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Okt
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Freitag, 02.10.2020 -

Regionalliga West

Im Gespräch mit Dimitrios Pappas (Rot-Weiß Oberhausen)

„Wir wollen oben mitspielen"

Rot-Weiß Oberhausen geht in die neunte Regionalliga-Saison in Folge. Die Kleeblätter haben in den vergangenen acht Jahren in der vierten Liga mit Platzierungen zwischen Rang 2 (Saison 2018/19) und Rang 9 (Saison 2017/18) stets eine gute Rolle gespielt. Als Vierter in der Abschlusstabelle 2019/20 endete in Oberhausen in diesem Sommer eine kleine Ära: Der langjährige Trainer Mike Terranova - beim WSV als Ex-Spieler bestens bekannt - trat zurück und fungiert fortan als Leiter der Nachwuchsabteilung. RWO beförderte den bisherigen U19-Trainer und Ex-Spieler der Kleeblätter, Dimitrios Pappas, zum Chefcoach. Dieser musste direkt mal einen nicht unwesentlichen Kaderumbruch mitgestalten. Spieler wie Jannik Löhden (Fortuna Köln), Nico Klaß (Eintracht Braunschweig) oder Felix Herzenbruch (RW Essen) verließen den Verein, Neuzugänge kamen, darunter die Ex-WSVer Shun Terada (SV Straelen) und Nedim Pepic (Fortuna Köln).

Für Ausgabe 2 des WSV-Stadionmagazins hat sich die neunzehn54-Redaktion mit Trainer Dimitrios Pappas unterhalten.

Hallo Dimitrios, in den letzten Jahren hatte man sich an Mike Terranova als Trainer von RWO gewöhnt. Wie ist es im Sommer zum Trainerwechsel gekommen?

Der Mike hat ganz klar kommuniziert, dass er als Trainer der ersten Mannschaft nicht mehr weitermachen möchte. Er wollte gerne im Jugendbereich arbeiten, Spieler entwickeln und formen. Er ist jetzt als Jugendkoordinator in unserem Nachwuchsleistungszentrum tätig. Man muss sich immer für irgendwas entscheiden und das ist der Weg, den er nun gehen möchte. Der Vorstand und die sportliche Leitung mussten sich dann Gedanken über einen neuen Trainer machen. Da bin ich als Trainer der U19 dann ins Spiel gekommen.

Im Sommer hattet ihr einen größeren Umbruch im Kader, einige Stammspieler sind gegangen. Was war der Grund für diesen Umbruch?

Das hatte sportliche und finanzielle Gründe. Der Verein musste, was das Finanzielle angeht, zurückschrauben. Einige Spieler, deren Verträge ausgelaufen sind, konnten deshalb nicht gehalten werden. Nico Klaß hat sich mit seinem Wechsel nach Braunschweig sportlich deutlich verbessert. Wenn sich ein Spieler so weiterentwickelt, ist das für uns als Verein auch eine gute Sache. Tim Hermes und Philipp Gödde hatten beide schon lange Rückenprobleme, waren oft verletzt und wollten jetzt kürzertreten. Da hat es sportlich einfach nicht mehr gepasst.

Worauf habt bei euren Neuverpflichtungen Wert gelegt?

Wir haben für fast jede Position Spieler verpflichtet. Wir haben uns zum Beispiel in der Abwehr mit Leander Goralski von der Düsseldorfer Amateurmannschaft und Pierre Fassnacht, der aus der dritten Liga von Carl Zeiss Jena gekommen ist, verstärkt. Das geht dann so weiter. Aus der U19 haben wir vier Spieler hochgezogen, denen wir jetzt die Zeit geben, sich an den Seniorenbereich zu gewöhnen und sich zu entwickeln. Letztlich spielen aber jetzt sieben oder acht Spieler von Anfang an, die letztes Jahr nicht so zum Zug gekommen sind.

Wir haben viele ambitionierte Vereine in der Liga. Wo möchtet ihr am Ende landen?

Wir machen uns natürlich intern schon unsere Gedanken, aber wir haben keinen Tabellenplatz und kein konkretes Saisonziel ausgerufen. Wir haben nach außen kommuniziert, dass wir so weit oben wie möglich stehen möchten und daran arbeiten, so viele Spiele wie möglich zu gewinnen. Finanziell ist es gerade nicht leicht, sodass das, denke ich, der richtige Weg ist. Wir wollen oben mitspielen - mal gucken, ob das reicht oder nicht.

Ihr habt zum Auftakt zweimal 0:0 gespielt. Wie zufrieden seid ihr mit eurem Saisonstart?

Zwei Punkte aus zwei Spielen sind natürlich nicht so gut. Aber wir waren mit den Spielen als solche zufrieden. Wir haben super Spiele abgeliefert, nur die Ergebnisse haben einfach nicht gestimmt. Wir müssen daran arbeiten, dass das besser wird und unsere Abläufe besser greifen.

Danke für das Gespräch, Dimitrios!

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