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Samstag, 20.11.2021 -

1. Mannschaft

WSV holt den nächsten Sieg und kassiert wieder kein Gegentor

Lion Schweers trifft nach einer Ecke und Sebastian Patzler hält die drei Punkte fest

Am 17. Spieltag der Regionalliga West reiste der WSV zur U23 von Borussia M'gladbach ins Grenzlandstadion. Im Vergleich zum letzten Ligaspiel gegen Alemannia Aachen musste Cheftrainer Björn Mehnert drei Mal umstellen: Neu in der Startelf waren Moritz Montag, Dominik Bilogrevic und Roman Prokoph. Auf der Bank nahmen mit Giulio Multari und Daniel Lee zwei Spieler aus der U19 Platz und sorgten so für das WSV-Trainergespann im Spiel bei der Zweitvertretung des Bundesligisten für mehr Flexibilität. Kapitän war dementsprechend am heutigen Samstag Kevin Rodrigues Pires für den mit Erkältung fehlenden Felix Backszat.

Nach zwei Minuten direkt der erste Abschluss für die Gastgeber, der jedoch am Pfosten des Tores von Sebastian Patzler landete und ins Feld zurücksprang. In den ersten zehn Minuten passierte ansonsten nicht mehr viel, Marco Königs verpasste knapp nach Hereingabe von Philipp Hanke (8.). Nach den ersten drei Ecken für die Gäste, die mit Effet geschossen für Torgefahr sorgten, dauerte es einige Zeit, bis der WSV zur nächsten gefährlichen Chance kam: Philipp Hanke bediente Kevin Pytlik, der aus 18 Metern zentral vor dem Tor rechts vorbeischoss (23.). Unmittelbar danach schlug Philip Hanke über rechts erneut eine starke Flanke, die Marco Königs fast im Tor unterbringen konnte, aber weil noch ein Bein des Gegners dazwischengrätschte, gab es nur die vierte Ecke für die Bergischen. Während diese jedoch nichts Zählbares einbrachte, war der fünfte WSV-Eckball dann von Erfolg gekrönt: Kevin Rodrigues Pires brachte den Standard gefährlich in den Strafraum, Kevin Pytlik verlängerte per Kopf und am zweiten Pfosten konnte Lion Schweers - ebenfalls per Kopf - zum 0:1 einnicken. Anschließend passierte bis zur Halbzeit nichts Nennenswertes mehr und so ging der WSV verdient mit 1:0-Führung in die Halbzeit.

Nach der Pause passierte zunächst bis zur 63. Minute nichts, obwohl die Gastgeber inzwischen mehr vom Spiel hatten. Dann entschied Schiedsrichter Marc Jäger nach Absprache mit Schiedsrichterassistent Tarik Damar auf Elfmeter für die Gastgeber und einen Platzverweis gegen Dominik Bilogrevic. Mika Schroers schoss den Strafstoß nicht schlecht, allerdings konnte Sebastian Patzler, der in die richtige Ecke unterwegs war, diesen mit einer klasse Parade entschärfen! Anschließend fand das Spiel vermehrt im Mittelfeld statt. Eine gute Chance hatte der eingewechselte Phillipp Aboagye, der gut geschickt wurde, aber in letzter Sekunde gestoppt werden konnte. Danach eine ganz bittere Aktion, als der erst kurz vorher eingewechselte Jannis Kübler nach einem Zweikampf verletzungsbedingt das Feld wieder verlassen musste und in der Folge durch Niklas Fensky ersetzt wurde. In der 87. Minute mussten alle Wuppertaler kräftig durchatmen, denn Sebastian Patzler hielt dreimal aus kürzester Distanz, während der letzte Schuss schließlich am Torpfosten vorbeiging. Danach kam der WSV nur noch zu Entlastungsangriffen und überstand am Ende auch die fast siebenminütige Nachspielzeit. Nach dem Spiel ging es umgehend in die Kurve zu den mitgereisten Fans, wo die drei Punkte gemeinsam gefeiert wurden.

Am Ende des Tages kann man von einem Kampfsieg sprechen, der aber nach guter erster Halbzeit nicht unverdient ist. Der WSV entführt drei Punkte aus dem Grenzlandstadion und kann sich heute bei seiner starken Defensive bedanken, die erneut ohne Gegentor geblieben ist.

Elfmeter-Killer Sebastian Patzler verwies nach dem Schlusspfiff lieber auf seine Nebenleute: "Es war eine überragende Mannschaftsleistung. Wir sind erst schwer ins Spiel gekommen, machen dann aber das Tor durch eine Standardsituation und werden immer besser. Jeder verteidigte mit allem was er hatte. Ich hatte das Glück, ab und zu heute mal einen Ball halten und so der Mannschaft helfen zu können, das freut mich."

Torschütze Lion Schweers sah, dass die Mannschaft Schwerstarbeit verrichtet hatte: "Es war heute ein schwieriges Spiel für uns. Wir waren vielleicht nicht ganz da, uns haben ein paar Prozent gefehlt. Im Endeffekt bin ich glücklich über mein Tor, aber was die Mannschaft wieder reingeworfen hat, gerade in Unterzahl, das war schon super. Ich finde, unter diesen Umständen kann man dann auch mal so einen Sieg ziehen. Gerade vor unseren Fans, die immer mehr werden, ist das schon überragend und im Endeffekt spielen wir für sie."

Kevin Rodriges Pires zog folgendes Fazit: "Ich denke, wir sind ganz gut in die Partie reingekommen. Wir hatten sehr viele Standardsituationen und haben eine zum Tor genutzt. Wir hätten noch ein, zwei Tore mehr machen können, auch durch Standards. Da uns das nicht gelungen ist, blieb das Spiel etwas offen. Heute waren wir in den Zweikämpfen vielleicht nicht so griffig wie sonst. Aber eine Spitzenmannschaft zeichnet auch aus, dass wir aus solchen Spielen drei Punkte mitnehmen. Riesenkompliment an die Mannschaft, mit einem Mann in Unterzahl das Spiel so gewonnen zu haben. Jetzt haben wir morgen frei bekommen, das freut mich."

Philipp Hanke sah zwei verschiedene Halbzeiten: "Die erste Halbzeit war ganz gut. Wir hatten viele Chancen durch Standards. Auch durch Flanken von Außen. Es war in dieser Phase verdient, dass wir in Führung gegangen sind. In der zweiten Halbzeit war es etwas schwierig reinzukommen. Es hat nicht mehr alles so funktioniert, wie wir es uns vorgestellt hatten. Mit der Roten Karte und einem Mann weniger ist es immer schwer. Aber wir haben uns gut dazwischen gehauen."

Für Kevin Pytlik zählten am Ende nur die drei Punkte: "Ich glaube, die erste Halbzeit war ordentlich. Wir haben sie relativ gut kontrolliert. In die zweite Halbzeit kommen wir nicht so gut rein, verteidigen trotzdem alles weg. Mit dem Elfmeter und der Roten Karte wurde es natürlich schwierig, Gott sein Dank hat Sebastian Patzler den Ball gehalten. Das hat uns nochmal Schub gegeben, um den letzten Prozent rauszuholen. Solche Spiele musst du gewinnen. Wenn du solche Spiele gewinnst, bist du eine gute Mannschaft. Nur der Sieg ist wichtig, der Rest ist egal.“

Trainer Björn Mehnert freute sich über die Mannschaftsleistung: "Es war ein glücklicher Sieg, das muss man ganz deutlich sagen, aber man muss auch sehen, wie die Jungs sich am Ende reingefightet und auch in Unterzahl einen Ball auf der Linie gerettet haben. Deswegen war es auch phänomenal von denen, die bislang noch nicht so viel gespielt haben. Andere Vereine sprechen über ihre Ausfälle, ich spreche über die, die reinkommen, wie Isaak Akritidis und Niklas Fensky, die es heute auch überragend gemacht haben fürs Team. Heute waren zwei Jungs aus der A-Jugend im Kader dabei, die es verdient hatten, und deswegen nehmen wir diesen glücklichen Sieg auch mit. Wir hatten in den letzten Spielen ja auch das eine oder andere Mal Pech bei Unentschieden. Vor unseren Fans war es heute megageil. Für die Jungs freut es mich sehr, dass sie so einen Zuspruch erhalten und uns so viele Fans unterstützen - was sich die Jungs aber auch verdient haben."

Auch der sportliche Leiter Stephan Küsters war nach dem Schlusspfiff angetan: "Es war heute einfach ein geiles Erlebnis, gerade wenn man schaut, mit wem wir hier heute angereist sind. Wir hatten heute zwei Spieler aus der U19 im Kader, haben aber nie gejammert, wenn Spieler ausgefallen sind. Kompliment an die ganze Mannschaft, auch wenn man sieht, wie sich z.B. ein Niklas Fensky heute nach seiner Einwechslung reingehauen hat. Na klar hatten wir heute auch mal das Quäntchen Glück in Unterzahl, aber das erarbeitet man sich eben. In letzter Zeit hatten wir auch mal Pech auf unserer Seite, weil wir den Sack nicht zugemacht haben. An dieser Stelle ein Riesenkompliment an unsere Fans, durch die wir heute ein Heimspiel hatten."

Weiter geht es am nächsten Samstag, den 27.11.2021, gegen die Sportfreunde Lotte im heimischen Stadion am Zoo. Der Anstoß erfolgt wie gewohnt um 14:00 Uhr.

Aufstellung Borussia Mönchengladbach U23:

1 Jan Jakob Olschowsky - 23 Michel Lieder, 4 Tom Gaal, 13 Michael Wentzel (74. 12 Kushtrim Assalari), 22 Phil Kemper - 17 Sander Johan Christiansen, 11 Mika Schroers (82. 19 Lamin Touray), 8 Per Lockl, 21 Luiz Skraback - 7 Jacob Michael Italiano, 18 Steffen Meuer

Trainer: Heiko Vogel

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 14 Philipp Hanke, 27 Kevin Pytlik, 25 Lion Schweers, 22 Durim Berisha, 2 Moritz Montag - 26 Dominik Bilogrevic, 10 Kevin Rodrigues-Pires, 7 Semir Saric (90. 24 Isaak Simion Akritidis) - 18 Roman Prokoph (59. 23 Phillip Aboagye), 48 Marco Königs (73. 6 Jannis Kübler, 77. 17 Niklas Fensky)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Grenzlandstadion

Zuschauer: 536

Tor: 0:1 Schweers (31.)

Gelbe Karten: Lockl (39.), Meuer (66.), Olschowsky (67.), Christansen (89.) - Hanke (19.), Küsters (20.), Königs (42.), Saric (65.), Rodrigues Pires (70.), Pytlik (85.), Mehnert (90.+1)

Rote Karte: Bilogrevic (64.)

Ecken: 3:7

Schiedsrichter: Marc Jäger / Assistenten: Terik Damar, Andreas Steffens

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

Borussia M´Gladbach - WSV | Regionalliga 21/22

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