MENÜ
26
Sep
SCP
14:00
WSV
Anzeige
Freitag, 05.03.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: FC Schalke 04 U23

Im Gespräch mit Torsten Fröhling (FC Schalke 04 U23)

Nach der Niederlage gegen den WSV im Oktober verloren die Königsblauen in den folgenden zwölf Spielen bis zur Winterpause nur gegen Borussia Dortmund. Doch im neuen Jahr konnte die Mannschaft von Trainer Torsten Fröhling mit zwei Niederlagen gegen Rot-Weiß Oberhausen und den SV Rödinghausen zunächst nicht an die gute Hinrunde anknüpfen. Vor der morgigen Partie des 29. Spieltags der Regionalliga West hat sich die neunzehn54-Redaktion für Ausgabe 7 des WSV-Stadionmagazins mit dem Gästetrainer unterhalten.

Wie ist das Wetter in Gelsenkirchen und wie sind die Trainingsbedingungen zurzeit?

Hier scheint die Sonne, herrlichstes Winterwetter - aber kein Winterurlaub (lacht). Die Plätze sind alle verschneit, die Trainingsbedingungen sind natürlich kompliziert, das ist klar. Wir haben zwar eine Rasenheizung, aber das schafft die auch nicht so schnell. Deswegen sind wir mehr in der Halle. Dort können wir auch trainieren.

Wie zufrieden sind Sie bisher mit der Saison?

Mit unserer Entwicklung und mit der Art und Weise, wie wir spielen, bin ich sehr zufrieden. Der Ertrag ist aber zu gering. Wir lassen zu viele Punkte liegen, weil wir vor dem Tor nicht kaltschnäuzig genug sind und deswegen zu wenige Tore erzielen. Damit bin ich nicht zufrieden.

Am Ende der letzten Saison waren sie Zwölfter. Da ist der zehnte Platz im Moment aber doch gar nicht schlecht, oder?

Der Tabellenplatz ist okay. Aber es geht ja nicht um den Tabellenplatz, sondern darum, den Profis zuzuarbeiten und die Jungs weiterzuentwickeln. Wenn man sich weiterentwickelt und ordentlich arbeitet, kommen irgendwann auch automatisch die Punkte dazu. Wir haben auch die letzten Spiele dominant gestaltet, es kam dann aber einfach zu wenig rüber. Die Jungs wollen sich ja auch ins Schaufenster stellen. Das ist natürlich leichter, wenn man erfolgreich ist. Es ist nun einmal ein Ergebnis-Sport, in dem es darum geht, Tore zu schießen. Ich sehe es so, dass wir aufgrund der Torchancen ein paar Punkte mehr haben müssten.

Mit Timo Becker und Matthew Hoppe haben zuletzt zwei Spieler aus Ihrer Mannschaft in der Bundesliga auf sich aufmerksam gemacht. Ist das eine gute Ausbeute?

Timo Becker ist ja schon letzte Saison hochgegangen. Wichtig ist, dass die Jungs, die wir nach oben abgeben, helfen können. Matthew Hoppe konnte sich in dieser Saison schnell beweisen und mit seinen Treffern helfen. Wenn wir jede Saison einen solchen Spieler hochbringen, haben wir riesig gearbeitet.

Hoppe hat in zehn Bundesligaspielen bisher fünfmal getroffen, in der Regionalliga aber erst einmal. Wie kann man das fußballerisch erklären?

Wir sagen immer, dass die Jungs alle sehr viel können. Das Problem ist im Endeffekt, dieses Können dann auch in den Spielen unter Beweis zu stellen. Das merkt man bei uns: Die Spieler können richtig gut trainieren, aber wenn das Spiel losgeht, fehlen manchmal ein paar Prozent. Wenn man dann jedoch die Chance hat, muss man da sein, liefern und eben auch das Quäntchen Glück haben. Das hat Matthew gemacht. Er hat ein paar Versuche gehabt und wurde in der Bundesliga bei seinem Dreierpack natürlich von Amine Harit gut in Szene gesetzt. Diese Tore muss man trotzdem erst einmal machen. Darauf sind wir alle sehr stolz.

Was halten Sie als Trainer der U23 davon, dass die Jugend-Bundesligen abgeschafft und durch Turniere ersetzt werden sollen? Sie bekämen dann als Folge in Zukunft nur noch Spieler, die noch nie in einer Liga um eine Meisterschaft gespielt haben.

Bis zur U17 kann man das meiner Meinung nach machen. Aber die U19 ist der Übergang zum Herrenfußball, in dem es um Ergebnisse geht. Die Spieler müssen lernen, mit Druck und schweren Spielen umzugehen. Außerdem müssen sie Beständigkeit reinkriegen. Deswegen würde ich es besser finden, im Leistungsbereich weiter um Punkte zu spielen.

Was für ein Spiel erwarten Sie in Wuppertal?

Wuppertal hat zuletzt gut Gas gegeben und sich richtig gut verstärkt. Ich rechne mit einer ganz anderen Mannschaft als im Hinspiel. Besonders im traditionsreichen Stadion am Zoo wird das ein reizvolles Spiel. Wir freuen uns auf das Spiel und hoffen auf gute Bedingungen. Wir haben etwas gutzumachen, da wir im Hinspiel sehr unglücklich verloren haben. Da haben wir es auch verpasst, Tore zu schießen...

Danke für das Gespräch!

Quelle: neunzehn54

×