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WSV
Dienstag, 30.07.2019 -

Fans

Der WSV vor der Saison 2019/2020 – Das sagen die Fans

Schmalspur-Etat und neu formierte Mannschaft. Eine Regionalliga mit 19 Vereinen und bis zu fünf Absteigern. Was erwarten die WSV-Anhänger von der neuen Saison 2019/20? Welche Hoffnungen und Befürchtungen haben sie? Unser Stadionmagazin "neunzehn54" hat einige von ihnen im Laufe der Saisonvorbereitung befragt.


Alexander Barthmes: „Die Ereignisse im letzten halben Jahr waren für mich ein absoluter Tiefpunkt. Ich erhoffe mir jetzt eine ehrliche, realisierbare und transparente Arbeit des neuen Vorstands. Der neuen Mannschaft stehe ich sehr positiv gegenüber und bin optimistisch, dass der Klassenerhalt geschafft werden kann, wenn es gelingt, dass Team, Fans, Trainerstab und Vorstand gemeinsam und nicht gegeneinander arbeiten.“

Alexander Barthmes, 42, besuchte sein erstes WSV-Spiel in der Aufstiegsrunde der Saison 1989/90 zu Hause gegen den VfB Oldenburg (1:2) und ist seitdem großer WSV-Fan. Sein Stammplatz war früher in der Fankurve, heute sitzt er mit seinen Söhnen Liam, Tamo und Juri eher im Familienblock.


Björn Sohn: „Meine Erwartungen sind eigentlich gar keine. Ich bin zunächst einmal froh, dass es überhaupt in der Regionalliga weitergeht. Alles Weitere werden wir sehen. Ich hoffe, dass die Klasse erhalten wird und wir endlich wieder in ruhiges Fahrwasser im Verein kommen.“

Björn Sohn, 48, ist seit 1982 WSV-Fan und seitdem regelmäßig im Stadion. Früher stand er in der alten Fankurve, heute sitzt er auf der Haupttribüne.


Carsten: „Mal wieder, wie jede Saison, setze ich viele Hoffnungen in den WSV. Sportlich wird es sicher nicht einfach werden, aber vielleicht ist das gerade eine Chance, dass es nicht nach ein paar Spielen nur noch um die 'goldene Ananas' geht, sondern wirklich Spannung aufkommt und Punkte gegen den Abstieg bejubelt werden können. Klasse finde ich das Konzept, wieder eigene Jugendspieler zu integrieren. Das Desaster rund um Vereinsführung und Finanzen ist kaum in Worte zu fassen und da bleibt nur die Hoffnung, dass es keine weiteren Tiefschläge geben wird. Auf geht's rot-blau, reißt uns wieder mit - es lohnt sich, wie das Highlight gegen Uerdingen gezeigt hat!“

Carsten, 42, ist dem WSV seit der Aufstiegsrunde 1989 verfallen. Auch damals konnte man als Meister nicht direkt aufsteigen. Seitdem ist er viele Heimspiele in der Saison im Stadion, früher auf der Gegengerade, dann auf der Nord und seit ein paar Jahren mit seinen drei Kindern im Familienblock.


Fabian Bollmus: „Ich erhoffe mir von der neuen Saison, dass wir einfach wieder mitgenommen werden von der Mannschaft. Dass Kampfgeist entwickelt wird und ein Miteinander stattfindet zwischen Fans und Mannschaft. Dass man enger zusammen rückt und die Klasse hält. Das würde mir schon reichen.“

Fabian Bollmus, 26, war 1997 das erste Mal mit seinem Vater im Stadion. Ein Foto, das ihn bei diesem Spiel auf dem Arm seines Vaters zeigt, dokumentiert diesen besonderen Moment. Heute ist er Teil der aktiven Fanszene und hat seinen Stammplatz auf der Nordtribüne.


Gabi Rech: „Meine Erwartungshaltung für die neue Saison ist, dass die Jungs mit Spaß an die Sache heran gehen. Wir werden wenige Stammspieler aus der ehemaligen Truppe sehen und haben ziemlich viele neue Spieler. Ich hoffe, dass wir ein gutes Miteinander der Spieler erleben werden. Ich habe bisher in sämtlichen Trainingseinheiten beobachtet, dass da ziemlich viel Harmonie untereinander herrscht. Der Trainer kommt gut bei den Spielern an. Er weiß, was er will und er zeigt auch harte Züge, aber ich denke, das wird eine runde Sache und ich würde mir erhoffen, dass wir den Klassenerhalt schaffen.“

Michael Rech: „Ich hoffe, dass wir drin bleiben und sehr schnell gesichert sind. Der Aufstieg wird sowieso kein Thema und der Abstieg sollte es möglichst auch nicht werden. Und dann müssen wir mal schauen, was möglich ist. Der Trainer kommt jedenfalls sehr sympathisch rüber. Er ist ein super Typ, der auch sehr gut mit den Spielern umgeht, wie wir das im Training mitbekommen.“

Gabi Rech, 60, und Michael Rech, 64, sind seit stolzen 48 Jahren WSV-Anhänger und im Stadion am Zoo regelmäßig in Block P anzutreffen. Darüber hinaus sind sie treue Besucher der Trainingseinheiten der Mannschaft.


Jörg: „Ich bin der Meinung, dass wir sportlich gesehen jetzt eigentlich an dem Punkt sind, an dem wir vor fünf Jahren hätten sein müssen: Dass mit jungen Leuten, teilweise hier aus der Region, etwas aufgebaut wird, damit diese sich für höhere Aufgaben empfehlen und dann bei sportlichem Erfolg auch bleiben können. Was im Augenblick natürlich wichtig ist, ist der Klassenerhalt. Der Nichtabstieg ist sicherlich das oberste Ziel. Vielleicht kann man auch für die eine oder andere Überraschung sorgen. Vielleicht gelingt es auch, attraktiven Fußball zu spielen, aber auf jeden Fall so zu kämpfen, dass die Zuschauer mitgenommen werden, damit die Fans auch bei Misserfolg nicht sauer sind, sondern merken, dass da alles gegeben wird. Jungen Leuten verzeiht man sicherlich auch Fehler. Schön ist, dass wir einen Trikotsponsor haben. Möglicherweise geht auch der Gesamtverein mit all seinen Abteilungen gestärkt aus der Situation hervor. Auf jeden Fall muss in der kommenden Saison transparent gearbeitet werden, denn eine Saison wie die letzte können wir uns kein zweites Mal leisten.“

Jörg, 65, trägt das WSV-Gen seit 1968 in sich und besucht seitdem regelmäßig die Spiele im Stadion am Zoo, wo er heute Inhaber einer Dauerkarte für die Haupttribüne ist.


Max Schleicher: „Am Anfang war ich sehr skeptisch nach den Ereignissen im letzten Jahr. Ich habe aber das Gefühl, dass die wilde junge Truppe Bock hat, für die Stadt und den Verein was zu reißen – und dies auch umsetzen wird.“

Max Schleicher, 22, erinnert sich an sein erstes WSV-Spiel am 24.01.2004 gegen den FC Bayern München. Das damalige Freundschaftsspiel endete 3:5. Er ist außerdem selbst als Schiedsrichter tätig.


Nils: „Ich erhoffe mir für die kommende Saison von der jungen, dynamischen Mannschaft ein aggressives, hungriges Spiel mit viel Einsatz und im Endeffekt dann als Ergebnis zumindest den Klassenerhalt. Wenn es ein bisschen mehr wird, ist es auch okay, aber der Klassenerhalt ist erst mal das mindeste, was man erwarten kann.“

Nils, 30, ist dem WSV seit 15 Jahren treu ergeben und nimmt im Stadion am Zoo seinen Stammplatz in der alten Fankurve ein. Spiele besucht er regelmäßig mit seinen Freunden wie Paul, 32 und Christian, 40, der für sein erstes WSV-Spiel extra aus Dresden angereist war.


Stephan E.: „Ich hoffe auf jeden Fall auf den Klassenerhalt und dass möglichst schnell die nötigen Punkte gesammelt werden. Danach kann man erst weitersehen. So wie man sieht, besteht die Mannschaft aus überwiegend neuen, jungen Spielern. Ich hoffe, dass sich zusammen mit den erfahreneren Spielern eine Mischung ergibt, die dann den Klassenerhalt schafft.“

Stephan E., 56, hat seit 40 Jahren rot-blaues Blut in seinen Adern. WSV-Fans kennen ihn aus dem Fanshop in der Rathaus Galerie, wo er seit 2016 für seinen Herzensverein arbeitet.


(Quelle: Stadionmagazin neunzehn54)

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