MENÜ
21
Mai
SVS
16:15
WSV
Anzeige
Dienstag, 03.05.2022 -

1. Mannschaft

3:1 im Pokal-Halbfinale gegen RWE

Torjäger Roman Prokoph trifft vor 11.743 Zuschauern doppelt

Derby im Halbfinale des Niederrheinpokals! Im Westschlager traf der Wuppertaler SV im Stadion am Zoo auf Rot-Weiss Essen, um den Finalgegner des SV Straelen zu ermitteln. Beide Teams waren souverän ins Halbfinale eingezogen, der WSV mit insgesamt 18:3 Toren, RWE mit einer noch besseren Bilanz von 32:1 Treffern. Der letzte rot-blaue Sieg im Verbandspokal gegen den Rivalen von der Hafenstraße lag derweil über 23 Jahre zurück: Am 2. September 1998 gewann der WSV seinerzeit mit sage und schreibe 5:0 - es war einer von nur drei Siegen in acht Pokal-Aufeinandertreffen.

In der Regionalliga West sind die beiden Vereine aktuell Tabellennachbarn, allerdings trennen den Zweiten RWE und den Dritten WSV sechs Punkte. Trainer Björn Mehnert nahm im Vergleich zum 1:0-Sieg in der Liga gegen die U23 von Borussia Mönchengladbach zwei Wechsel in der Offensive vor: Roman Prokoph und Kingsley Sarpei ersetzten Marco Königs und Phillip Aboagye.

Vor der stimmungsvollen Kulisse von 11.743 Zuschauern bot sich den Gästen die erste Halbchance. Isaiah Young setzte Top-Torjäger Simon Engelmann in Szene, der aus halblinker Position am langen Pfosten vorbeischoss (6.). Doch auch der WSV startete hellwach in die Begegnung. Roman Prokoph steuerte über rechts in den Strafraum, bei seinem scharfen Ball in die Mitte war Gästekeeper Jakob Golz dazwischen (7.). Beide Teams gingen engagiert zu Werke, der WSV versuchte den Gast mit schnellen Angriffen in Verlegenheit zu bringen. Mit Erfolg: Semir Saric bediente Roman Prokoph, der aus 18 Metern zentraler Position unwiderstehlich abschloss und flach links unten traf - 1:0 (17.). Wenig später lag ein ruhender Ball 30 Meter vor dem Essener Tor. Gegen eine Ein-Mann-Mauer schoss Kevin Rodrigues Pires den direkten Freistoß einfach mal aufs Tor - und der Ball schlug flach rechts unten zum 2:0 ein (22.). Der Doppelschlag innerhalb von fünf Minuten war perfekt. Die Zuschauer hatten sich kaum gesetzt, da eroberte Lion Schweers den Ball im Mittelfeld, passte in den Sechzehner auf Kingsley Sarpei, der mit der Hacke ablegte, aber Roman Prokoph kam gegen seinen Gegenspieler einen Schritt zu spät (23.).

Etwa ab der 30. Minute wurde Rot-Weiss Essen stärker und suchte nach einer Antwort. Ein Freistoß von Thomas Eisfeld aus 17 Metern blieb in der Mauer hängen (34.), doch wenig später landete die Kugel im Netz: Sandro Plechaty flankte von rechts und Marius Kleinsorge erzielte mit einem Kopfball, der vom Innenpfosten ins Tor ging, den Anschlusstreffer (36.). Bis zum Halbzeitpfiff konnte der WSV in der Folge die Essener Angriffsbemühungen erfolgreich vom Tor wegverteidigen.

Nach Wiederanpfiff setzte Roman Prokoph einen Kopfball nach einem Freistoß, den Kevin Rodrigues Pires gefährlich Richtung Tor getreten hatte, am Kasten der Gäste vorbei (49.). Anschließend musste das Team von Björn Mehnert die vielleicht brenzligste Phase der Partie überstehen, denn RWE machte nun Druck. Einen Kopfball von Simon Engelmann lenkte Sebastian Patzler glänzend über die Latte (53.). Wenig später ließ unsere Nummer 1 einen Schuss aus dem Rückraum nach vorne abprallen, verhinderte aber anschließend mit einer Monsterparade gegen Felix Bastians, dass dieser den Nachschuss im Tor unterbringen konnte (54.).

Der WSV stand nun defensiver, behielt aber bei zahlreichen Ecken der Gäste im eigenen Strafraum die Hoheit und suchte die Umschaltaktionen - doch beim finalen Pass von Moritz Montag kam Roman Prokoph einen Schritt zu spät (58.) und Semir Saric fand in aussichtsreicher Position die mitgelaufenen Roman Prokoph und Kingsley Sarpei nicht (63.). In der 69. Minute fiel dann die Vorentscheidung: Semir Saric brachte einen Freistoß aus halbrechter Position in den Strafraum und Roman Prokoph erzielte mit einem wuchtigen Kopfball aus 14 Metern ins rechte obere Toreck das 3:1.

Danach war die WSV-Abwehr bis zum Schlusspfiff bei allen Essener Angriffsbemühungen auf dem Posten und ließ nichts Nenneswertes mehr zu. Bei Entlastungsangriffen scheiterte der eingewechselte Kevin Hagemann an Jakob Golz (75.) und der ebenfalls eingewechselte Noah Salau traf das Außennetz (85.). Die beste Möglichkeit auf einen weiteren Treffer hatte dann noch einmal Kevin Hagemann, doch erneut konnte der Gästekeeper parieren (88.). Mit viel Einsatz und Leidenschaft überstand Rot-Blau auch die sechsminütige Nachspielzeit und durfte nach dem Schlusspfiff gemeinsam mit den Fans den Einzug ins Niederrheinpokal-Finale feiern, welches am 21. Mai 2022 in Duisburg stattfinden wird.

Zuvor bestreitet der WSV sein nächstes Spiel in der Regionalliga West am kommenden Sonntag, den 8. Mai 2022 um 14:00 Uhr bei den Sportfreunden Lotte, ehe am Samstag, den 14. Mai 2022 um 14:00 Uhr gegen den FC Wegberg-Beeck der Saisonabschluss stattfindet.

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Sebastian Patzler - 27 Kevin Pytlik, 25 Lion Schweers, 3 Nick Galle - 14 Philipp Hanke, 5 Felix Backszat, 7 Semir Saric (74. 11 Valdet Rama), 10 Kevin Rodrigues Pires (90.+2 26 Dominik Bilogrevic), 2 Moritz Montag (77. 21 Noah Salau) - 18 Roman Prokoph (84. 48 Marco Königs), 29 Kingsley Sarpei

Trainer: Björn Mehnert

Aufstellung Rot-Weiss Essen:

22 Jakob Golz - 21 Sandro Plechaty, 14 Daniel Heber, 3 Felix Herzenbruch, 4 Felix Bastians (72. 38 Oguzhan Kefkir) - 7 Luca Dürholtz, 18 Nils Kaiser (67. 13 Zlatko Janjic), 32 Thomas Eisfeld (72. 33 Nico Haiduk) - 20 Marius Kleinsorge (72. 8 Cedric Harenbrock), 30 Isaiah Young - 11 Simon Engelmann

Trainer: Christian Neidhart

Stadion: Stadion am Zoo

Zuschauer: 11.743

Tore: 1:0 Prokoph (17.), 2:0 Rodrigues Pires (22.), 2:1 Kleinsorge (36.), 3:1 Prokoph (69.)

Gelbe Karten: keine

Ecken: 2:11

Schiedsrichter: Kevin Domnick / Assistenten: Jonah Samuel Njie Besong, Jens Laux

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion

Hol dir den kostenlosen WSV-Newsletter!

Jetzt anmelden

Hol dir den kostenlosen WSV-Newsletter!

Jetzt anmelden
×