Stadion Velbert

Zuschauer: 1.510

Tore: 0:1 Königs (80.), 0:2 Rodrigues Pires (90.+6, Foulelfmeter)

Gelbe Karten: Baba (2.), Yeboah (90.+4) - Heidemann (76.), Hanke (90.+1), Bilogrevic (90.+4)

Ecken: 5:7

Schiedsrichter: Dominik Mynarek / Assistenten: Christian Scheper, Tobias Esch

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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