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Dienstag, 17.04.2018 -

Vorbericht

Uphoff vor Wattenscheid: "Neun Punkte in einer Woche wären richtig geil!"

Flutlichtheimspiel beginnt am Mittwoch um 19 Uhr

Vor dem Spiel gegen die SG Wattenscheid 09 haben wir mit einem Rückkehrer gesprochen: Tjorben Uphoff ist nicht nur nach seinem kurzen Aufenthalt im saarländischen Elversberg zurück in NRW sondern nach seiner gelb-roten Karte im Derby auch für den WSV wieder verfügbar. Wir haben vor dem Spiel mit ihm gesprochen!

WSV-HP: 3:1 bei der Zweitvertretung von Fortuna Düsseldorf und du musstest leider zuschauen. Wie erlebt man als Stammspieler ein Spiel von der Tribüne? Leidet man besonders?

Tjorben Uphoff: "Natürlich ist es kein schönes Gefühl draußen zu sitzen. Ich hoffe deswegen, dass ich am Mittwoch wieder auf dem Platz stehen darf und meinen Beitrag zum Erfolg der Mannschaft beitragen kann. Gegen Düsseldorf hatte ich ja gar nicht die Möglichkeit groß zu leiden. Wir haben das Spiel von Anfang an im Griff gehabt, Chris Kramer kann schon kurz nach Beginn das erste Tor machen. Ich hatte während der 90 Minuten nie das Gefühl, dass wir nicht wissen was wir tun oder unseren Matchplan verlassen. Das Spiel habe ich deswegen relativ entspannt von der Tribüne verfolgen können. Nach dem 2:0 war das Thema für mich eigentlich durch, auch wenn wir dann noch ein Gegentor bekommen haben. Aber der Blick aufs Spiel ist als "Tribünengast" sowieso anders: Man schaut sich, wenn man nicht gespielt hat, nach dem Spiel eigentlich nur den Bericht auf der Homepage an und dann reicht es auch für den Spieltag. Wenn man ein schlechtes Spiel gemacht hat ist das ähnlich. Da will man natürlich für ganz kurze Zeit auch nichts mehr vom Fußball wissen. Das ist als Fußballer aber ganz normal, glaube ich."

WSV-HP: Nach den vielen Spielabsagen im Winter sind wir momentan mittendrin in den Englischen Wochen - wie ist die Belastung in der Mannschaft und für dich persönlich?

Tjorben Uphoff: "Eigentlich ist die Pause das einzig Gute, was ich der gelb-roten Karte im Derby abgewinnen kann. So eine halbe Woche Pause ist schon gut um den Akku wieder aufzuladen. Es ist ansonsten aber extrem. Es waren jetzt schon einige englische Wochen und wir stecken mittendrin. Zum Einen für den Kopf, zum Anderen für den Körper. Die körperliche Komponente bekommen wir aber durch eine gute Trainingssteuerung hin. Vom Kopf her ist es schwierig. Es fehlt dieses "endlich wieder Spiel" Gefühl weil ein Spiel auf das andere folgt. Aber klar: Man spielt natürlich lieber als man trainiert. Wir machen das insgesamt sehr gut in den englischen Wochen. Die Ergebnisse stimmen und wenn wir aus den nächsten Spieler auch noch mindestens einen Sieg holen, dann ist das alles in allem eine gute Ausbeute. 

WSV-HP: Für den WSV steht eine Ruhrpottwoche an: Erst geht es gegen Wattenscheid, dann am Samstag gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund. Du selbst wohnst in Bochum und hast lange auf Schalke gespielt. Sind das besondere Spiele, wenn es gegen Teams aus dem "Pott" geht?

Tjorben Uphoff: "Ich habe zwei Jahre auf Schalke bei der U23 gespielt. Da waren die Spiele gegen Dortmund natürlich etwas Besonderes. Die Rivalität, die man auch bei den Zweitvertretungen hat, merkt man im Vorfeld natürlich. Jetzt ist das für mich aber kein großes Thema mehr. Vielleicht ist das noch ein wenig im Unterbewusstsein vorhanden. Das Spiel gegen Wattenscheid ist für mich insofern spannend, da ich ca. zwei Kilometer entfernt vom Lohrheidestadion wohne. Sonst gibt es aber für mich beim WSV Spiele mit "Derbycharakter" und die sind natürlich besonders. Bei den Spielen der Dortmunder U23 kommen ja auch immernoch einige Fans mit. Das ergibt dann eine andere Atmosphäre. Wenn wir gegen Wattenscheid gewinnen, die ein direkter Konkurrent sind, können wir die Woche vergolden. Neun Punkte in einer Woche wären richtig geil!"

WSV-HP: Bei deiner letzten Station in Elversberg kamst du über einen Kurzeinsatz in der Liga und zweien im Pokal nicht hinaus. Beim WSV bist du Stammspieler nach einem halben Jahrmit wenig Spielpraxis - wie fühlt sich das jetzt an?

Tjorben Uphoff: "Man fühlt sich generell besser und als vollwertiges Mitglied einer Mannschaft. Man zweifelt auch weniger an sich. Ich habe mir in dieser Zeit natürlich die Fragen gestellt: "Warum klappt das nicht? Warum spiele ich nicht? Reicht es vielleicht doch nicht?" Mit dem Wechsel zum WSV habe ich für mich und mein Wohlbefinden alles richtig gemacht. Ich bekomme hier von allen Seiten die Wertschätzung, die es mir ermöglicht die Leistung zu bringen, die ich bringen kann und ich kann sicher sein, dass hier an mich geglaubt wird. Das ist auch für das Privatleben besser: Man ist ausgeglichen, hat die Belastung am Wochenende und weiß, was man getan hat. Während meiner Zeit bei Elversberg war ich oft antriebslos durch die sportliche Situation. Wenn man keine Möglichkeit mehr sieht die Gesamtsituation zu verändern hängt man dann in der Freizeit auch viel rum. Gedanken wie "Du spielst doch eh nicht" kommen natürlich auch. Das wollte ich alles nicht mehr und bin deswegen zum WSV gekommen und mit dieser Entscheidung echt glücklich."

WSV-HP: Nach den Spielen gegen Essen und Düsseldorf II kommt jetzt Wattenscheid. Drei komplett unterschiedliche Gegner. Wie bereitet man sich bei so einem "Auf und Ab" auf die Gegner vor?

Tjorben Uphoff: "Ja, das stimmt: Das sind drei komplett unterschiedliche Spiele. Ich kenne das noch aus meienr Schalker Zeit, dass man lieber gegen eine U23 spielt, die viel spielerisch lösen möchte,  als gegen eine abgeklärte Herrenmannschaft. Deswegen wird das gegen Wattenscheid ganz anders als gegen Düsseldorf. Wattenscheid ist fußballerisch stark, allerdings auch die eben angesprochene abgeklärte Mannschaft. Es passiert jetzt viel im Kopf. In der kurzen Zeit kann man sich nicht so vorbereiten wie im normalen Rhythmus. Wir müssen versuchen unser Spiel durchzudrücken. Wenn wir das so schaffen wird jeder Gegner in der Liga Probleme bekommen. Wir erwarten knackige Zweikämpfe. Der Trainer bereitet uns heute noch auf Wattenscheid vor. Dann werden wir sehen."

WSV-HP: Vielen Dank für das Interview, Tjorben!

42 gegen 38

Die Tabelle:
42 Punkte gegen 38 Punkte oder Sechster gegen Zehnter - Wenn der WSV im Stadion am Zoo am Mittwoch gegen Wattenscheid spielt, treffen Tabellennachbarn aufeinander. Mit einem Sieg könnte der WSV an die Zweitvertretung von Borussia Dortmund heran rücken - übrigens der nächste Gegner im Stadion am Zoo (Sa.,16 Uhr).

Die Tore:
Mit sieben Treffern in 27 Spielen in der Regionalliga West ist Joseph Boyamba der beste Torschütze der Wattenscheider. Christopher Kramer auf Seiten des WSV kann das toppen: Bereits 13 Mal netzte er für #DieRotBlaueEinheit. Auch mit der gesamten Mannschaft ist der WSV torgefährlicher: 45 Treffer erzielte der WSV bei 34 Gegentoren bisher in der Saison, bei Wattenscheid sind es 42 Tore und 37 Gegentreffer. 

Die Ausfälle beim WSV: 
Der gleiche Kader wie zum Spiel gegen Düsseldorf II steht Cheftrainer Christian Britscho zur Verfügung. Einzige Ausnahme ist Tjorben Uphoff nach seiner gelb-roten Karte im Derby. Beim WSV fehlen weiterhin Peter Schmetz (Aufbautraining nach Mittelfußbruch), Gaetano Manno (Aufbautraining nach Muskelfaserriss), Yassine Khadraoui (Aufbautraining nach Fersenbeinbruch), Sandy Husic (Achillessehne) und Dennis Dowidat (Adduktorenprobleme). Bei der SG Wattenscheid 09 fallen wohl Matthias Tietz und Steve Tunga (beide Kopfverletzungen) und Fabio Manuel Dias (Kreutzbandriss) aus.

Ticketinfo: 

Holt euch noch schnell das "Flutlichtticket 2.0" - ihr bekommt die Spiele

SG Wattenscheid 09 (Mi, 18.04.2018 - 19:00 Uhr) und
Borussia Mönchengladbach II (Di, 08.05.2018 - 19:00 Uhr)  

im "Komplettpaket Stehplatz" für 13 Euro (statt 18 Euro) und im "Komplettpaket Sitzplatz" für 27 Euro (statt 34 Euro)! Die Tickets gibt es im WSV-Fanshop in der Rathaus Galerie und auf der Geschäftsstelle im Stadion am Zoo!

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