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Dez
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WSV
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Freitag, 15.10.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: Rot-Weiß Oberhausen

Unser Stadionmagazin neunzehn54 stellt den morgigen Gast vor

Am morgigen Samstag - 16. Oktober 2021, 14 Uhr - empfängt der WSV am 12. Spieltag der Regionalliga West den SC Rot-Weiß Oberhausen.

Die neunzehn54-Redaktion hat den Gast in Ausgabe 4 des WSV-Stadionmagazins, die vor dem Heimspiel gegen die U23 des FC Schalke 04 erschienen ist, vorgestellt.

In der „Ewigen Tabelle“ der 2. Fußball-Bundesliga rangiert Rot-Weiß Oberhausen auf dem 24. von insgesamt 127 Plätzen. Doch die Realität ist eine andere. Seit 2012 spielt RWO durchgängig viertklassig, belegte dabei stets einstellige Tabellenplätze und befand sich mehrere Male - am Ende erfolglos - im Aufstiegsrennen. Das unter dem Strich konstant gute sportliche Abschneiden ist eng mit der Arbeit von Mike Terranova verknüpft, der bei RWO in dieser Zeit fünf Jahre am Stück als Trainer an der Seitenlinie stand. Nach einem erfolglosen Intermezzo mit Nachfolger Dimitrios Pappas sind seit Oktober 2020 wieder die Dienste des Ex-WSVers Terranova gefragt. Der starke Saisonstart lässt vermuten, dass RWO auch in diesem Jahr ein Wort im Aufstiegsrennen wird mitreden können.

Eigentlich hatte sich Mike Terranova mit Beginn der Saison 2020/21 anderweitig orientieren wollen, nahm ab dem 01.07.2020 den Posten des Leiters der Nachwuchsabteilung an und übergab den Trainer-Staffelstab in die Hände von Dimitrios Pappas, der vom U19- zum Chefcoach der ersten Mannschaft befördert wurde. Doch der Saisonstart missglückte: Nach einem 3:2-Auftaktsieg beim FC Wegberg-Beeck folgten sieben sieglose Spiele in Folge (4 Unentschieden, 3 Niederlagen). Der Verein vollführte die „Rolle rückwärts“, so dass seit dem 11.10.2020 wieder Mike Terranova als Übungsleiter der ersten Mannschaft an der Seitenlinie steht, der das Team in die Erfolgsspur zurückführen konnte. Unter seiner Regie wurde RWO am Ende mit 59 Punkten noch Tabellensiebter und hat sich darauf aufbauend zum Ziel gesetzt, in der nun laufenden Spielzeit wieder so lange und so gut wie möglich oben mitzuspielen. Viele Experten zählten die Kleeblätter vor der Saison zum Favoritenkreis der Regionalliga West.

Rot-Weiß Oberhausen hat seinen ohnehin schon stark besetzten Kader in diesem Sommer durch einige Neuzugänge aus der oberen Schublade weiter verstärkt. Innenverteidiger Nico Klaß (24 Jahre) bestritt in der vergangenen Saison 15 Zweitligaspiele für Eintracht Braunschweig und kehrte nun an seine alte Wirkungsstätte zurück, wo er bereits von Juli 2018 bis Juli 2020 aktiv war. Fabian Holthaus (26) kommt mit der Erfahrung von 11 Zweit-, 134 Dritt- sowie 40 Regionalligaspielen und wird fortan das defensive Mittelfeld verstärken. Nico Buckmaier (28 Jahre, Mittelfeld, SV Rödinghausen), Jan-Lucas Dorow (28, Mittelfeld, Rot-Weiss Essen) sowie Anton Heinz (23, Linksaußen, SV Lippstadt) wechselten liga-intern an den Niederrhein und auch Vincent Boesen (23, Mittelstürmer, SV Elversberg) kennt die Spielklasse durch seine Zeit bei Alemannia Aachen (Juli 2018 bis Januar 2021) bestens. Zu einer Transferphase gehören naturgemäß auch Abgänge. In Oberhausen trennte man sich dabei von vier Spielern, die in der abgelaufenen Saison auf mehr als 30 Einsätze gekommen waren, darunter die beiden Ex-WSV-Stürmer Shun Terada (vereinslos) und Raphael Steinmetz (Schwarz-Weiß Alstaden), sowie Mittelfeldspieler Bastian Müller (Karriereende) und Innenverteidiger Leander Goralski, den man künftig beim Bonner SC wiedersehen wird.

Vielversprechender Auftakt und Stärken auf beiden Seiten des Platzes

Der Auftakt in die Saison 2021/22 verlief für Rot-Weiß Oberhausen mit 19 Punkten aus acht Spielen äußerst erfolgreich. Sechs Siegen standen nur ein Unentschieden und eine Niederlage gegenüber. Der Spielplan hat es mit sich gebracht, dass die Kleeblätter bislang nur zwei Mal auswärts angetreten sind. Hierbei gab es eine 0:1-Niederlage in Wiedenbrück und einen 3:1-Erfolg bei Alemannia Aachen. Als treffsicherster Akteur erwies sich im bisherigen Saisonverlauf Sven Kreyer mit sieben Toren, während Shaibou Oubeyapwa mit vier Vorlagen auf sich aufmerksam machen konnte. Mit 19 Treffern stellt RWO nach der U21 des 1. FC Köln die zweitbeste Offensive, während die Abwehr mit fünf Gegentoren sogar die beste der Liga ist. An allen Statistiken ist ablesbar: Rot-Weiß Oberhausen gehört aktuell zu den besten Mannschaften der Spielklasse.

Im vergangenen Jahr gewann der WSV sein Heimspiel gegen RWO mit 3:0, verlor in Oberhausen jedoch mit demselben Ergebnis, wobei allen Wuppertalern insbesondere das „Kacktor des Monats“ von Sebastian Patzler in humorvoller Erinnerung geblieben sein dürfte. Trotz dieser ehrenvollen Auszeichnung hätten die WSV-Anhänger sicherlich nichts dagegen, sollte das Pendel wieder in die andere Richtung ausschlagen.

Quelle: neunzehn54

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