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Freitag, 12.11.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: Alemannia Aachen

Unser Stadionmagazin neunzehn54 stellt den morgigen Gast vor

Am morgigen Samstag - 13. November 2021, 14 Uhr - empfängt der WSV am 16. Spieltag der Regionalliga West Alemannia Aachen. In Ausgabe 5 des WSV-Stadionmagazins hat die neunzehn54-Redaktion den Gast vorgestellt.

Im Juni 2020 endete in Aachen nach 1.642 Tagen die Amtszeit von Trainer Fuat Kilic, unter dessen Regie das Team dreimal Platz 6 und zweimal Rang 7 erreicht hatte. Eine beachtenswerte Bilanz, doch für den großen Wurf „Aufstieg“ hatte es für den Traditionsverein, der von 1999 bis 2012 in der 1. und 2. Bundesliga spielte, stets nicht gereicht, sodass man nach viereinhalb Jahren einen anderen Weg einschreiten wollte. Doch sowohl die Amtszeit von Stefan Vollmerhausen (Juli 2020 bis Februar 2021) als auch die von Patrick Helmes (Juli bis Oktober 2021) endeten vorzeitig. Ende Oktober kehrte nun jener Mann an seine alte Wirkungsstätte zurück, der die längste Traineramtszeit der Aachener Vereinsgeschichte vorweisen kann: Fuat Kilic.

Nach dem letzten Platz in der Rückrundentabelle 2020/21 nahm die Alemannia vor dieser Saison einen großen Umbruch im Kader vor. Einem Dutzend Zugänge standen noch mehr Abgänge gegenüber, sodass sich das Gesicht der Mannschaft entsprechend geändert hat. Mit Nick Galle (Linker Verteidiger, 1. FC Saarbrücken), Stipe Batarilo (Mittelfeld, Fortuna Köln), Marwin Studtrucker (Stürmer, SpVg Schonnebeck), Florian Rüter (Rechtsaußen, SV 1910 Breinig), Takashi Uchino (Rechter Verteidiger, Fortuna Düsseldorf U23) und Alexander Heinze (Innenverteidiger, vereinslos) verließen gleich sechs Spieler den Verein, die in der vergangenen Saison noch 30 oder mehr Regionalliga-Einsätze für die Alemannia absolviert hatten.

Großer Kaderumbruch mit Ex-WSV-Kapitän als wichtigem Bestandteil

Ein wichtiger Bestandteil des neuen Aachener Teams ist in Wuppertal bestens bekannt: Unser ehemaliger Mannschaftskapitän Tjorben Uphoff (101 Regionalliga-Einsätze für den WSV) wechselte im Sommer von der Wupper an die Wurm und wurde dort als „Persönlichkeit, die voran geht und Verantwortung übernimmt“ (Zitat Vereinshomepage) vorgestellt. Zwei weitere ehemalige Rot-Blaue befinden sich in Aachener Diensten: Torhüter Joshua Mroß rückte im Juli 2015 aus der Jugend des WSV in die erste Mannschaft auf, für die er bis Januar 2019 22 Regionalliga-Einsätze absolvierte, ehe er mit dem Chemnitzer FC in die 3. Liga aufstieg. Verhältnismäßig kurz - von Juli bis August 2017 - verlief das rot-blaue Intermezzo von Linksverteidiger Marcel Damaschek, der in dieser Zeit einmal für den WSV in der Regionalliga West zum Einsatz kam.

Neben Innenverteidiger Tjorben Uphoff ist die Viererkette der Alemannia mit den Neuzugängen Lukas Wilton (26 Jahre, Linksverteidiger, SV Babelsberg 03) und Jannis Held (21, Rechtsverteidiger, 1. FC Kaiserslautern II) fast komplett neu formiert, lediglich Innenverteidiger / Mannschaftskapitän Franko Uzelac läuft bereits seit Januar 2021 im schwarz-gelben Trikot auf. Im Mittelfeld setzt man u.a. auf die Neuzugänge André Dej (29, Viktoria Köln), Christian Gartner (27, Admira Wacker Mödling) und Dino Bajric (25, Sportfreunde Lotte), während man sich im Angriff Torgefahr von Jannik Mause (23, FC Wegberg-Beeck) und Tim Buchheister (22, 1. FC Kaiserslautern II) erhofft. Gerade Jannik Mause mit 7 Toren in 12 Einsätzen dürfte diesen Ansprüchen bislang auch gerecht geworden sein.

Ein 13-facher Nationalspieler sollte die Alemannia mit Beginn der Saison 2021/22 in eine bessere Zukunft führen: Patrick Helmes. 45 Tore in 98 Erst- und 43 Treffer in 79 Zweitligapartien - Helmes war zu seiner aktiven Zeit zweifellos einer der treffsichersten Stürmer in Deutschland. Im Alter von 23 Jahren debütierte er unter Joachim Löw in der Nationalmannschaft, für die er in 13 Einsätzen zweimal traf. Bemerkenswerte Bilanzen für einen Spieler, dessen Laufbahn immer wieder durch schwerwiegende Verletzungen geprägt war.

Fuat Kilic ist zurück

Doch der Saisonstart unter Patrick Helmes missglückte, was neben dem großen Kaderumbruch auf Verletzungspech in der Offensive und teils mangelndem Spielglück zurückgeführt werden konnte. Nach 2 Unentschieden und 4 Niederlagen musste der Trainer in den Medien bereits Interviews zu einer möglichen Krise und der Frage, ob die Alemannia nun im Abstiegskampf angekommen sei, geben. Am 7. Spieltag gelang daraufhin endlich der erste Saisonsieg (3:1 bei der U21 des 1. FC Köln). Doch die Alemannia kam auch in den nächsten Spielen nicht wirklich von der Stelle und blieb in der Tabelle nur so gerade eben über dem Strich: Es folgten 1 Sieg, 2 Unentschieden und 3 Niederlagen. Nach der 1:4-Heimniederlage am 13. Spieltag gegen Rot Weiss Ahlen zogen die Verantwortlichen dann die Konsequenzen und es kam zum genannten Trainerwechsel Fuat Kilic für Patrick Helmes.

Mit Rückkehrer Kilic reichte es für die Alemannia am 14. Spieltag beinahe zu einem Punktgewinn beim Tabellenführer Rot-Weiss Essen - erst in der 94. Spielminute musste man doch noch den Gegentreffer zum 1:2 hinnehmen. Dafür fuhr man am vergangenen Wochenende einen fulminanten 5:3-Heimsieg gegen den SV Stralen ein und steht nun in der Tabelle auf Platz 14. Die Alemannia wird in Wuppertal sicherlich alles daransetzen, mit viel Wille und Leidenschaft den Trend weiter ins Positive umzudrehen, zumal man aus der vergangenen Spielzeit etwas gutzumachen hat: 2020/21 gewann der WSV gegen Aachen beide Duelle (1:0 (H), 2:0 (A)).

Quelle: neunzehn54

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