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Donnerstag, 05.08.2021 -

DFB-Pokal

„Wir werden alles in die Waagschale werfen“

Vor dem Pokalspiel: neunzehn54 im Gespräch mit WSV-Trainer Björn Mehnert

Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum (Sa., 07.08.2021, 15:30 Uhr, Stadion am Zoo) sprach die neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 1 des WSV-Stadionmagazins mit unserem Trainer Björn Mehnert über seine Einschätzungen zur Partie gegen den Erstligisten.

Hallo Björn. In der ersten Runde des DFB-Pokals heißt der Gegner VfL Bochum. Was habt ihr euch für das Spiel vorgenommen?

Wir treten in einem Wettbewerb an, dem DFB-Pokal, und in diesem versuchen wir natürlich auch eine Runde weiterzukommen. Wir wollen gute Gastgeber sein, aber wir werden nicht den roten Teppich ausrollen und den VfL Bochum kampflos in die nächste Runde begleiten. Wir werden alles in die Waagschale werfen und versuchen, unseren Fans einen großartigen Pokalfight zu liefern, um dann nach Möglichkeit an einem sehr guten Tag und einem nicht so guten Tag des VfL Bochum eine minikleine Chance zu haben. Wir wissen, dass es sehr schwierig wird. Bochum ist ein Bundesligist, der mit der Euphorie des Aufstiegs zu uns kommt und qualitativ natürlich, wenn man die einzelnen Spieler oder die einzelnen Positionen nimmt, besser besetzt ist. Wir werden aber versuchen, kollektiv dagegenzuhalten und schauen, was dann am Ende des Tages dabei herauskommt.

Wie schätzt du den VfL Bochum ein?

Der VfL Bochum ist im Ruhrgebiet ein sehr sympathischer Gegner, ein familiennaher Verein, zu dem man gerne ins Stadion geht. Die Arena ist ein reines Fußballstadion, in dem ich auch gerne selbst Fußball gucke. Es macht Spaß, in diesem Stadion Fußball zu schauen und der Verein hat es einfach verdient, nach vielen Jahren jetzt wieder in der Bundesliga zu sein. Der Verein hat sehr sympathische Verantwortliche, zumindest von außen betrachtet, und auch der Verein selbst kommt immer sympathisch rüber. Die Mannschaft ist eine Bundesligamannschaft mit einer extremen Qualität. Sie sind souverän und verdient aufgestiegen, haben einen großartigen Fußball gespielt und sich jetzt auf verschiedenen Positionen noch mal verstärkt. Sie sind gerade über die Außenbahnen mit extremer Geschwindigkeit gesegnet haben mit dem einen oder anderen Spieler, wie zum Beispiel Christopher Antwi-Adjej, sogar noch Geschwindigkeit hinzugewonnen. Sie haben einen klaren Plan vom Fußball und ich drücke dem VfL Bochum die Daumen für die Bundesliga, dass sie die Klasse halten - denn darum wird es für den VfL Bochum wohl einzig gehen. Im Pokal drücke ich ihnen natürlich nicht die Daumen.

Wie habt ihr euch und werdet euch noch auf das wichtige Spiel vorbereiten?

Die Vorbereitung war bislang und wird nicht anders sein als im Ligabetrieb in der Regionalliga. Wir beobachten den Gegner im Vorfeld das eine oder andere Mal. Wir gucken uns Videos an, um dann einen eigenen Matchplan zu entwickeln, der auf die Spielweise des Gegners passt oder passen könnte. Wir werden sehr gut vorbereitet sein für das Pokalspiel. Letztendlich wird es darauf ankommen, wie man den Matchplan, den man sich ausgedacht hat, umsetzen kann, denn auf der anderen Seite stehen natürlich genauso elf Spieler, die einen Matchplan mitbekommen haben. Deswegen muss man diesbezüglich auch immer flexibel sein während des Spiels.

Seht ihr einen Vorteil darin, dass es ein Heimspiel ist?

Wir finden es klasse, dass wir den Wuppertaler SV vor unseren Fans und auch bundesweit in einem Wettbewerb wie dem DFB-Pokal vertreten dürfen. Das macht uns stolz. Deshalb werden die Jungs auch alles in die Waagschale werfen. Wenn man eine Chance haben will, erhöht sich diese kleine Chance, glaube ich, wenn man zu Hause in seinem Wohnzimmer spielen darf. Man kennt das Drumherum sowie die Kabine, in der man sich wohlfühlt und an die man sich nicht erst noch gewöhnen muss. Wobei ich nicht weiß, ob es jetzt ein riesiger Nachteil für den VfL Bochum ist, denn das sind Vollprofis. Aber ich glaube schon, dass es letztendlich ein Vorteil sein kann, zu Hause zu spielen - wenn wir mit den eigenen Fans im Rücken ein gutes Spiel hinlegen und auch gerade am Anfang gut ins Spiel hineinkommen.

Habt ihr euch ein Ziel für den Pokal gesetzt oder denkt ihr von Spiel zu Spiel?

Generell bin ich schon ein Freund davon, sich Ziele zu setzen. Wir haben definitiv Ziele und werden uns welche setzen. Aber ich glaube, für den DFB-Pokal wäre es vermessen, wenn man als Regionalligist eine Zielsetzung ausgeben würde. Uns ist es wichtig, dass wir - genauso wie letztes Jahr auf unserer erfolgreichen Reise im Niederrheinpokal - einfach von Spiel zu Spiel schauen, in jeder Begegnung alles reinwerfen und jede Partie wie ein Endspiel ansehen. Für einen Regionalligisten wäre es immer eine große Überraschung, wenn man den einen oder anderen höherklassigen Gegner aus dem Wettbewerb werfen könnte. Nichtsdestotrotz glauben wir schon, dass wir nicht komplett chancenlos sind. Aber dafür werden viele Faktoren an diesem Tag wichtig sein, um eine kleine Chance zu haben.

Was sagst du zu den diesjährigen Trikots?

Stephan Küsters und alle, die dafür verantwortlich sind, sind sehr kreativ unterwegs und machen einen super Job. Ich finde die Trikots großartig. Sie sehen sehr schön aus und ich glaube, alle können damit zufrieden sein. Wir hoffen natürlich, dass wir die Pokaltrikots mehr als einmal tragen dürfen.

Gibt es noch etwas, das du den WSV-Fans mitteilen möchtest?

Ich hoffe, ihr freut euch genauso auf die neue Saison wie die Jungs, wie ich, und wie alle, die im Staff sind. Wir fiebern dem Saisonstart und der ersten Runde des DFB-Pokals gegen den VfL Bochum entgegen. Wir hoffen auf viele Zuschauer, die uns unterstützen und uns den Rücken stärken - nicht nur in diesem einen Spiel, sondern in der ganzen Saison. Wir hoffen, dass unsere Fans uns helfen, das eine oder andere Hindernis wegzuräumen. Die Saison wird nicht einfach, sie wird schwierig. Wir werden gut vorbereitet sein und ich glaube, wenn wir alle zusammenstehen und auch in der einen oder anderen Niederlage positiv nach vorne blicken, werden wir viele positive Augenblicke und viele Siege erringen können. Die Wuppertaler Fans sind unser Faustpfand. Ich kenne sie und ich weiß, wie beflügelnd das auf eine Mannschaft wirken kann. Ich wünsche mir, viele Freunde - vielleicht auch aus vergangenen Zeiten - im Stadion wiederzutreffen und dass sie die Jungs heute genauso anfeuern, wie ich es damals als Spieler selbst erleben durfte. Ich hoffe auf eine ähnlich oder vielleicht sogar noch erfolgreichere Zeit wie damals und freue mich auf euch!

Vielen Dank für das Gespräch, Mehne! Wir drücken die Daumen für das DFB-Pokal-Spiel.

Quelle: neunzehn54

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