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Mai
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19:00
MSV
Mittwoch, 03.03.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: SC Fortuna Köln

Im Gespräch mit Alexander Ende (Fortuna Köln)

Heute Abend trifft der WSV zur Nachholbegegnung des 25. Spieltags der Regionalliga West auf Fortuna Köln. Die Fortuna hat die Hinrunde auf dem dritten Platz abgeschlossen und sich damit gegenüber der enttäuschenden letzten Saison, die sie auf Platz 10 beendete, deutlich verbessert. Der neue Trainer Alexander Ende, zuletzt Co-Trainer von Arie van Lent bei der U23 von Borussia Mönchengladbach, hat eine offensivstarke Mannschaft geformt, der diese Qualität in der Defensive fehlt, um ganz oben mitzuspielen. Die neunzehn54-Redaktion hat sich für Ausgabe 6 des WSV-Stadionmagazins vor dem ursprünglichen Spieltermin mit dem Gästetrainer unterhalten.

Hallo Herr Ende, wie fällt ihre Bilanz nach der Hinrunde aus?

Sehr, sehr positiv. Wenn man auf dem dritten Tabellenplatz überwintern durfte, gibt einem das sicherlich ein gutes Gefühl - gerade mit dem Siegtor kurz vor Schluss zum 3:2 gegen Rödinghausen, mit dem wir den dritten Platz festgemacht haben. Ich glaube, hinter Essen und Dortmund, die vorneweg marschieren, ist das aller Ehren wert.

Trotzdem kam nach zwischenzeitlich nur zwei Siegen aus zehn Spielen auch Unzufriedenheit auf.

Wir sind mit vier Siegen natürlich sehr gut in die Saison gestartet. Dadurch haben wir Emotionen geweckt und für Euphorie gesorgt - das war klar. Wir wollten uns im oberen Drittel ansiedeln - das haben wir geschafft! Natürlich wollen wir jedes Spiel gewinnen und wir waren auch unzufrieden, wenn Spielverläufe dumm waren oder wir Punkte leichtfertig aus der Hand gegeben haben. Aber eine allgemeine Unzufriedenheit habe ich persönlich nicht wahrgenommen. Da sind wir schon Realisten. Wir wussten, dass wir aus Fehlern lernen müssen. Toll finde ich die Reaktion, die wir gezeigt haben, und dass wir wieder in die Erfolgsspur zurückgefunden haben. Wir haben jetzt schon lange kein Spiel mehr verloren. Insgesamt sind es sowieso erst drei Niederlagen und jedes Mal hatten wir in der letzten Sekunde noch die Möglichkeit auf den Ausgleich, sind noch kein Mal untergegangen. Das ist schon eine gute Bilanz.

Ihre Mannschaft hat nur in einem Spiel kein Tor geschossen und ist mit 39 Treffern sehr torgefährlich.

Wir sind immer für ein Tor gut. Wir haben in dieser Phase, die Sie eben angesprochen haben, 4:4 in Wiedenbrück gespielt. Mit dem Ball haben wir sehr, sehr stark gespielt, aber nach hinten einfach zu viele Fehler gemacht. Klar ist: Wenn du in der Meisterschaft ganz oben mitspielen willst, muss die Defensive die Basis für eine erfolgreiche Saison sein. Da haben wir den Hebel angesetzt und es dann geschafft, in den letzten acht Spielen auch sechsmal zu Null zu spielen. Auch deshalb sind wir ergebnistechnisch wieder in die Erfolgsspur zurückgekommen.

Mit Julian Günther-Schmidt (20 Einsätze/7 Tore) ist im Winter ein Stürmer gegangen. Mit Pascal Itter und Dominik Lanius wurden zwei Defensivspieler verpflichtet. Wollten Sie die Defensive noch mal verstärken?

Nein, bei beiden Transfers hat sich jetzt einfach die Möglichkeit ergeben, einen Vorgriff auf den Sommer zu machen. Wir wären auch ohne Verstärkungen in der Defensive für die Rückrunde super aufgestellt gewesen. Nur es ist klar, dass wir uns step by step verbessern und breiter aufstellen wollen. Dafür suchen wir Spieler, die unsere Art zu spielen - also offensiv und immer schnell Richtung gegnerisches Tor - eins zu eins umsetzen können. Wir wollen aber auch im Offensivbereich noch was machen, um den Verlust von Julian Günther-Schmidt auszugleichen.

Was erwarten Sie für ein Spiel in Wuppertal? Das Hinspiel war mit 3:2 für Fortuna ja doch überraschend ausgeglichen.

Überraschend ausgeglichen?

Wenn man sich mal die Tabelle anschaut...

(lacht) Ja, aber Sie wissen schon, welche Spieler Wuppertal da auf dem Platz hat? Wir sind doch keine Übermannschaft. Wir haben uns in der Hinrunde sehr, sehr viel hart erarbeitet und auch eine tolle Truppe. Aber alle Spieler beim WSV sind sehr regionalligaerfahren, haben sehr viel Qualität und teilweise schon höher gespielt. Wenn man das berücksichtigt, finde ich das gar nicht so überraschend. Ich denke, das Hinspiel war ein tolles Fußballspiel, in dem es hin und her ging. Da war viel drin. Ich freue mich auf das Spiel in Wuppertal, weil es im Zoo-Stadion immer heiße Kämpfe waren. Ich erwarte ein intensives Spiel gegen einen Gegner, der in seiner Situation sicherlich alles reinschmeißen wird, um die nötigen Punkte für den Klassenerhalt zu holen. Das wird ein harter Fight werden.

Das hoffen wir auch. Vielen Dank für das Gespräch!

Quelle: neunzehn54

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