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Samstag, 11.12.2021 -

1. Mannschaft

WSV spielt 1:1 in Rödinghausen

Roman Prokoph erzielte das zwischenzeitliche Führungstor

Zum Auftakt der Rückrunde der Regionalliga West gastierte der Wuppertaler SV am 20. Spieltag beim SV Rödinghausen im Wiehengebirge. Die Gastgeber verpatzten den Saisonstart, gewannen erstmals am sechsten Spieltag, arbeiteten sich aber mit einer starken Serie und vielen Punkten wieder in die gewohnte obere Tabellenhälfte. In ihrem Kader stehen mit Daniel Flottmann und Angelo Langer zwei ehemalige Rot-Blaue, von denen heute aber nur SVR-Kapitän Flottmann mit dabei war. Bei uns hat Kapitän Felix Backszat eine Spielervergangenheit in Rödinghausen. WSV-Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zur Vorwoche zwei Änderungen in der Startelf vor: Semir Saric rückte nach seiner Gelb-Rot-Sperre wieder für Jannis Kübler in die Mannschaft und Phillip Aboagye startete anstelle von Roman Prokoph. Bei nebelig trübem Wetter und Temperaturen um den Gefrierpunkt befreiten die Gastgeber vor Spielbeginn noch Teile des Rasens per Traktor mit einem vorgeschalteten Heißluftgerät vom Raureif. Der WSV spielte in Rot-Blau, während die Hausherren ganz in Weiß antraten.

Das Spiel nahm zu Beginn zunächst Fahrt auf und in der 8. Minute gab es die Möglichkeit zur Führung für Rot-Blau: Semir Saric spielte Phillip Aboagye im Strafraum geschickt frei, doch unsere Nummer 23 scheiterte aus spitzem Winkel an Alexander Sebald. Die erste Halbzeit war im weiteren Verlauf geprägt von intensiven Zweikämpfen, die sich zumeist im Mittelfeld abspielten und torgefährliche Aktionen verhinderten. Der SVR kam nach 27 Minuten zu seiner ersten Tormöglichkeit, als Mirko Schuster nach der ersten Ecke des Spiels einen Abpraller aus halbrechter Position im Strafraum knapp neben das Gehäuse von Sebastian Patzler setzte. Torlos wurden die Seiten gewechselt.

Zur zweiten Halbzeit kam Xhuljo Tabaku für Phillip Aboagye ins Spiel. In der 53. Minute dann die bis dato größte Chance des Spiels, als Gerrit Kaiser aus 18 Metern nur die Torlatte des WSV-Gehäuses traf. Wenig später erhielt Rödinghausens Kevin Hoffmeier nach einem Foulspiel an Kevin Rodrigues die gelb-rote Karte. Auch im weiteren Spielverlauf gab es überwiegend Zweikämpfe im Mittelfeld. In der 64. Minute kam der WSV endlich einmal wieder gefährlich vor das Tor von Alexander Sebald. Nach einer Stafette über Marco Königs und Philipp Hanke konnte Felix Backszats Kopfball von den Gastgebern noch zur Ecke geklärt werden. In der 71. Minute der nächste Aluminiumtreffer für den SVR: Der eingewechselte Vincent Schaub traf mit einem Schlenzer aus 18 Metern nur den rechten Torpfosten. In der 87. Minute doch noch die Führung für den WSV: Felix Backszat setzte sich auf der linken Seite durch und flankte an den Fünfmeterraum, wo der eingewechselte Roman Prokoph heranrauschte und den Kopfball zum 0:1 links in den Winkel setzte. Doch leider war dies nicht der "Lucky Punch". Die Nachspielzeit von drei Minuten war bereits abgelaufen, als Felix Backszat nach Zuspiel von Sebastian Patzler an der rechten Außenlinie des eigenen Strafraums den Ball verlor und dabei seinen Gegenspieler foulte. Mit dem anschließenden Freistoß wurde die letzte Aktion des Spiels eingeleitet. Vincent Schaub flankte an den Fünfmeterraum, wo Rödinghausens Torhüter Alexander Sebald, der mit nach vorne geeilt war, den Ball per Kopf zum 1:1-Endstand ins Tor verlängerte.

Am Ende war es für beide Mannschaften ein leistungsgerechtes Unentschieden, auch wenn der Zeitpunkt des Ausgleichstreffers natürlich ärgerlich ist. Auch im elften Auswärtsspiel der Saison blieb der WSV ungeschlagen und mit nunmehr 43 Punkten belegen die Rot-Blauen den dritten Tabellenplatz hinter Rot-Weiss Essen und Preußen Münster (beide 44 Zähler).

Mannschaftskapitän Felix Backszat haderte mit dem unglücklichen Ende der Begegnung: "Wir hätten uns zum Schluss cleverer anstellen und den letzten Standard, der zum Ausgleichstor führte, gar nicht mehr zulassen, sondern den Ball vorher klären müssen. Aber so etwas passiert halt im Fußball. Vorher hatte Rödinghausen auch schon bessere Möglichkeiten, bei denen sie nur Latte und Pfosten treffen. Das müssen wir aufarbeiten und dann geht es weiter." Trotzdem muss das Ende erst einmal verarbeitet werden, wie "Backa" zugab: "Jetzt ärgern wir uns erst einmal extrem über die verlorenen Punkte, was zeigt, dass die Mannschaft nicht satt ist."

Abwehrchef Lion Schweers beschrieb den Spielverlauf wie folgt: "Es war ein ausgeglichener Spielverlauf. Der Platzverweis von Rödinghausen hat uns dann schon in die Karten gespielt und wir konnten mehr Druck entwickeln. Dennoch waren die Gastgeber immer gefährlich und hatten selbst in Unterzahl noch einen Pfostenschuss. Dann erzielen wir kurz vor Schluss den Führungstreffer, welchen wir natürlich über die Zeit bringen müssen. Am Ende schaffen wir es nicht, den Ball zu verteidigen, bekommen den Standard gegen uns und kassieren den Ausgleich."

Torschütze Roman Prokoph konnte sich nach dem Schlusspfiff nicht so recht über seinen Treffer freuen: "Ich hätte lieber die drei Punkte mitgenommen und mein Tor dafür hergeschenkt." Dennoch sah unsere Nummer 18 ein gerechtes Unentschieden: "Rödinghausen hat es gerade in Unterzahl sehr gut gemacht, sodass die Punkteteilung am Ende schon in Ordnung geht. Es war ein sehr intensives Spiel. Was uns natürlich ärgert, ist der sehr späte Zeitpunkt des Ausgleichstreffers." Einen kleinen Ausblick auf das letzte Spiel im Kalenderjahr 2021 wagte Roman dann auch noch: "Ahlen spielt eine sehr gute Runde und es wird wieder ein harter Fight werden. Wir haben aber in den letzten Wochen und Monaten gezeigt, dass wir solchen Situationen gewappnet sind. Insofern hoffen wir, dass wir im letzten Spiel des Jahres die drei Punkte bei uns behalten können." Zum Schluss hatte der Torschütze noch ein Lob für die Unterstützung der mitgereisten Anhänger übrig: "Rödinghausen ist die weiteste Auswärtsfahrt der Saison. Dementsprechend freuen wir uns als Mannschaft sehr, dass wir auch heute noch einmal so lautstark und zahlreich unterstützt wurden. Wir genießen es, dass wir vor Fans spielen können und haben uns diese Unterstützung durch unsere Leistung in den letzten Wochen und Monaten auch verdient. Dies wollen wir aber durch unsere Leistung auch immer zurückzahlen."

Unser Rückhalt Sebastian Patzler sah die Entstehung des Freistoßes, der zum 1:1-Ausgleich führte, so: „Der Rückpass kam holpernd auf mich zu, sodass ich den Ball mit einem zweiten Kontakt annehmen musste. Der gegnerische Stürmer war dann so nah an mir dran, dass ich den Ball nicht mehr lang schlagen konnte, ohne zu riskieren, ihn abzuschießen. Ich habe dann „Backa“ auf Rechtsaußen in den Raum laufen sehen und habe den Ball dorthin gelegt.“ Für unseren Torhüter war es ein schwieriges Spiel, da er ansonsten kaum Bälle halten musste. „Der späte Zeitpunkt des Gegentreffers ist natürlich sehr ärgerlich, aber vom Spielverlauf her geht das Unentschieden vollkommen in Ordnung“, so unsere Nummer 1.

Das letzte Meisterschaftsspiel in der Regionalliga West in diesem Kalenderjahr bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 18. Dezember 2021 um 14 Uhr im Stadion am Zoo gegen Rot Weiss Ahlen. In dieser Partie fehlen wird Lion Schweers, der heute seine fünfte Gelbe Karte der laufenden Spielzeit sah.

Aufstellung SV Rödinghausen:

27 Alexander Sebald - 14 Patrick Choroba, 3 Daniel Flottmann, 22 Julian Wolff, 39 Jonathan Riemer - 37 Mirko Schuster, 5 Niklas Wiemann, 11 Patrick Kurzen, 21 Hamza Salman (60. 7 Vincent Schaub), 19 Kevin Hoffmeier - 28 Gerrit Kaiser (73. 23 Yassin Ibrahim)

Trainer: Carsten Rump

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 14 Philipp Hanke (72. 2 Moritz Montag), 27 Kevin Pytlik, 25 Lion Schweers, 22 Durim Berisha, 33 Niklas Heidemann - 5 Felix Backszat, 10 Kevin Rodrigues-Pires, 7 Semir Saric (78. 18 Roman Prokoph) - 23 Phillip Aboagye (46. 11 Xhuljo Tabaku), 48 Marco Königs

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Wiehenstadion

Zuschauer: 500

Tore: 0:1 Prokoph (87.), 1:1 Sebald (90.+4)

Gelbe Karten: Hoffmeier (35.) - Schweers (23.), Backszat (65.), Berisha (83.)

Gelb-rote Karte: Hoffmeier (53.)

Rote Karte: Schuster (nach dem Schlusspfiff)

Ecken: 2:3

Schiedsrichter: Tarik Damar / Assistenten: Lukas Koch, Sebastian Schnitzler

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

SV Rödinghausen - WSV Regionalliga 21/22

Fotos von: Wuppertaler SV

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