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Samstag, 18.12.2021 -

1. Mannschaft

WSV gewinnt zum Jahresabschluss 4:2 gegen Ahlen

Durim Berisha, Felix Backszat und zwei Mal Roman Prokoph treffen

Am 21. Spieltag der Regionalliga West empfing der WSV am heutigen Nachmittag im Stadion am Zoo Rot Weiss Ahlen. Bei den Gästen von der Werse gab es ein mehrfaches Wiedersehen, trugen doch bereits Daniel Szczepankiewicz, Andreas Ivan, Jan Holldack und Gianluca Marzullo unser Trikot in den rot-blauen Farben. An der Seitenlinie bei den Ahlenern steht Andreas Zimmermann, 2019 Trainer beim WSV. Demgegenüber haben bei uns Felix Backszat und Phillip Aboagye eine Ahlener Vergangenheit. Im Vergleich zum Auswärtssieg beim SV Rödinghausen am letzten Spieltag war unser Trainer Björn Mehnert zu Änderungen in der Startelf gezwungen. Nicht im Kader stand heute gelbgesperrt Lion Schweers, für ihn begann Dominik Bilogrevic. Zudem setzte Mehne zunächst auf Jannis Kübler anstelle von Phillip Aboagye im Mittelfeld und auf Roman Prokoph anstelle von Marco Königs im Angriff. Der WSV spielte in rot-blau, die Gäste in weiß-rot. Das Hinspiel im August war torlos 0:0 ausgegangen.

Von Anpfiff an nahm die Partie direkt Fahrt auf. Die ersten beiden Großchancen gehörten den Gästen. Ein Konter fand Dimitrios Rafal Ioannidis im WSV-Strafraum, der völlig freistehend Sebastian Patzler zu einer Glanztat zwang. Die anschließende Ecke wurde wieder gefährlich, als Bennet Eickhoff einen Kopfball bereits an Sebastian Patzler vorbeigebracht hatte, ein WSV-Abwehrspieler aber noch auf der Linie klären konnte (8.). In der 11. Minute dann die Führung für Rot-Blau. Ein Freistoß aus dem rechten Halbfeld von Semir Saric landete bei Felix Backszat am äußeren, linken Fünfmeterraum, von wo aus unser Mannschaftskapitän den Ball flach in die Mitte legte. Durim Berisha stand zentral, nahm den Ball direkt und traf zum 1:0. Und der WSV legte nach: Nachdem Gästekeeper Daniel Szczepankiewicz einen Schuss von Jannis Kübler nur nach vorne abklatschen ließ, nagelte Roman Prokoph den Ball zum 2:0 unter die Latte (18.). Ahlen blieb bei seiner offensiven Spielweise und kam nach 25 Minuten durch Jan Holldack per Weitschuss und Patrik Twardzik per Kopfball zur nächsten Doppelchance. Beide Male reagierte Sebastian Patzler glänzend. In der 33. Minute prüfte Jannis Kübler mit einem Flachschuss aus 18 Metern Gästetorwart Szczepankiewicz, der den Ball abwehren konnte. Kurz vor dem Halbzeitpfiff setzte Verteidiger Kevin Pytlik zu einem Solo an der rechten Außenlinie an und flankte von der Grundlinie in die Strafraummitte, wo Felix Backszat den Ball annehmen und dann mit Vollspann zum 3:0 einschießen konnte (45.).

Mit einem 3:0 für den WSV wurden die Seiten gewechselt, wobei die Führung objektiv vielleicht ein Tor zu hoch ausgefallen war. Unsere Mannschaft zeigte sich im Abschluss aber sehr effektiv.

Der WSV startete in die zweite Halbzeit direkt mit dem nächsten Tor. Nach einem Ballgewinn in der Ahlener Hälfte ging es schnell: Semir Saric drang in den Strafraum ein und legte in die Mitte, wo Roman Prokoph aus neun Metern nur noch zum 4:0 einschieben musste (49.). In der 56. Minute trafen dann auch die Gäste durch David Mamutovic, der steil in ein 1:1-Duell gegen Sebastian Patzler geschickt wurde und aus 17 Metern zum 4:1 traf. Es blieb abwechslungsreich. In der 59. Minute vergab der eingewechselte Marco Königs nach tollem Zuspiel von Niklas Heidemann den möglichen nächsten Treffer für Rot-Blau. Das Spiel wogte weiterhin hin und her und nach 61 Minuten verhinderte Sebastian Patzler gegen Andreas Ivan ein weiteres Tor für die Ahlener Gäste. Anschließend verflachte die Begegnung ein wenig, was bei dem bis dahin hohen Spieltempo auch nicht unerwartet kam. Dennoch blieben beide Mannschaften immer torgefährlich. In der 89. Minute dann noch das 2:4 aus Ahlener Sicht: Nach einer kurz ausgeführten Ecke flankte Andreas Ivan in die Mitte, wo Gianluca Marzullo unbedrängt einköpfen konnte.

Zum Jahresabschluss gewann der WSV vor einer stimmungsvollen Kulisse im Stadion am Zoo gegen mutig mitspielende und nie aufgebende Gäste aus Ahlen mit 4:2 und wurde mit stehenden Ovationen in die Kabine verabschiedet. Nach überragenden 21 Spielen überwintert der WSV auf dem tollen zweiten Tabellenplatz.

Verteidiger Kevin Pytlik war trotz des Sieges nicht ganz zufrieden: „Die beiden Gegentore waren komplett unnötig, darüber ärgere ich mich. Beim 1:4 werden wir mit einem langen Pass ausgespielt und beim zweiten Gegentreffer nach einer Ecke schlafen wir. Am Ende des Tages gewinnen wir, worüber wir natürlich glücklich sind.“ Nun freut sich unsere Nummer 27 erst einmal über die kurze Pause: „Jetzt schalten wir etwas ab, gönnen uns eine kleine Pause und ab dem 2. Januar geben wir wieder richtig Gas.“

Roman Prokoph, der heute den Vorzug vor Marco Königs bekam und zwei Treffer erzielte, zog folgendes Fazit. „Uns zeichnet einfach aus, dass wir immer gierig sind. Wir haben gegen ein gutes Ahlen zu Hause gewonnen. Sie haben heute auch wieder gezeigt, warum sie eine gute Runde spielen. Trotzdem ärgern wir uns natürlich über die beiden Gegentore. Aber ich bin mir sicher, dass wir unsere Gier auch in das neue Jahr mitnehmen.“ Ein intensives Spiel auf einem tiefen Platz bewertete unser Angreifer wie folgt: „Ich muss halt immer im Zentrum präsent sein und dann solche Situationen wie beim Abpraller vor dem 2:0 nutzen. Großen Respekt aber von meiner Seite an meine Mitspieler, die noch viel größere Wege als ich zurücklegen müssen. Auf meiner Position habe ich kürzere Wege zu absolvieren, muss aber immer wach sein.“ Jetzt freut sich unsere Nummer 18 erst einmal auf Weihnachten und die spielfreie Zeit: „Wir feiern in München mit der Familie meiner Frau und wollen die Zeit, die wir dort gemeinsam verbringen, so gut wie möglich nutzen. Ich möchte meine Akkus so gut wie möglich aufladen, um im neuen Jahr eine gute Rückrunde zu spielen.

Der eingewechselte Marco Königs freute sich inbesondere über die WSV-Fans: „Wir haben heute verdient gewonnen, obwohl wir es hinten heraus nicht mehr so gut gemacht machen. Ich kann auch vorher mit dem 5:1 den Deckel drauf machen, doch der Ball ist leider unglücklich versprungen. Den muss ich natürlich dennoch machen. Aber alles in allem haben wir hier und heute 4:2 gewonnen. Wir sind glücklich, dass nochmal viele Leute da waren."

Mannschaftskapitän Felix Backszat analysierte die Begegnung gegen seinen ehemaligen Verein so: „Wir sind super in die Partie gekommen und haben früh mit den ersten beiden Möglichkeiten zwei Tore gemacht. In den ersten Minuten hatten wir hinten aber auch Glück, da hat „Patze“ uns gut im Spiel gehalten. Im Anschluss haben wir an Übergewicht gewonnen. Wir haben vor der Halbzeit unsere Tore gemacht und nach der Pause direkt nachgelegt. Wir hätten das Spiel sehr kontrolliert gestalten können, hatten dann aber eine Phase, in der wir nicht so stabil waren und uns dann noch zwei Gegentore gefangen haben. Unser Anspruch ist es schon, die Null zu halten. Aber da sieht man auch, dass wenn man kurz abschaltet, jede Mannschaft in der Lage ist uns zu bestrafen."

Das nächste Meisterschaftsspiel in der Regionalliga West bestreitet der WSV am Sonntag, den 23. Januar 2022, um 14 Uhr im Stadion an der Hafenstraße bei Rot-Weiss Essen.

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler – 14 Philipp Hanke, 27 Kevin Pytlik, 26 Dominik Bilogrevic, 22 Durim Berisha (64. 2 Moritz Montag), 33 Niklas Heidemann – 5 Felix Backszat, 10 Kevin Rodrigues-Pires, 7 Semir Saric (76. 23 Phillip Aboagye) – 6 Jannis Kübler (87. 24 Isaak Simion Akritidis), 18 Roman Prokoph (55. 48 Marco Königs)

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung Rot Weiss Ahlen:

22 Daniel Szczepankiewicz – 26 Dimitrios Rafal Ioannidis (46. 25 Daniel Francis), 5 Kevin Kahlert, 14 Oktay Dal, 7 Bennet Eickhoff (46. 11 Mike Pihl) – 6 Patrik Twardzik, 17 David Mamutovic (87. 16 Bajrush Osmani), 23 Romario Wiesweg, 20 Andreas Ivan - 8 Jan Holldack, 18 Sebastian Mai (24. 10 Gianluca Marzullo)

Trainer: Andreas Zimmermann

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 1.472

Tore: 1:0 Berisha (11.), 2:0 Prokoph (18.), 3:0 Backszat (45.), 4:0 Prokoph (49.), 4:1 Mamutovic (56.), 4:2 Marzullo (89.)

Gelbe Karten: Pytlik (82.) – Szczepankiewicz (18.), Eickhoff (35.), Holldack (79.)

Ecken: 5:8

Schiedsrichter: Marco Goldmann / Assistenten: Marcel Benkhoff, Alexander Wensing

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion


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