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Mittwoch, 03.11.2021 -

1. Mannschaft

Auf ein Wort mit Mehne

„Im Moment machen wir uns keine Gedanken über Jäger oder Gejagten“

Vor dem Heimspiel gegen den SC Wiedenbrück sprach die neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 5 des WSV-Stadionmagazins in der Rubrik "Auf ein Wort" mit unserem Trainer Björn Mehnert über...

… Spiele gegen ehemalige Vereine

Man trifft in diesen Spielen auf viele Bekannte oder ehemalige Vertraute, die dann nun einmal bei einem sportlichen Gegner beschäftigt sind. Schon alleine deshalb sind besondere Verbindungen vorhanden. Als Trainer oder Spieler sollte man nicht zu viel in solche Duelle hineininterpretieren, weil es nicht um einen persönlichen Wettbewerb, sondern um ein Spiel zwischen zwei Vereinen und zwei Mannschaften geht. Man freut sich aber schon, alte Weggefährten zu treffen und es macht Spaß, sich mit ihnen austauschen zu können. Das ist aus meiner Sicht der besondere Charakter.

… den Stand bei den Langzeitverletzten Christopher Schorch, Joelle Tomczak, Michele Cordi und Kevin Hagemann

Christopher Schorch ist leider nach wie vor nicht im Training und hat vornehmlich Probleme mit seiner Hand. Daneben hatte er ja noch einen Knorpelschaden im Knie. Joelle Tomczak macht Fortschritte und wird voraussichtlich Anfang November in die Reha einsteigen. Er kann aktuell schon leichte Übungen wie Kniebeugen machen. Wir hoffen, ihn bald wieder im individuellen Training begrüßen zu dürfen, bleiben aber vorsichtig und schauen, dass es vernünftig läuft. Michele Cordi ist als Torhüter durch seine Handoperation nicht einsatzfähig, kann aber im Kraft- und läuferischen Bereich arbeiten und macht insgesamt auch Fortschritte. Kevin Hagemann muss weiterhin einen sogenannten Stützschuh tragen, damit der Fuß nicht belastet wird, sodass das Syndesmoseband wieder komplett verheilt, womit im Moment kein Training möglich ist.

… die Breite und Tiefe des WSV-Kaders

Wir haben in der Ausfallzeit schon gezeigt, dass unser Kader sowohl in der Breite als auch in der Tiefe sehr gut besetzt ist, da wir in der Kaderauswahl ein großes Augenmerk darauf gelegt haben, dass wir auf Ausfälle reagieren können. Natürlich geht das auch nur in einem begrenzten Maße. Die wichtigen Spieler, die momentan ausfallen, fehlen uns und sind auch nicht eins zu eins zu ersetzen. Die Jungs, die jetzt in die Bresche gesprungen sind, machen es aus meiner Sicht sehr gut und einwandfrei. Von daher sind wir froh, dass wir diesen Kader in Breite und Tiefe haben.

… die stabile Defensive mit bislang wenigen Gegentoren

Die stabile Defensive stimmt uns zufrieden, weil dies die Basis für sportliche Erfolge ist, wenn man eine defensive Struktur, eine defensive Kompaktheit hat. Das ist ein Verdienst der gesamten Mannschaft, weil alle sehr gut gegen den Ball arbeiten, angefangen bei den Stürmern. Egal wer gerade auf dem Platz steht, es bringen sich defensiv alle in das Spiel gegen den Ball ein und haben unsere Idee, unsere Prinzipien verinnerlicht. Genauso ist es aber auch für unser Offensivspiel wichtig, dass man sich nicht nur auf eine vordere Reihe oder die Offensivspieler verlässt, sondern dass ein Angriff gezielt durch die hinteren Reihen mitgetragen, initiiert und von dort aus unterstützt wird. Deswegen sind wir momentan gut unterwegs, was unsere Gegentoranzahl betrifft, werden aber weiter daran arbeiten, noch besser zu werden und auch in der Offensive das eine oder andere zu verbessern.

… den WSV in der Rolle als Verfolger der Aufstiegsfavoriten RWE, RWO, Münster und Fortuna Köln

Ich weiß gar nicht, ob wir gerade in der Rolle des Verfolgers der einen oder anderen genannten Mannschaft sind, schließlich stehen einige von ihnen in der Tabelle hinter uns. Wenn man es tabellarisch betrachtet, sind wir der Verfolger von Essen und andere, die knapp hinter uns stehen, von uns. Das alles sage ich ganz bestimmt mit einem Lächeln. Im Moment gibt es mit Rot-Weiss Essen eine Mannschaft, die die Tabelle anführt, und dahinter mehrere Teams - wie u.a. die genannten - die versuchen, Schritt zu halten, RWE bestmöglich zu ärgern und nicht davonziehen zu lassen. Ich bin davon überzeugt, dass dies den Mannschaften gut gelingen wird. Wir sehen uns in unserer eigenen Rolle und schauen von Spiel zu Spiel. In der Winterpause werden wir dann ein Fazit ziehen, wie unsere Serie bis dahin gelaufen ist, und machen uns im Moment keine Gedanken über Jäger oder Gejagten. Wir spielen unser Spiel und die nächste schwere Aufgabe wartet heute mit dem SC Wiedenbrück auf uns.

Danke „Mehne!“

Quelle: neunzehn54

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