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Freitag, 06.08.2021 -

DFB-Pokal

Im Gespräch mit Thomas Reis (VfL Bochum)

„Ich freue mich sehr auf das Spiel“

Seit September 2019 ist Thomas Reis Cheftrainer der ersten Mannschaft des VfL Bochum. Der 47-Jährige Wertheimer absolvierte zwischen 1995 und 2003 über 170 Spiele für den VfL und war später in der Nachwuchsabteilung des Vereins tätig. Bei seiner Amtsübernahme stand die Mannschaft mit zwei Punkten auf dem vorletzten Tabellenplatz, zwei Jahre später feierten die Bochumer den Aufstieg in die erste Fußball-Bundesliga. Vor dem DFB-Pokalspiel gegen den VfL Bochum (Sa., 07.08.2021, 15:30 Uhr, Stadion am Zoo) hat sich die neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 1 des WSV-Stadionmagazins mit ihm unterhalten.

Hallo Herr Reis, herzlichen Glückwunsch zum Aufstieg in die Bundesliga! Konnten Sie in der Sommerpause etwas abschalten oder ist das bei der Vorbereitung einer so wichtigen Saison gar nicht möglich?

Natürlich stand ich fast die ganze Zeit im Austausch mit unserem Geschäftsführer Sport, Sebastian Schindzielorz. Doch ein paar Tage konnte ich mich auch im Urlaub erholen.

Sie sind jetzt seit einigen Wochen im Training und haben mehrere Testspiele bestritten. Wie zufrieden sind Sie mit dem Stand der Vorbereitung und der Leistung in den Testspielen?

Ich bin zufrieden, da ich eine Entwicklung sehe. Dinge, die wir in einem Testspiel nicht so gut gemacht haben, konnten wir im nächsten verbessern. Ich nutze Testspiele auch, um verschiedene Dinge auszuprobieren.

Mit Robert Zulj ist ihr Spielmacher und Topscorer nicht mehr an Bord. Wie schwer wiegt der Verlust?

Robert hatte einen Riesenanteil an unserem Aufstieg, wir haben mit ihm eine tolle Zeit erlebt. Wir wussten, dass er so eine Klausel im Vertrag hat. Ich habe durchaus Verständnis für seine Entscheidung. Wir haben aber auch andere Spieler, die diese Position bekleiden könne. Eduard Löwen ist absolut in der Lage auf der 10 zu spielen. Zudem auch Simon Zoller, Miloš Pantovi? oder Takuma Asano.

Moritz Römling und Lars Holtkamp haben letzte Rückrunde bei uns einen guten Eindruck hinterlassen. Beschäftigen Sie sich als Cheftrainer auch mit den verliehenen Spielern? Was fehlt den beiden noch, um bei Ihnen eine Rolle spielen zu können?

Natürlich stehen wir auch mit unseren verliehenen Spielern im Austausch und beobachten ihre Entwicklung. Moritz und Lars sind beide noch sehr jung. Es ist wichtig, dass sie so viel Spielpraxis wie möglich sammeln. Die Leihe zum Wuppertaler SV hat beiden sehr gutgetan.

Mit Robert Tesche und Anthony Losilla ist ihr zentrales Mittelfeld zusammen fast 70 Jahre alt. Ist das ein Nachteil oder können die beiden ihre altersbedingten Geschwindigkeitsdefizite durch Erfahrung ausgleichen?

Es ist kein Nachteil. Die beiden haben in der vergangenen Saison gezeigt, wie wichtig sie für das Team sind. Die beiden haben bewiesen, dass sich auch ältere Spieler weiterentwickeln können. Robert Tesche ist mit seinen acht Toren und drei Vorlagen aus der vergangenen Spielzeit ein gutes Beispiel dafür.

Viele Spieler ihrer Mannschaft schienen vor Ihrem Wechsel zum VfL Bochum auf dem absteigenden Ast zu sein. Hat der VfL gezielt darauf gesetzt, diese Spieler vielleicht etwas günstiger zu bekommen, um sie dann wieder an ihr altes Leistungsniveau heranzuführen?

Der VfL hat wirtschaftlich nicht die Mittel wie andere Vereine. Wir müssen immer Ausschau nach Spielern halten, die wir weiterentwickeln können, da wir nicht in der Lage sind, hohe Ablösesummen zu zahlen. Auch Eigengewächse zu entwickeln ist wichtig für uns.

Freuen Sie sich auf das Spiel im Stadion am Zoo? Was für eine Partie und Atmosphäre erwarten Sie?

Ich freue mich sehr auf das Spiel. Es ist eine tolle Konstellation - besonders für die Fans, da Bochum und Wuppertal nicht weit entfernt sind. Es ist ein kleines Derby für mich, bei dem ich eine tolle Stimmung erwarte. Ich hoffe natürlich, dass uns auch Fans aus Bochum begleiten dürfen. Das wäre nach der ganzen Zeit ohne Fans etwas Besonderes.

Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: neunzehn54

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