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Freitag, 27.11.2020 -

Regionalliga West

Im Gespräch mit Daniel Brinkmann (SC Wiedenbrück)

Der SC Wiedenbrück ist als Aufsteiger spektakulär in die Saison gestartet. Gegen Fortuna Köln gab es am 9. Spieltag ein 4:4, in Oberhausen spielten die Ostwestfalen am 12. Spieltag 3:3. Insgesamt hat die Mannschaft von Trainer Daniel Brinkmann von den ersten 12 Spielen bei sieben Unentschieden erst zweimal verloren. Vor dem Spiel hat sich die neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 5 des WSV-Stadionmagazins, das in Kürze erscheint, mit ihm unterhalten.

Hallo Daniel, du bist im Sommer in deine erste komplette Spielzeit als Trainer gestartet. Wie zufrieden bist du bisher mit eurer Leistung?

Ich bin zufrieden. Wir haben das bis jetzt ordentlich gemacht. Die Mannschaft hat einen ordentlichen Start hingelegt und sich kontinuierlich gesteigert. Es macht unheimlich viel Spaß mit den Jungs zusammenzuarbeiten. Wir stehen relativ gut da, haben erst zweimal verloren. Wir hätten vielleicht das ein oder andere Spiel mehr gewinnen können, aber schlussendlich sind wir - Stand jetzt - zufrieden.

Habt ihr viele Neuzugänge geholt oder die Aufstiegsmannschaft zusammengehalten?

Teils, teils. Wir haben einen Teil behalten und einige Spieler von unterklassigen Vereinen geholt. Wir haben uns verjüngt und jetzt sehr viele U23-Spieler im Kader, von denen einige erst 19 oder 20 Jahre alt sind. Wir haben uns in der Region bedient, da es uns im Verein sehr wichtig ist, einen Kader zu haben, der eine gewisse Identifikation mit der Region hat. Der Zusammenhalt hat sich bei uns auf jeden Fall verbessert und ich bin sehr zufrieden damit, wie die Spieler, die teilweise aus der Westfalenliga oder der A-Jugend gekommen sind, den Sprung jetzt in die Regionalliga geschafft haben. Es ist schön zu sehen, wie die Jungs sich entwickeln.

Ihr habt ein Torverhältnis von 23:21. Überwiegt die Freude über die vielen Tore oder die Sorge über die vielen Gegentore?

Wenn man die Tabelle richtig liest, dann sieht man, dass wir die dritt- oder viertmeisten Tore geschossen, aber nur die neunt- oder zehntmeisten kassiert haben. Von daher stehen wir mit plus zwei Toren als Aufsteiger sehr, sehr gut da. Ich glaube, alles andere ist dann uninteressant.

Phil Beckhoff hat letztes Jahr in der Oberliga sechs Tore in 20 Spielen geschossen. Jetzt hat er nach zwölf Spielen schon achtmal getroffen. Warum läuft es bei ihm so gut?

Er arbeitet viel an sich und ich glaube, unsere Spielweise kommt ihm entgegen. Dadurch, dass wir relativ offensiv versuchen Fußball zu spielen, kommt er regelmäßig in Situationen, in denen er zum Abschluss kommt. Er hat sicherlich jetzt in seinem zweiten Seniorenjahr auch noch mal einen Schritt nach vorne gemacht. Es macht Spaß, mit ihm zusammenzuarbeiten.

Der SC Wiedenbrück wollte erst gar nicht in die Regionalliga aufsteigen. Habt ihr in der momentanen Situation größere Probleme oder steht ihr ganz gut da?

Nein, wir stehen gut da. Der SC Wiedenbrück ist ein sehr solide geführter Verein, in dem es eine klare Ordnung mit relativ kurzen Wegen bei allen Entscheidungen gibt. Das ist bei uns alles sehr ruhig, solide und harmonisch.

Der WSV hat gegen Homberg, Wegberg-Beeck und die U21 des 1. FC Köln dreimal in Folge verloren. Da geht ihr als Favorit ins Spiel, oder?

Das sehe ich nicht unbedingt so. Wenn man sieht, was Wuppertal sich für einen Kader zusammengestellt hat - ohne unseren jetzt runterzuspielen - sind wir doch, gerade was die Regionalligaerfahrung angeht, eine andere Hausnummer. Ich habe am Anfang der Saison das ein oder andere Spiel von Wuppertal gesehen und finde, dass das eine richtig ordentliche Truppe ist. Deshalb glaube ich nicht, dass wir in Wuppertal eine Favoritenrolle haben.

Danke für das Gespräch!

Quelle: neunzehn54

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