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Samstag, 30.10.2021 -

1. Mannschaft

0:0 gegen den SC Wiedenbrück

Die beiden stärksten Abwehrreihen der Regionalliga West lassen nichts zu

Am 14. Spieltag empfing der WSV am heutigen Nachmittag im Stadion am Zoo den SC Wiedenbrück. Dabei trafen die beiden stärksten Abwehrreihen der Regionalliga West aufeinander. Unser Gast stand nach zwölf Begegnungen bei acht Gegentoren, unsere Mannschaft nach 13 absolvierten Partien bei neun Gegentreffern. Im Vergleich zum 2:0-Auswärtserfolg in der Vorwoche beim KFC Uerdingen nahm unser Trainer Björn Mehnert zwei Änderungen in der Startelf vor: Für Jannis Kübler und Phillip Aboagye begannen Dominik Bilogrevic und Marco Königs. Im Kader der Gäste trugen mit Julian Meier, Said Harouz und Ufumwen Osawe drei Akteure in der Vergangenheit schon einmal das WSV-Trikot. Seit dem 3:1-Erfolg am 25. November 2011 konnte der WSV gegen den SC Wiedenbrück zu Hause nicht mehr gewinnen. Bei Dauerregen und Temperaturen um 11 Grad Celsius lief der WSV in rot-blau, die Gäste komplett in weiß auf.

Bereits in der dritten Minute fast der Führungstreffer für den WSV. Eine Ecke von Philipp Hanke wurde per Kopf an den zweiten Pfosten verlängert, wo Roman Prokoph den Ball aber nur an den Pfosten setzen konnte. Im Gegenzug verfehlte Ufumwen Osawe nach Vorarbeit von Lukas Demming mit einem Flachschuss nur knapp das Wuppertaler Gehäuse (4.). In einem zu Beginn munteren Spiel ging es auf und ab. Nach einem weiten und hohen Pass von Durim Berisha verlängerte Roman Prokoph per Kopf auf Marco Königs, der den Ball aus 14 Metern direkt nahm, aber deutlich am linken Torpfosten vorbeisetzte (14.). Danach verflachte die Begegnung bis zur 41. Minute, als Semir Saric einen Freistoß nach Foul an Roman Prokoph aus 17 Metern knapp am Wiedenbrücker Gehäuse vorbeischlenzte. Torlos gingen beide Teams in die Halbzeitpause.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine und machten direkt Dampf. Der in der ersten Halbzeit eingewechselte Said Harouz schickte Leon Tia steil, der in den Strafraum einzog, aber bedrängt aus halbrechter Position nur an das Außennetz abschließen konnte (47.). Auf der anderen Seite spielte Niklas Heidemann einen Doppelpass mit Marco Königs und traf aus halblinker Position ebenfalls nur das Außennetz (49.). In der 63. Minute fasste sich Durim Berisha aus 30 Metern Entfernung ein Herz, doch sein strammer Schuss ging knapp rechts vorbei. Nur eine Minute später die bis dahin größte Tormöglichkeit des Spiels: Roman Prokoph wurde steil geschickt und lief alleine in den Strafraum, schloss jedoch etwas zu schnell aus etwa 14 Metern ab und setzte den Ball links neben das Tor. Wiederum nur zwei Minuten später zielte Niklas Heidemann per Direktabnahme nach einer Flanke von Semir Saric von der rechten Seite rechts am Pfosten vorbei. Der WSV versäumte es, in dieser Drangphase in Führung zu gehen. In der 78. Minute enteilte der eingewechselte Phillip Aboagye im 1:1-Laufduell seinem Gegenspieler und umdribbelte Wiedenbrücks Schlussmann Marcel Hölscher, der weit aus seinem Strafraum geeilt kam. Leider versprang unserer Nummer 23 der Ball auf seinem weiteren Weg, sodass es nicht zum 1:0 reichte (78.). In der 82. Minute nach langer Zeit mal wieder ein Lebenszeichen der Gäste, als Said Harouz aus 17 Metern abschließen konnte, das Spielgerät aber links vorbeiging. In der 87. Minute dann fast der Lucky Punch für Wiedenbrück, als David Hüsing den völlig freistehenden Manfredas Ruzgis im WSV-Strafraum anspielte, dieser den Ball aber zum Glück nur an den linken Außenpfosten setzte. In der Nachspielzeit vergaben noch einmal Felix Backszat und Said Harouz auf beiden Seiten jeweils eine gute Abschlussmöglichkeit.

Nach 90 intensiven Minuten auf tiefem Geläuf trennten sich beide Mannschaften 0:0-Unentschieden, da es der WSV in seiner Drangphase Mitte der zweiten Halbzeit versäumte in Führung zu gehen.

Stürmer Marco Königs, der heute wieder in der Startelf stand, war nach dem Abpfiff nicht zufrieden: „Sehr ärgerlich, mir fehlen etwas die Worte, denn ich denke, wir haben ein super Spiel gemacht. Wir hatten unfassbar viele Chancen, aus denen wir leider kein Tor gemacht haben. Es ist ärgerlich, dass der Ball heute nicht reingehen wollte. Mund abputzen, nächste Woche geht es weiter, da müssen wir in Köln gewinnen."

Verteidiger Kevin Pytlik sah es ähnlich: „75 Minuten war es ein Spiel auf ein Tor. Am Ende ist uns die Kraft etwas weggegangen und Wiedenbrück hat zwei, drei Chancen bekommen. Ansonsten haben wir das Spiel dominiert. Wir haben nicht übertrieben viele Chancen kreiert, aber es ist schade, dass der Ball nicht mindestens einmal reingegangen ist. Das Positive wollen wir mitnehmen und nächste Woche versuchen, wieder die drei Punkte zu holen."

Der eingewechselte Phillip Aboagye, der in der 78. Minute die große Chance zur Führung hatte, zog folgendes Fazit: „Es war ein sehr schönes Spiel, wir haben alles gegeben. Am Ende hat es zum letzten Punch leider nicht gereicht. Schade, dass wir keine drei Punkte mitnehmen konnten, aber nächste Woche geht es weiter."

Kapitän Felix Backszat sah ein kampfbetontes Spiel mit der Möglichkeit auf das entscheidende Tor: „Es war ein sehr intensives Spiel und ich hatte schon das Gefühl, dass wir viel unter Kontrolle und viele Ballbesitzphasen hatten. Irgendwann wurden wir auch zwingender in Richtung Tor. In der zweiten Halbzeit hätten wir schon ein Tor machen können. Wir haben alles reingeworfen, da kann ich keinen großen Vorwurf machen, vor allem auf dem schwierigen Platz. Wir haben alles versucht, aber es hat nicht für ein Tor gereicht."

Niklas Heidemann schloss sich an: „Es waren schwierige Platzverhältnisse und ein Gegner, der sich nur hinten reingestellt hat. Aber wir haben das gut gemacht, sind viel angelaufen. Auch spielerisch gute Passagen haben wir drin gehabt. Es hat am Ende einfach das Tor gefehlt, das war uns heute nicht vergönnt. Ich denke, das haben wir uns für die nächsten Spiele aufgehoben, dann treffen wir wieder."

Am kommenden Freitag, den 5. November, reist der WSV in die Domstadt und tritt um 19 Uhr bei der U21 des 1. FC Köln im Franz-Kremer-Stadion an.

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler – 14 Philipp Hanke, 27 Kevin Pytlik, 26 Dominik Bilogrevic, 22 Durim Berisha, 33 Niklas Heidemann – 5 Felix Backszat, 10 Kevin Rodrigues-Pires, 7 Semir Saric (87. 29 Kingsley Sarpei) – 18 Roman Prokoph (70. 23 Phillip Aboagye), 48 Marco Königs

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung SC Wiedenbrück:

1 Marcel Hölscher – 17 Leon Tia, 4 Tim Böhmer, 13 Oliver Zech, 3 Bjarne Pudel, 23 David Hülsing – 22 Lukas Demming (61. 33 Fabian Brosowski), 31 Jan-Lukas Liehr, 10 Saban Kaptan (85. 18 Manfredas Ruzgis – 9 Ufumwen Osawe (18. 20 Said Harouz), 16 Benedikt Zahn (61. 8 Hendrik Lohmar)

Trainer: Daniel Brinkmann

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 1.019

Tore: keine

Gelbe Karten: Pytlik (89.) - Böhmer (41.), Hölscher (80.)

Ecken: 6:3

Schiedsrichter: Lars Aarts / Assistenten: Jens Laux, Tim Flores

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - SC Wiedenbrück | Regionalliga 21/22

Fotos von: Benjamin Lenz

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