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Donnerstag, 06.05.2021 -

Löwenstall

Löwenstall: Vorstellung U16

„Der Fokus liegt auf der Entwicklung der Wuppertaler Jungs, die die Zukunft für eine erfolgreiche erste Mannschaft von morgen bilden können“

Für Ausgabe 9 des WSV-Stadionmagazins sprach die neunzehn54-Redaktion mit Trainer Björn Gassmann über die aktuelle Situation der U16, wie mit Corona umgegangen wird und was für ihn ein erfolgreiches Team ausmacht.

Der aktuelle Kader der U16 des Wuppertaler Sportvereins besteht zurzeit aus 20 Feldspielern und zwei Torhütern. 21 Spieler sind im Jahr 2005 geboren, einer im Jahr 2006. Die U16 spielt als jüngerer Jahrgang in der Bergischen Leistungsklasse und misst sich dort mit den besten U17-Mannschaften der Kreise Wuppertal-Niederberg, Solingen und Remscheid. Das Trainerteam besteht aktuell aus Björn Gassmann und Kevin Cords, die Torhüter werden durch Philip Walz betreut. „Normalerweise trainieren wir dreimal die Woche und sind dabei sowohl am Nocken als auch am Stadion zu finden. Zusätzlich haben unsere Jungs auch noch eine vierte Ausdauereinheit, um die Grundlage dafür zu schaffen, in der kommenden Saison in der Jugend-Bundesliga bestehen zu können“, erzählt Björn Gassmann. Die Firma Vorwerk unterstützt die U16 als Sponsor. „An dieser Stelle möchten wir uns herzlich für die Ausstattung mit einem neuen Satz Trikots in diesem Jahr bedanken“, so der Trainer.

Angesprochen auf ein mögliches Saisonziel antwortet Björn Gassmann wie folgt: „Ursprünglich hatten wir uns vorgenommen, uns gegen die überwiegend ein Jahr älteren Teams in unserer Liga durchzusetzen und die Qualifikationsrunde für die Niederrheinliga zu erreichen. Leider kam der Lockdown Anfang November unmittelbar vor unserem ersten Saisonspiel. Auf dem Weg dorthin hat unsere Mannschaft einige Highlights erlebt, mit Siegen gegen Mittelrhein- und Westfalenligisten oder mit einem Spiel gegen die U16 von Borussia Mönchengladbach, die unser Team am Rande einer Niederlage hatte. Insgesamt waren wir auf einem sehr guten Weg, bevor wir durch Corona gebremst wurden.“

Die fußballerische und charakterliche Ausbildung steht an oberster Stelle

Die Corona-Krise verhinderte nicht nur, dass das erste Saisonspiel stattfinden konnte, sondern beeinflusste auch das Training der U16 massiv. „Unsere Jungs absolvieren sehr fleißig einen Trainingsplan, bei dem wir Trainer uns die Ergebnisse zuschicken lassen. Zusätzlich haben wir den Spielern Challenges an die Hand gegeben, bei denen sie sich innerhalb einer Gruppe organisieren und uns ihre besten Ergebnisse senden mussten. So konnten wir auch innerhalb der Zeit des individuellen Trainings den Teamgeist hochhalten und der Spaß kam nicht zu kurz. Die Sieger wurden im Rahmen von Zoom-Meetings gebührend gefeiert“, berichtet der Trainer. Im März war es dann erlaubt, Individualtraining auf dem Platz anzubieten. „Die Spieler konnten sich jetzt wieder an den Ball gewöhnen, der für viele aufgrund von vier Monaten Lockdown fast zu einem Fremdkörper geworden war. Zum Glück hat sich bei allen sehr schnell gezeigt, dass man Talent nicht verlernt und das Ballgefühl zügig wieder zurückkehrt“, führt Björn Gassmann aus.

„Für Kevin und mich steht sowohl die fußballerische als auch die charakterliche Ausbildung unserer Spieler an oberster Stelle. Wir lieben es, mit Persönlichkeiten zu arbeiten, die ihre Meinung sagen, auch wenn das manchmal unbequem sein kann. Jeder Spieler soll seinen Charakter frei entfalten und wir stellen lediglich Leitplanken auf, zwischen denen die Jungs ihren eigenen Weg finden sollen. Auf dieser Basis belohnen wir die Spieler, die eine hohe Selbstständigkeit und einen hohen Lernwillen an den Tag legen. Das merken unsere Jungs und erkennen, dass es sich lohnt und Spaß macht, sich in jedem Training und jedem Spiel ein Stück weit zu verbessern. Uns ist egal, aus welchen sozialen Verhältnissen ein Spieler kommt oder mit wem er verwandt ist. Wir bilden zusammen eine bunte Mannschaft, und daraus entsteht bei uns ein Teamgeist, der besonders ist. Wir sehen unsere Spieler wie eine Art Familie an und entwickeln unsere Mannschaft so, dass der allergrößte Teil seinen Weg beim WSV weitergehen kann. Wir halten nichts davon, jedes Jahr einen Großteil der Mannschaft auszutauschen, da der Fokus auf der Entwicklung unserer Wuppertaler Jungs liegen soll, die die Zukunft für eine erfolgreiche erste Mannschaft von morgen bilden können. Aus einer erfolgreichen Jugendarbeit gehen möglichst viele Spieler hervor, die über mehrere Jahre von uns ausgebildet wurden und mit Stolz den Bergischen Löwen auf dem Trikot des WSV tragen“, antwortet der Trainer auf die Frage, was für ihn ein erfolgreiches Team ausmacht.

Wir wünschen der U16 alles Gute für die Zukunft und dass bald wieder ein normaler Trainings- und Spielbetrieb möglich sein wird.

Quelle: neunzehn54

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