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Mittwoch, 15.12.2021 -

1. Mannschaft

„Man war sofort auf einer Wellenlänge“

Unser Stadionmagazin neunzehn54 im Gespräch mit Neuzugang Jannis Kübler

Nach den Feierlichkeiten im Anschluss an den Niederrheinpokalsieg als Krönung einer starken Rückrunde dauerte es nicht lange, bis den WSV-Fans im Sommer 2021 die ersten Neuverpflichtungen präsentiert wurden. Einer von ihnen war Jannis Kübler vom SV Straelen. Der 22-Jährige schoss in der Hinrunde der vergangenen Saison beim bitteren 0:3 aus Sicht der Bergischen ein Tor für seinen damaligen Arbeitgeber. Das Rückspiel in Straelen endete 2:2 und wie das Niederrheinpokal-Finale ausging, dürfte noch jedem geläufig sein. Jannis Kübler berichtet im Gespräch mit der neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 6 des WSV-Stadionmagazins u.a., dass der Transfer aber nicht an der Pokalniederlage des SV Straelen lag, sondern an guten Gesprächen mit dem WSV.

Jannis Kübler wurde 1999 in Karlsruhe geboren und wuchs in seiner Familie in Baden-Württemberg auf. Als Kind meldeten seine Eltern ihn beim FV Leopoldshafen an, von wo aus er nach vier Jahren zum großen Karlsruher SC wechselte. Dort spielte unser Sommerneuzugang für acht Jahre und entwickelte sich stets weiter. Die Leistungen waren so stark, dass der Deutsche Fußball-Bund ihn für die Nachwuchsmannschaften nominierte. Eine ganz besondere Erfahrung, wie Jannis Kübler berichtet: „Es waren sehr, sehr schöne Erlebnisse. Mein persönliches Highlight war die U17-Europameisterschaft in Aserbaidschan. Mit der U19 habe ich dann auch noch mal Qualifikationsspiele gemacht, wodurch ich viele Länder gesehen und gegen viele andere Nationalmannschaften gespielt habe. Es war rückblickend wirklich eine coole Zeit.“

Aufgrund der überzeugenden Leistungen beim Karlsruher SC und in der U-Nationalmannschaft wechselte der 1,75 Meter große Mittelfeldspieler im Sommer 2016 in den Nachwuchs des FC Schalke 04, mit dem er in der A-Jugend Bundesliga-Vizemeister wurde. Der Wechsel ins Ruhrgebiet und die Entfernung zur Familie erforderten zunächst eine Anpassungsphase, wie Jannis verrät: „Es war zugegebenermaßen eine Umstellung, als man nicht mehr das gewohnte Umfeld um sich herum hatte, denn es war schließlich kein Katzensprung. Meine Eltern haben mich aber immer weiter unterstützt. Ich glaube, in der U19 waren sie bei jedem Spiel von mir anwesend.“

Auf Schalke wohnte der beidfüßig ausgebildete Mittelfeldspieler mit mehreren Spielern aus der „Knappenschmiede“ zusammen. Und nicht nur in der Nationalmannschaft lernte Jannis Kübler viele Fußballer kennen, die inzwischen in den höchsten Ligen der Welt spielen, sondern auch beim FC Schalke 04. So wohnte er zum Beispiel in seiner letzten Saison bei „Königsblau“ mit Florian Krüger zusammen, der inzwischen bei Arminia Bielefeld in der Bundesliga spielt. Aber auch den Werdegang der übrigen Weggefährten verfolgt unsere Nummer 6 weiterhin aufmerksam: „Ich freue mich für jeden von ihnen, der den Weg in höhere Ligen geschafft hat. Zum Beispiel Kai Havertz, der bei Chelsea eingeschlagen ist und ein Tor im Champions League Finale erzielt hat. Oder Florian Krüger von Arminia Bielefeld, mit dem ich bei Schalke zusammengespielt und gewohnt habe. Mit ihm habe ich auch heute noch viel Kontakt.“

Nach seiner ersten halben Seniorensaison bei der Zweitvertretung des FC Schalke 04 wechselte Jannis nach Thüringen und schloss sich dem FC Carl Zeiss Jena an, wo Lukas Kwasniok - heutiger Coach des SC Paderborn - in der Hinrunde das Traineramt übernahm. Kwasniok kannte unsere Nummer 6 noch aus gemeinsamen Zeiten beim Karlsruher SC. Beim FC Carl Zeiss Jena blieb „Kübi“, wie ihn seine Freunde und Mitspieler nennen, bis zum Sommer 2020. Anschließend schloss er sich dem Ligakonkurrenten SV Straelen an, bevor der Wechsel zu uns ins Bergische Land im Sommer zustande kam.

Cooler Verein, gute Fans, passendes Gesamtpaket

Wie einleitend erwähnt, war die Niederlage des SV Straelen im Niederrheinpokal-Finale nicht der ausschlaggebende Punkt für einen Wechsel nach Wuppertal. Vielmehr fasst der gebürtige Karlsruher die Gründe für den Transfer wie folgt zusammen: „Man hatte einfach gute Gespräche, gemeinsame Ziele und gleiche Vorstellungen. Man war sofort auf einer Wellenlänge.“ Zu den ersten Wochen in Wuppertal zieht Jannis folgendes Fazit: „Wir fühlen uns in Wuppertal sehr wohl. Ich wohne hier gemeinsam mit meiner Freundin zusammen und wir sind fußläufig in der Stadt. Mit der Schwebebahn bin ich schon mehrmals gefahren. Mit meiner Freundin oder auch mit Mitspielern gehe ich hin und wieder zum Kaffeetrinken oder zum essen in die Stadt.“ Mit den neuen Teamkameraden verstand sich unser Sommerneuzugang von Anfang an sehr gut: „Ich wurde sehr gut aufgenommen. Die Mannschaft ist sehr umgänglich, das passt alles sehr gut zusammen.“ Dabei kannte der 39-malige Drittligaspieler bis dahin niemanden aus seiner neuen Truppe persönlich: „Zusammengespielt hatte ich zuvor mit niemandem. Man kannte sich natürlich daher, dass man sich in Spielen mal gegenübergestanden hatte, aber es gab keinen persönlichen Kontakt.“ Der 22-Jährige erklärt, dass ihn nicht nur die guten Gespräche und die gemeinsamen Ziele im Sommer von einem Wechsel überzeugten, sondern auch die Fans im Tal: „Der WSV ist ein cooler Verein mit guten Fans, deswegen hatte das Gesamtpaket einfach gepasst. Man lebt und trainiert für die Fußballspiele am Wochenende. Wenn dann noch Zuschauer da sind, für Atmosphäre sorgen und einen nach vorne peitschen, ist es noch viel schöner. Das genießt man, man saugt es auf und es motiviert einen umso mehr. Die Unterstützung durch die Fans ist ein sehr schöner Faktor, der jetzt nach und nach zurückkehrt. Für uns Spieler ist es schon sehr gut, dass Zuschauer wieder zugelassen sind und ich hoffe, dass dies im Zuge der Pandemie so bleiben kann, denn dann macht es allen noch mal etwas mehr Spaß.“

Für die laufende Saison nennt „Kübi“ folgende Ziele: „Ich möchte auf möglichst viel Pflichtspielzeit kommen und mit der Mannschaft wollen wir einfach erfolgreich sein. Ich glaube, es gelingt uns zurzeit ganz gut, uns da oben festzusetzen. Wir haben Potential und man sieht am Tabellenstand, dass wir mit den Größen der Liga ganz gut mithalten können.“

Von der Wahl zwischen zwei Sportarten, Immobilienmanagement und Atze Schröder

Dem neunzehn54-Leser sowie den WSV-Fans im Stadion wird der optische Wandel aufgefallen sein, den Jannis Kübler seit Sommer vollzogen hat. Der sympathische 22-Jährige nennt den Grund: „Meine Frisur hat einen schönen Wandel vollzogen. Am Anfang haben wir noch ein paar Sprüche darüber gemacht und irgendwann habe ich mir gesagt: Morgen gehst du zum Friseur und lässt dir die Haare abschneiden. Ich hatte sie schließlich auch einfach nur aus Spaß wachsen lassen, um mal auszuprobieren, wie es aussieht. Jetzt sind sie wieder kurz und ich glaube, ich lasse es auch so. Mit langen Haaren hatte ich übrigens einen Spitznamen: Sie nannten mich Atze - eben weil ich aussah wie Atze Schröder.“ Und witzelnd fügt Jannis hinzu: „Ich bin dadurch aber nicht kopfballstärker geworden, sondern habe einen größeren Eindruck bekommen.“

In seiner Freizeit kocht der 1,75 Meter große Karlsruher gerne zusammen mit seiner Freundin und ist außerdem auf dem Tennisplatz anzutreffen. Sein Talent in beiden Sportarten - Fußball und Tennis - hatte seinerzeit im Übrigen dazu geführt, dass eine Entscheidung fallen musste, in welcher von beiden es für ihn weiterging. Neben seinen Hobbys, den Trainingseinheiten und den Spielen am Wochenende nutzt der 22-Jährige die verbliebenen Kapazitäten für ein Immobilienmanagement-Studium. Sein Vorbild ist kein Geringerer als Bastian Schweinsteiger, der jahrelang für den Lieblingsklub unserer Nummer 6 spielte. So berichtet Jannis, dass er durch seinen Vater Fan des FC Bayern München geworden ist.

Wir bedanken uns bei Jannis Kübler, dass er sich die Zeit für die neunzehn54-Redaktion genommen hat und uns Rede und Antwort stand. Wir wünschen ihm eine verletzungsfreie Saison im rot-blauen Trikot und eine erfolgreiche Zeit bei uns im Stadion am Zoo! Wir drücken ihm die Daumen, sowohl auf als auch neben dem Platz, damit all seine Wünsche in Erfüllung gehen.

Quelle: neunzehn54

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