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Montag, 02.05.2022 -

1. Mannschaft

Rückblende: Die Spiele im Pokal gegen RWE

Als der WSV im Verbandspokal Rot-Weiss Essen mit 5:0 aus dem Stadion am Zoo „fegte“

Wir schreiben den 2. September 1998. In der 2. Runde des Verbandspokals am Niederrhein trifft der WSV, damals in der Regionalliga West/Südwest beheimatet, im Stadion am Zoo auf Oberligist Rot-Weiss Essen, der von Sommer 1997 an in nur einem Jahr aus der 2. Bundesliga in die Viertklassigkeit durchgereicht worden war. Auf beiden Trainerbänken hat ein Rollentausch stattgefunden: Während bei den Rot-Blauen Rudi Gores, der 1996 mit Essen in die 2. Bundesliga aufgestiegen war, das Zepter schwingt, hat an der Hafenstraße der ehemalige Wuppertaler Trainer und Manager Dieter Tartemann an der Außenlinie das Sagen.

2.800 Zuschauer, darunter 400 Anhänger der Gäste, sahen eine ereignisarme und torlose erste Spielhälfte. Dies sollte sich nach dem Seitenwechsel ändern. Keine sechs Minuten waren in der zweiten Halbzeit absolviert, da gab es einen Handelfmeter für die Gäste. Für RWE trat der kurz vor der Halbzeit eingewechselte Dirk „Putsche“ Helmig an, im WSV-Tor stand Wolfgang Wiesner, der gemeinsam mit Helmig von 1989 bis 1991 an der Hafenstraße gespielt hatte. Wiesner schien sich auch noch Jahre später an die Lieblingsschusstechnik von „Putsche“ Helmig zu erinnern und konnte den Strafstoß abwehren. Dies bewirkte einen wahren Schub im Spiel des WSV, der quasi im Gegenzug durch Abwehrspieler Sven Backhaus mit 1:0 in Führung ging. Danach lief aus rot-blauer Sicht alles in die richtige Richtung: Die Angreifer Christoph Dengel (63.) und Superdribbler Sascha Lenhart (75.) erhöhten auf 3:0, was gleichbedeutend mit der Vorentscheidung war. Unser rumänischer Arbeiter Aurel Panait sorgte sogar noch für das 4:0 sowie den 5:0-Endstand (90., 90.+2) und damit für den Einzug des WSV in die nächste Pokalrunde. Bei diesem Spiel wurde übrigens Daniel Niedzkowski in der 78. Minute in Rot-Blau eingewechselt, der ganz aktuell in der DFB-Trainerausbildung Björn Mehnert anleitet.

Kaum zu glauben, aber wahr: Der 5:0-Kantersieg ist bis zum heutigen Tag der letzte WSV-Erfolg im Aufeinandertreffen beider Mannschaften im Verbandspokal geblieben. Das Duell wurde danach noch fünf Mal ausgelost, davon allerdings vier Mal an der Essener Hafenstraße. 2009 (1:2), 2010 (2:3) und 2011 (1:4) war der WSV dabei sogar jeweils das klassenhöhere Team. Viele erinnern sich vielleicht noch an die jüngere Vergangenheit: 2016 unterlag die Mannschaft von Stefan Vollmerhausen als Oberligist im Endspiel an der Hafenstraße dem Regionalligisten RWE vor 17.000 Zuschauern mit 0:3 und wurde dabei von 4.500 eigenen Anhängern unterstützt. Ein Jahr später trafen beide Kontrahenten im Halbfinale im Stadion am Zoo als Ligakonkurrenten erneut aufeinander, wobei der WSV vor der großartigen Kulisse von 13.003 Zuschauern knapp mit 2:3 den Kürzeren zog.

Insgesamt gab es im Verbandspokal acht Aufeinandertreffen, wovon nur die ersten drei aus WSV-Sicht siegreich gestaltet werden konnten: 1971 gelang im damaligen Westdeutschen Pokal der einzige Auswärtssieg für Rot-Blau (3:1), 1985 siegte der WSV im Stadion am Zoo mit 2:0 und 1998 gab es den erwähnten 5:0-Kantersieg.

Nach nunmehr über 23 Jahren wird es somit mal wieder Zeit für einen Pokalerfolg gegen RWE!

Quelle: neunzehn54

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