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Freitag, 21.05.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: Bonner SC

Unser Stadionmagazin neunzehn54 stellt den morgigen Gast vor

Am morgigen Samstag, den 22. Mai 2021, um 14:00 Uhr, empfängt der WSV am 40. Spieltag der Regionalliga West im Stadion am Zoo den Bonner SC, der sich durch den Abbruch der laufenden Oberligasaison und die damit verbundene Reduzierung auf nur noch einen Absteiger weiterhin Hoffnungen auf den Klassenerhalt machen darf. In Ausgabe 10 des WSV-Stadionmagazins "neunzehn54" wird der Gast vorgestellt.

Seit dem Aufstieg im Sommer 2016 spielten die Bonner nie oben mit, das beste Abschneiden war der neunte Platz in der ersten Regionalliga-Saison. Oberstes Ziel war immer der Klassenerhalt, verbunden mit einer Weiterentwicklung der Vereinsstrukturen und der Verbreiterung der Sponsorenbasis. Besonders die Sponsorensuche gestaltet sich in der Kulturstadt Bonn, in der zudem die oft international spielenden Basketballer viele Sportbegeisterte in ihre Halle locken, schwierig.

#bonnerweg führt über junge Talente

Die aktuellen Umstände führten im letzten Sommer dazu, dass der BSC die Kosten für die Regionalligamannschaft um 25 Prozent senken musste. Erdacht wurde daher der sogenannte #bonnerweg: Statt gestandene Regionalliga-Spieler sollten vermehrt junge, ambitionierte Fußballer aus der Region verpflichtet werden, die in Bonn den nächsten Schritt in Richtung Profikarriere machen wollen. Der Umbruch im Sommer fiel daher größer aus als üblich. Aus dem Kader der Vorsaison blieben nur wenige Akteure übrig, erfahrene Spieler wie Kapitän Mario Weber oder Markus Wipperfürth verließen nach vielen Jahren den Verein. Torhüter Robin Benz steht inzwischen im Tor von Rot-Weiß Oberhausen. Geholt wurden dann größtenteils Talente, sodass die Bonner inzwischen hinter den Zweitvertretungen und den Sportfreunden Lotte den jüngsten Kader der Liga stellen. 18 Spieler sind noch keine 24 Jahre alt. Dementsprechend wog es besonders schwer, dass sich mit Kapitän Kris Fillinger und Neuzugang Julian Büscher gleich zu Saisonbeginn zwei ältere Spieler schwere Knieverletzungen zuzogen und seitdem ausfallen. Kompensiert werden sollten die Verluste durch die spektakuläre Verpflichtung von Nils Teixeira. Der 30-jährige Defensivspezialist wollte nach zwei Jahren beim zypriotischen Erstligisten AEL Limassol, mit dem er den Pokal gewann und an der Europa-League-Qualifikation teilnahm, eigentlich in der zweiten oder dritten Liga spielen, fand aber keinen neuen Verein. Die Bonner mobilisierten noch mal alle Unterstützer und überzeugten ihren ehemaligen Jugendspieler, der über die Erfahrung aus jeweils 110 Zweit- und Drittligaspielen verfügt, von einer Saison in der Regionalliga. Er kam seitdem in 28 Spielen zum Einsatz, konnte aber auch nicht entscheidend dazu beitragen, die Flut an Gegentoren zu verhindern: Mit über 60 Gegentoren gehört die Abwehr der Rheinlöwen zu den anfälligsten der Liga. Vermisst wird aber auch ein Torjäger. Bester Torschütze ist mit nur sechs Treffern der 31-jährige Linksaußen Daniel Somuah. Hinter ihm folgen mit jeweils fünf Treffern Burak Gencal, der im Winter bekanntlich zum WSV wechselte, und Dario Schumacher, der seit Mitte März verletzt ausfällt.

Im letzten Dezember musste Trainer Thorsten Nehrbauer, seit Sommer 2019 im Amt, nach neun Spielen mit nur einem Sieg schließlich seinen Hut nehmen. Sein Nachfolger wurde der Wuppertaler Björn Joppe, der auch schon mal beim WSV im Gespräch gewesen war, seine ersten Erfahrungen als Trainer beim SV Jägerhaus-Linde sowie dem SSV Germania gesammelt und später den 1. FC Lokomotive Leipzig in der Regionalliga Nordost trainiert hat.

Quelle: neunzehn54

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