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Samstag, 13.11.2021 -

1. Mannschaft

WSV fegt Aachen mit 5:0 aus dem Stadion am Zoo

Königs, Schweers, Backszat, Aboagye und Hanke treffen

Am 16. Spieltag der Regionalliga West empfing der WSV Alemannia Aachen im Stadion am Zoo. Da die Kaiserstädter den eigenen Erwartungen und denen ihrer zahlreichen Anhänger in dieser Spielzeit weit hinterherhingen, kam es zuletzt bereits zu einem Wechsel auf der Trainerbank, wo nunmehr wieder Fuat Kilic Platz nimmt, der bereits bis Mitte 2020 langjähriger Coach der Öcher gewesen ist. Mit Jannik Mause haben die Aachener einen treffsicheren Stürmer in ihren Reihen, der in dieser Saison bereits 7 Tore erzielen konnte. Im Kader der Alemannia stehen mit Tjorben Uphoff, der heute gelbgesperrt nicht mitwirken konnte, Joshua Mroß und Marcel Damaschek drei ehemalige Wuppertaler. Im Vergleich zum Auswärtssieg bei der U21 des 1. FC Köln nahm unser Trainer Björn Mehnert keine Änderung in der Startelf vor. Der WSV spielte in rot-blau, die Gäste wie gewohnt in schwarz-gelb.

Der WSV drückte die Alemannia von Beginn an in die eigene Hälfte und so gelang der frühe Führungstreffer: Nach einem Ballgewinn am Aachener Sechzehner flankte Philipp Hanke in die Strafraummitte, wo Marco Königs per Kopfball unter Zuhilfenahme des linken Innenpfostens das 1:0 erzielen konnte (8.). Auch im Anschluss blieben die Rot-Blauen am Drücker, sodass sich die Kaiserstädter oft nur mit hohen Bällen befreien konnten. In der 18. Minute dann das 2:0 für den WSV: Nach einem Eckball von Kevin Rodrigues Pires köpfte Kevin Pytlik auf den Kasten von Joshua Mroß. Kurz vor der Torlinie stand Lion Schweers goldrichtig und legte den Ball zum 2:0 an Mroß vorbei ins Netz. In der 24. Minute musste WSV-Keeper Sebastian Patzler erstmals eingreifen, als er eine abgerutschte Flanke von Aachens Marco Müller vor den beiden einschussbereiten Angreifern Jannik Mause und Hamdi Dahmani am Boden liegend abfing. In der 31. Minute fast das 3:0: Semir Saric schickte Kingsley Sarpei alleine Richtung Joshua Mroß, doch unser Angreifer schloss zu zentral ab, sodass Aachens Schlussmann parieren konnte. Kurz danach vergaben erst Kingsley Sarpei und dann Semir Saric bei einer Doppelchance (33.). In dieser Phase des Spiels bewahrte Joshua Mroß die Gäste vor einem höheren Rückstand. Mit einer hochverdienten 2:0-Führung ging es in die Halbzeitpause.

Nach der Pause änderte sich zunächst nichts, der WSV kam zu weiteren Torchancen. Nachdem sich Philipp Hanke auf der rechten Seite durchgesetzt hatte, legte er den Ball zurück auf den mitgelaufenen Semir Saric, der die Direktabnehme weit über das gegnerische Tor setzte (49.). Wenige Minuten später fiel das 3:0 dann doch - und es war ein Tor des Willens: Kevin Pytlik gewann mit einem überragenden Einsatz knapp hinter der eigenen Mittellinie den Ball und spielte diesen schnell nach vorne. Dort setzte sich Kingsley Sarpei auf der rechten Seite durch, drang in den Strafraum ein und legte überlegt zurück auf Felix Backszat, der das Leder überlegt aus elf Metern in die Maschen setzte (56.). In der 74. Minute brachte der am langen Pfosten völlig freistehende Durim Berisha das Künststück fertig, den Ball aus drei Metern über das Tor zu schießen, nachdem sich der eingewechselte Phillip Aboagye über die rechte Seite durchgesetzt und den WSV-Verteidiger mustergültig bedient hatte. Es ging weiter Schlag auf Schlag. Kevin Pytlik Phillip schickte Phillip Aboagye Richtung Joshua Mroß, der gerade noch zur Ecke abwehren konnte (78.). In der 80. Minute dann das mittlerweile überfällige 4:0 für den WSV: Philipp Hanke bediente mit einem sensationellen Seitenwechsel tief aus der eigenen Hälfte Phillip Aboagye, der alleine auf Joshua Mroß zulief und aus 15 Metern überlegt abschloss. In der Folge gaben sich die Öcher sichtbar auf. Niklas Heidemann setzte sich über die linke Seite durch und passte auf Philipp Hanke, der aus 13 Metern zum 5:0 ins rechte untere Eck schlenzte (82.).

Der WSV bestätigte die starken Leistungen der letzten Wochen, gewann auch in dieser Höhe hochverdient mit 5:0 und blieb zum vierten Mal in Folge ohne Gegentreffer.

Der eingewechselte Phillip Aboagye freute sich über die Mannschaftsleistung: „Es war ein tolles Spiel von uns, was auch das Ergebnis zeigt. Wir haben alles gegeben und eine fantastische Leistung im Kollektiv gezeigt. Von Woche zu Woche sieht man, wie wir immer besser werden. So kann es weitergehen.“

Sturmtank Marco Königs, der in seinem 50. Meisterschaftsspiel das 1:0 per Kopf erzielte, zog folgendes Fazit zum Spiel: „Einfach überragend für alle. Wir haben ein unfassbar geiles Spiel gemacht, auch in der Höhe verdient gewonnen und hätten sogar noch höher gewinnen können. Einfach stark, es hat richtig Bock gemacht und wir haben auf diesen Platzverhältnissen einen super Fußball gespielt. Jetzt können wir ein bisschen feiern.“

Unsere Nummer 29, Kingsley Sarpei, wirbelte am heutigen Nachmittag die Abwehr der Gäste durcheinander: „Anfangs haben wir direkt den Dosenöffner gehabt durch Marco Königs. Dann lief es wie am Schnürchen für uns. Als gesamte Mannschaft haben wir es top runtergespielt. Nach Köln in der vergangenen Woche haben wir direkt noch einmal ein Bombenspiel gezeigt. Ich hoffe, ich kann auch weiter Tore und Vorlagen machen."

Innenverteidiger Lion Schweers, der nach 18 Minuten das 2:0 erzielte, sah die Begegnung wie folgt: „Das Spiel von uns war überragend, jeder hat sich für den anderen reingehauen. Wir haben verdient gewonnen. So schön kann Fußball sein.“

Dem konnte sich der eingewechselte Moritz Montag nahtlos anschließen. „Als Mannschaft war es ein überragendes Spiel von uns. Mir fehlen dazu fast die Worte. Die Leistung hat die der Vorwoche in Köln noch einmal getoppt. Einfach einzigartig, diese Mannschaft.“

Durim Berisha freute sich als Defensivspieler auch über das vierte Meisterschaftsspiel in Folge ohne Gegentreffer: „Es war ein super Spiel von uns und wir haben wieder zu null gespielt. Wir haben das umgesetzt, was der Trainer von uns wollte.“

Das nächste Meisterschaftsspiel in der Regionalliga West bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 20. November 2021, um 14 Uhr im Grenzlandstadion Rheydt bei der U23 von Borussia Mönchengladbach.

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 14 Philipp Hanke (83. 2 Moritz Montag), 27 Kevin Pytlik, 25 Lion Schweers, 22 Durim Berisha, 33 Niklas Heidemann - 5 Felix Backszat, 10 Kevin Rodrigues-Pires, 7 Semir Saric (75. 6 Jannis Kübler) - 29 Kingsley Sarpei (65. 23 Phillip Aboagye), 48 Marco Königs (83. 17 Niklas Fensky)

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung Alemannia Aachen:

1 Joshua Mroß - 2 Jannis Held, 15 Marco Müller, 24 Peter Hackenberg, 27 Marcel Damaschek, 7 Lukas Wilton (35. 11 Oluwabori Ayompo Falaye) - 21 Christian Gartner, 13 Andre Dej (57. 19 Tim Sebastian Buchheister), 10 Mergim Fejzullahu (68. 8 Dino Bajric) - 9 Jannik Mause (83. 26 Matti Cebulla), 30 Hamdi Dahmani

Trainer: Fuat Kilic

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 2.303 (360 Gäste)

Tore: 1:0 Königs (8.), 2:0 Schweers (18.), 3:0 Backszat (56.), 4:0 Aboagye (80.), 5:0 Hanke (82.)

Gelbe Karten: Schweers (17.), Hanke (51.) - Held (55.), Müller (74.)

Ecken: 5:1

Schiedsrichter: Selim Erk / Assistenten: Nadine Westerhoff, Inan Bulut

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

WSV - Alemannia Aachen | Regionalliga 21/22

Fotos von: Benjamin Lenz

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