MENÜ
24
Sep
SVL
19:30
WSV
Sonntag, 28.07.2019 -

Interview

Im Gespräch mit Cheftrainer Andreas Zimmermann

Das Stadionmagazin neunzehn54 sprach vor dem erfolgreichen Auftakt gegen Alemannia Aachen mit unserem Cheftrainer Andreas Zimmermann. Nachfolgend noch einmal das komplette Interview zum Nachlesen:

LÖWENBANDE
Im Gespräch mit Cheftrainer Andreas Zimmermann


„Wir wollen die Zuschauer begeistern, indem wir alles raushauen und investieren, was wir drin haben!“

Vor dem Saisonauftakt in der Regionalliga West sprachen wir ausführlich mit unserem neuen Cheftrainer Andreas Zimmermann. Auch wir spürten, wie sehr er auf dieses Traditionsduell gegen Alemannia Aachen und seine neue Aufgabe in Wuppertal brennt.


Herzlichen willkommen im Tal, Andreas! Wie beurteilst du deine ersten Wochen in Wuppertal?

Sehr gut. Ich wurde hervorragend von allen Mitarbeitern und Spielern, die bereits im letzten Jahr hier gespielt haben, aufgenommen und fühle mich richtig wohl. Das Stadion kannte ich ja schon aus meiner Zeit als Spieler und Trainer anderer Vereine. Ich freue mich richtig darauf, dass jetzt die Pflichtspiele losgehen.


Ist die Saisonvorbereitung nach deinen Vorstellungen verlaufen?

Alle haben voll mitgezogen, haben Gas gegeben und sind willig. Das ist genau das, was wir wollten, was Karsten Hutwelker und ich uns als Sportliche Leitung auf die Fahnen geschrieben haben. Es sind Jungs, die Charakter haben und die kommende Saison auch als Plattform sehen, mit dem WSV, den Fans und dem Stadion am besten begeisternden und erfolgreichen Fußball zu spielen.

 
Mit welchen Erwartungen gehst du in die neue Spielzeit in der Regionalliga West?

Wir wissen, dass wir es sehr schwer haben werden. Bei 19 Mannschaften gibt es bis zu fünf Absteiger. Unser allergrößtes Ziel ist es, und das haben wir bislang auch immer so kommuniziert, fünf Mannschaften hinter uns zu lassen. Sonst ist alles darüber hinaus immer gerne genommen.


Wie können aus deiner Sicht die Fans der Mannschaft helfen?

Indem sie uns zahlreich unterstützen und ins Stadion kommen. Wir wissen, dass die Vergangenheit nicht so schön war, aber es ist eben Vergangenheit. Wir sind jetzt hier und ich möchte, dass jeder, der jetzt ins Stadion kommt, objektiv die Gegenwart beurteilt und nicht die Vergangenheit. Durch die Unterstützung der Anhänger und wenn wir uns alle zusammenschweißen, werden wir auch unseren spielerischen Erfolg haben, was sich dann auch in Punkte und Tabellenplatz niederschlagen wird. Das ist unser aller Ziel. Ob es dann reicht, werden wir sehen. Wenn wir es wirklich schaffen zusammenzustehen – wenn also die Unterstützung der Fans auch da ist, wenn es mal nicht so läuft, weil der Fan einfach merkt, wir hauen auch dann alles raus, wenn es mal spielerisch nicht so läuft – dann kann der Turnaround auf dem Feld gelingen und das entscheidende Tor fallen oder die entscheidende Chance herausgespielt werden.


Wie sehr spürst du eine Aufbruchstimmung? Oder wirken die Ereignisse der letzten Monate im Verein doch noch spürbar nach?

Wir waren beim Langen Tisch in der Stadt dabei und ich war schon einmal im Fanshop bei einer Veranstaltung. Da wird sicherlich auch mal über die jüngste Vergangenheit geredet, aber ich spüre schon, dass man eine gewisse Neugier empfindet, was jetzt hier passiert. Das muss so sein und das wollen wir auch transportieren. Wir wollen die Wuppertaler wieder aktivieren, uns kennenzulernen und zu unterstützen – die Mannschaft und mich als Trainer. Dazu gehört, dass wir den Rasen brennen lassen.


Wie funktioniert die Zusammenarbeit mit dem Sportlichen Leiter, Karsten Hutwelker?

Sehr gut. Und genauso muss es auch sein. Wir haben ein Jahr zusammen in der 2. Liga gespielt und der Kontakt darüber hinaus ist nie abgebrochen. Wir freuen uns beide, dass wir hier eine große Aufgabe vor uns haben. Karsten und ich packen das zusammen an, wir sind beide Arbeiter.


„Sie sind Talente, die ich als Cheftrainer weiterentwickeln möchte“


Der WSV geht mit einem relativ kleinen Etat für die erste Mannschaft in die Regionalliga. Wie wichtig ist der Faktor Geld für die Zusammenstellung einer konkurrenzfähigen Mannschaft?

Wir spielen in der vierten Liga. Geld und Finanzen spielen da natürlich eine gewisse Rolle, das ist ganz klar und das weiß auch jeder, der mit Sport etwas zu tun hat. Aber ich lasse das Finanzielle außen vor. Wir haben hier eine Mannschaft zusammen, die Charakter hat. Die Spieler wollen Gas geben und sich präsentieren, was ich super finde. Auch wenn sie teilweise von unterklassigen Vereinen kommen: Sie sind Talente, die ich als Cheftrainer weiterentwickeln möchte und auf die nächste Ebene bringen will. Dass das nicht so ganz einfach ist und auch der eine oder andere Rückschlag kommen wird, das ist mir ganz klar. Aber wir packen das zusammen an – als Mannschaft. Und ich merke in der Vorbereitung, wie wir Stück für Stück zusammengewachsen sind, dass wir sehr gute Charaktere zusammengeholt haben. Deshalb lasse ich das Finanzielle außen vor, gleichwohl ich auch weiß, dass die Finanzen wichtig sind.  


Eine Fußballphrase lautet: Es gibt nur gute oder schlechte Spieler, ob jung oder alt spielt dabei keine Rolle. Wie siehst du das?

Ein Stück weit Erfahrung ist schon wichtig. Andersherum kann man sagen, dass die Mischung stimmen muss: Erfahrene Spieler als Fundament mit den jungen Wilden, die vielleicht noch nicht alles richtig machen im taktischen Bereich, die aber immer 120 Prozent geben. Genau diese wunderbare Mischung haben wir jetzt hier zusammen. Deshalb freue ich mich total auf unser erstes Heimspiel heute gegen Alemannia Aachen.


Was für eine Art Fußball möchtest du idealerweise spielen lassen?

Natürlich wollen wir attraktiven Fußball spielen. Mit guten Positionsspielen, schnellen Umschaltaktionen und mannschaftlicher Kompaktheit. Dazu gehört Mut, Entschlossenheit und Siegeswille. Das haben wir uns auf die rot-blaue Fahne geschrieben und das wird jeder sehen, der unsere Spiele im Stadion am Zoo besucht und uns zusieht.


„Egal ob Nord, Gegengerade oder Haupttribüne: Wir wollen eine Einheit werden!“


Es fällt auf, dass du sehr offen und herzlich beim Training oder anderen Veranstaltungen auf die WSV-Anhänger zugehst. Wie wichtig ist für dich das Umfeld?

Enorm wichtig! Nicht nur hier beim WSV. Ich weiß, dass die Anhänger und Fans hier noch enger und enorm wichtig sind. Erst einmal bin ich so als Typ. Egal ob Nord, Gegengerade oder Haupttribüne: Wir wollen eine Einheit werden. Das muss jeder spüren und das habe ich den Jungs ab der ersten Sekunde gesagt. Deshalb freue ich mich auch so darauf. Für mich ist wichtig, mit den Fans Kontakt zu haben, damit ich auch ausloten kann, wie denken sie denken. Von außen sieht man das ein Stück weit anders, als wenn man auf dem Feld ist.


Heute trefft ihr zum Heimspielauftakt in der Regionalliga West im Traditionsduell auf Alemannia Aachen. Was erhoffst du dir?

Herrlich! Super, dass es endlich losgeht. Dass man nach sechs Wochen Vorbereitung, die nicht nur für die Spieler, sondern auch für die Trainer hart sind, die Spannung in der Kabine richtig fühlen kann. Auch im Stadion auf den Rängen wird von den Fans zu spüren sein: Jetzt starten wir, jetzt geht es los. Und dann noch mit einem Heimspiel gegen den Traditionsverein Alemannia Aachen, das ist überragend. Ich hoffe, dass alle kommen, die Anhänger oder Sympathisanten des Wuppertaler SV sind und uns unterstützen. Wir werden alles raushauen, das kann ich versprechen und das ist erst einmal das Entscheidende. Dann werden wir auch die drei Punkte hier in Wuppertal behalten! 


Vielen Dank für das interessante Gespräch, Andreas!

×