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Sonntag, 23.01.2022 -

1. Mannschaft

WSV unterliegt in Essen mit 1:2

Mannschaft wird für starke zweite Halbzeit nicht belohnt

Durch zwei frühe Gegentore geriet unsere Mannschaft früh ins Hintertreffen. Nach dem Anschlusstreffer von Marco Königs konnte der WSV das Spiel zwar in der zweiten Halbzeit offen gestalten, zum Ausgleich reichte es aber nicht mehr.

Nach einer kurzen Winterpause mit dem Trainingslager im türkischen Belek stand für unsere Mannschaft heute an der Essener Hafenstraße direkt das Derby gegen RWE auf dem Programm. Im Spitzenspiel der Regionalliga West ging es um nicht weniger als die Tabellenführung - wegen der Corona-Regeln aber leider nur vor 750 Essener Fans. Unser Trainer Björn Mehnert musste auf den verletzten Lion Schweers verzichten, ihn ersetzte Dominik Bilogrevic im Zentrum der Dreierkette. Neuzugang Valdet Rama nahm zunächst auf der Bank Platz. Bei RWE standen die Winterneuzugänge Fabian Rüth und Marius Kleinsorge ebenfalls nicht in der Startelf.

WSV zu Beginn in der Defensive zu unsortiert

Unsere Mannschaft hatte sich viel vorgenommen und versuchte RWE schon weit vorne unter Druck zu setzen. Die Essener beabsichtigten ihrerseits den Spielaufbau der Rot-Blauen früh zu stören und schafften es dabei besser, das Pressing des WSV zu überspielen. Doch schnell offenbarten sich heute auch Abstimmungsprobleme in unserer neu formierten Dreierkette: Nach einem Fehlpass auf Höhe der Mittellinie schaltete RWE gegen den aufgerückten WSV schnell um, der flinke Isaiah Young konnte nicht mehr entscheidend gestört werden, umkurvte Sebastian Patzler und schob zum 1:0 ein (6.). Kurz darauf köpfte die WSV-Abwehr einen Einwurf nicht weit genug aus der Gefahrenzone, bei der folgenden Flanke von der linken Seite war Felix Bastians am langen Pfosten viel zu frei und konnte nach nur elf Minuten bereits zum 2:0 einschieben. Immer wieder gelang es den Essenern zu leicht, die nicht gut sortierte WSV-Defensive mit Flanken in Bedrängnis zu bringen.

Björn Mehnert stellt um

Unser Trainer Björn Mehnert reagierte darauf in der 24. Minute mit der Umstellung von Dreier- auf Viererkette: Valdet Rama kam für Durim Berisha ins Spiel. RWE störte unsere Mannschaft jetzt nicht mehr so früh im Spielaufbau, sodass auch der WSV zu längeren Ballbesitzzeiten kam. Nach einer Hereingabe von Valdet Rama auf Semir Saric hatte dieser die erste Möglichkeit für den WSV, schoss aber weit über das Tor. Stattdessen hätte Daniel Heber in der 39. Minute das 3:0 machen müssen - doch sein Kopfball aus drei Metern ging am Tor vorbei. Und dem WSV gelang es wenig später, diese Nachlässigkeit zu bestrafen: Valdet Rama legte einen Chip-Ball von Kevin Rodrigues Pires im Strafraum zurück auf Marco Königs, der flach und platziert einschießen konnte - Anschlusstreffer (44.)!

Der WSV wird offensiver, doch RWE hat die besseren Chancen

Zur Pause wechselte der WSV zum zweiten Mal: Kevin Hagemann feierte nach langer Verletzungspause sein Comeback. Zusammen mit Valdet Rama sorgte er fortan für mehr Schwung in der Offensive. Es entwickelte sich ein offeneres Spiel, in dem der WSV jetzt mehr Spielanteile hatte und RWE seinerseits versuchte, über Konter für die Entscheidung zu sorgen. Der WSV wurde mit zunehmender Spieldauer immer offensiver, kam öfter in den Essener Strafraum, schaffte es aber nicht wirklich, zwingende Torchancen herauszuspielen. Im letzten Moment war immer ein Essener Abwehrbein dazwischen. Zwei Freistöße aus gefährlichen Positionen von Kevin Rodrigues Pires konnte Daniel Davari ohne große Mühe entschärfen. Anders RWE: Bei Kontern, an deren Ende zweimal Sandro Plechaty (56., 73.) zum Abschluss kam, waren es die ganz starken Paraden von Sebastian Patzler, die den WSV im Spiel hielten. Trotzdem hätte Rot-Blau am Ende fast noch den Punkt mitgenommen, doch der Kopfball des eingewechselten Roman Prokoph ging in der Nachspielzeit knapp am Tor vorbei.

Somit blieb es nach schwächerer erster Halbzeit und einer Leistungssteigerung in den zweiten 45 Minuten bei der knappen 1:2-Niederlage, die unser sportlicher Leiter Stephan Küsters wie folgt bewertete: "Ich würde sagen, wir haben die ersten vierzig Minuten total verschlafen und auf diese Weise kann man in Essen auch nicht gewinnen. Man muss hier schon zwei Halbzeiten auf Top-Niveau spielen - wenn du das nicht machst, dann wird es schwierig. Hintenraus haben wir viel Druck gemacht, während Essen natürlich auch die eine oder andere Kontermöglichkeit hatte, in der wir dann Glück hatten. Wenn man aufmachen muss, ist es natürlich sehr schwer, gegen Essen zu verteidigen. Wir waren die ersten vierzig Minuten einfach nicht da und deswegen haben wir heute verloren."

Die Analyse des Torschützen, Marco Königs, fiel ähnlich aus: "Ich glaube, in den ersten zwanzig Minuten waren wir gar nicht im Spiel, da hat RWE die Partie bestimmt. Ich weiß nicht, was da mit uns los war. Danach sind wir etwas besser ins Spiel gekommen, was wir durch das 1:2 untermauern konnten. In der zweiten Halbzeit haben wir nochmal alles versucht und im Endeffekt ist es ganz, ganz bitter, hier 1:2 zu verlieren."

Neuzugang Valdet Rama zog folgendes Fazit: "Die zwei Tore in der ersten Halbzeit sind ärgerlich. Es ist halt, wie es ist. Wir sind auf jeden Fall enttäuscht. Ich glaube, es wäre auf jeden Fall mehr drin gewesen, aber es ist jetzt so. Fehler passieren im Spiel und leider ist es uns heute passiert. Aber das Leben geht weiter, wir müssen jetzt nach vorne schauen, positiv bleiben und nächste Woche die drei Punkte holen."

Das erste Heimspiel nach der Winterpause bestreitet der WSV am kommenden Samstag, den 29. Januar 2022, um 14 Uhr im Stadion am Zoo gegen den SV Straelen.

Aufstellung Rot-Weiss Essen:

1 Daniel Davari - 23 Jose-Enrique Rios Alsonso, 14 Daniel Heber, 3 Felix Herzenbruch, 4 Felix Bastians - 21 Sandro Plechaty (74. 20 Marius Kleinsorge),  7 Luca Dürholtz, 31 Niklas Tarnat, 8 Cedric Harenbrock (74. 17 Erolind Krasniqi) - 30 Isaiah Young (86. 37 Fabian Rüth), 11 Simon Engelmann (68. 13 Zlatko Janjic)

Trainer: Christian Neidhart

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 27 Kevin Pytlik, 26 Dominik Bilogrevic, 22 Durim Berisha (24. 11 Valdet Rama) - 14 Phillip Hanke, 10 Kevin Rodrigues Pires, 7 Semit Saric, 5 Felix Backszat (86. 23 Phillip Aboagye), 33 Niklas Heidemann - 48 Marco Königs (68. 18 Roman Prokoph), 29 Kingsley Sarpai (46. 9 Kevin Hagemann)

Trainer: Björn Mehnert

Stadion: Stadion an der Hafenstraße

Zuschauer: 750 (keine Gästefans)

Tore: 1:0 Young (6.), 2:0 Bastians (12.), 2:1 Königs (44.)

Gelbe Karten: Rios Alonso, Plechaty, Krasniqi - Berisha, Sarpei, Bilogrevic, Hagemann, Hanke

Ecken: 4:4

Schiedsrichter: Patrick Holz / Assistenten: Florian Exner, Waldemar Stor

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

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