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Donnerstag, 13.12.2018 -

U19 im Stadion

Phil Knop: "Wir haben nichts zu verlieren!"

Mittelfeldspieler erzielte das goldene 1:0 im Achtelfinale gegen Sandhausen

Seit 2013 spielt der gebürtige Wuppertaler beim WSV - da war er 14. Mittlerweile ist Phil Knop zum Stammspieler der U19 und einer echten Säule im Team von Pascal Bieler gereift. Fünf Treffer gelangen dem eigentlich nicht als Torjäger bekannten Mittelfeldspieler in dieser Saison der U19-Niederrheinliga. Vor dem Pokalkracher gegen den VfB Stuttgart am Sonntag haben wir mit ihm über die Unterschiede zwischen Uellendahl und dem Stadion am Zoo, "Kampfspiele" und das Mannschaftsgefüge in der U19 gesprochen.

WSV-HP: Hallo Phil! Für die U19 steht am Sonntag das nächste große Spiel im DFB-Pokal an: Im Viertelfinale geht es gegen den VfB Stuttgart. Wie sieht eure Gefühlslage jetzt kurz vor dem Spiel aus?

Phil Knop: „Jeder Spieler hat sich die Auslosung bei Sport1 angeschaut und als dann Stuttgart gezogen wurde, war die Freude groß. Einen besseren Gegner hätten wir wohl kaum bekommen können. Es ist ein Bonusspiel für uns und jeder hat tierisch Bock darauf! Das ist schon eine Sensation, dass wir so weit gekommen sind. Wir haben im Gegensatz zu unseren Gegnern nichts zu verlieren!"

WSV-HP: Ihr habt in den vorherigen Runden im DFB-Pokal zwei gute U19-Jugendteams vom 1. FC Nürnberg und dem SV Sandhausen geschlagen. Denkt man da bereits daran, was mit den Jungs noch alles möglich ist?

Phil Knop: „Wir schauen immer erst einmal auf die Liga. Da sind wir in vielen Spielen der Favorit, tun uns in manchen Spielen aber auch schwer. Eine Niederlage können wir uns also weder in der Liga, noch im Pokal leisten. Stuttgart hat ein anderes Niveau. Sie spielen in der Bundesliga und sind dort Erster. Wir sind klarer Außenseiter in diesem Spiel. Sollten wir aber gewinnen und eine Runde weiter kommen, passiert hier einiges. Wir müssen über die 100% gehen. Das wissen wir. Beide Teams haben seit vielen Spielen nicht mehr verloren und haben einen echten Lauf. Unser Lauf hilft uns, selbstbewusst zu sein." 

WSV-HP: Im letzten DFB Pokal-Spiel hast du den goldenen Treffer zum 1:0 gegen Sandhausen erzielt. Was ging in dir vor?

Phil Knop: „Der Ball wurde geflankt und ich dachte zuerst: „Der ist zu lang!“. Ich wollte irgendwie noch hochspringen und den Ball köpfen. Dass er dann so im langen Eck einschlägt hat mich auch überrascht. Dann haben wir nur noch gejubelt. Es war auch ein guter Zeitpunkt im Spiel: Sandhausen war gerade am Drücker."

WSV-HP: Gegen Nürnberg hattet ihr das große Spiel im Stadion am Zoo mit gutem Ausgang (2:1) und etwas mehr als einen Monat später am Uellendahl der 1:0 Sieg gegen Sandhausen. Am Uellendahl kennt ihr die Kabinen und die Umgebung. Im Stadion ist das Spiel etwas ganz Besonderes. Wo siehst du die Unterschiede und die Vorteile, wenn im Stadion gespielt werden kann?

Phil Knop: „Es ist einfach unglaublich wenn man durch die Katakomben geht, die Fans schon hört und dann in dieses große Stadion einläuft. Da sitzen dann vielleicht 1000 Leute und die Anspannung steigt. Am Uellendahl kennen wir die Anlage. Gegen Sandhausen war es wie ein Ligaspiel. Das Spiel gegen Nürnberg im Stadion zu spielen war unbeschreiblich. Wir freuen uns, dass wir jetzt wieder dort ran dürfen." 

WSV-HP: Was können die Fans im Stadion bewirken?

Phil Knop: „Ich weiß, dass es wie ein Klischee klingt, aber man geht für die Fans über die Schmerzgrenze hinaus. Vielleicht sagen das viele Spieler. Aber wir brauchen die Fans um Stuttgart schlagen zu können."

WSV-HP: Das Wetter am Wochenende wird kalt. Der Rasen wird durch das Regionalligaspiel am Samstag wahrscheinlich etwas bearbeitet aussehen. Du bist als Mittelfeldspieler auch als Zweikämpfer bekannt. Können uns die Bedingungen gegen eine technisch gute Mannschaft wie Stuttgart vielleicht in die Karten spielen?

Phil Knop: „Wenn wir es hinbekommen, ein „Kampfspiel“ draus zu machen, kann uns das helfen. Wir haben auch gute Techniker, Jungs die Vieles mit dem Ball können. Aber Stuttgart hat da Vorteile. Das ist ein anderes Kaliber. Wir werden trotzdem zu unseren Möglichkeiten kommen und müssen die dann nutzen." 

WSV-HP: Kommen wir nochmal zur U19 generell: Ihr seid mit einem großen Kader in die Saison gegangen und steht jetzt in der Niederrheinliga auf dem ersten Rang. Viele Spieler sind schon seit vielen Jahren beim WSV. Man kennt sich also. Euer Platz beweist, dass es im Team stimmt..

Phil Knop: „Ja, absolut. Auf und neben dem Platz muss man sich kennen um Erfolg zu haben. Wenn man mit Freunden spielt, traut man sich auch mehr zu. Deswegen stehen wir da, wo wir jetzt sind. Nach dem Training oder den Spielen machen wir auch oft etwas zusammen."

WSV-HP: Bald ist Weihnachten und damit die perfekte Wunschzeit. Was wünscht ihr euch für Sonntag? 

Phil Knop: „Der VfB soll sehen, wer der WSV ist. Wir sind kein Team, das den Kopf vorher in den Sand steckt oder sich abschlachten lässt. Wir wollen unseren Fußball spielen. Der Support der Fans wird uns dabei helfen. Wir wissen, dass sie stark sind, aber nicht unschlagbar. Als Fußballer will man eben immer gewinnen."

Vielen Dank für das Interview, Phil!

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(Foto: Tim Leusmann)

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