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Freitag, 17.12.2021 -

Regionalliga West

Gegenspieler: Rot Weiss Ahlen

Unser Stadionmagazin neunzehn54 stellt den morgigen Gast vor

Am morgigen Samstag - 18. Dezember 2021, 14 Uhr - empfängt der WSV am 21. Spieltag der Regionalliga West Rot Weiss Ahlen zum letzten Heimspiel in diesem Kalenderjahr. In Ausgabe 6 des WSV-Stadionmagazins stellt die neunzehn54-Redaktion den Gast vor.

Am Ende der vergangenen Saison belegte Rot Weiss Ahlen mit 38 Punkten aus 40 Spielen den 18. Tabellenplatz der Regionalliga West. Den Besonderheiten der Pandemie-Situation - wonach nur ein Verein aus der Regionalliga absteigen musste, da es keine Aufsteiger aus den Oberligen Westfalen, Niederrhein und Mittelrhein gab (die Saison wurde dort vorzeitig abgebrochen) - war es zu verdanken, dass die Wersekicker mit fünf Punkten Vorsprung vor Platz 21 mit dem Abstieg letztlich nichts zu tun hatten. Nun möchte sich Rot Weiss Ahlen mit einigen Ex-WSVern im Kader weiter in der Liga etablieren. Und auch der Trainer ist in Wuppertal kein Unbekannter.

Der heute 51-jährige Andreas Zimmermann übernahm die Mannschaft des WSV im Sommer 2019 unter extrem schwierigen Bedingungen. Mit wenig Geld musste eine nach Möglichkeit schlagkräftige Mannschaft für die Regionalliga zusammengestellt werden. Der Start verlief mit drei Siegen überraschend gut (2:1 gegen Aachen, 1:0 gegen BVB U23 und 3:1 beim VfB Homberg), ehe sich am Ende einer Serie von sieben sieglosen Spielen (davon fünf Niederlagen) die Wegen zwischen Verein und Trainer trennten.

Auch in Ahlen war Andreas Zimmermann der Mann für die besonders knifflige Situation: Als der Trainer im November 2020 das Team übernahm, stand Rot Weiss Ahlen nach 15 Spieltagen mit nur einem Sieg und sechs Punkten auf dem letzten Tabellenplatz. Zimmermann sorgte für einen Aufschwung und Stabilität - Ahlen wurde zu einer Mannschaft, die nur noch schwer zu besiegen war. Der spätere Aufsteiger Borussia Dortmund U23 kam am 13. März 2021 in Ahlen nicht über ein 1:1-Unentschieden hinaus, der Tabellenzweite Rot-Weiss Essen verlor am 24. März 2021 im Wersestadion gar mit 1:2.

Die Philosophie des Trainers lautet seitdem: In der Mannschaft soll eine positive Grundstimmung implementiert werden, die für alle ansteckend ist. Mit viel Einsatz, Laufbereitschaft und Leidenschaft soll ein klarer, einfacher Fußball gespielt werden, der das Team in die Lage versetzt, vermeintlich bessere Gegner zu ärgern. Rot Weiss Ahlen möchte sich entweder bestmöglich aus dem Abstiegskampf heraushalten oder diesen zumindest erfolgreich bewältigen. Langfristiges Ziel ist die Etablierung in der Regionalliga West, um nicht dauerhaft gegen den Abstieg spielen zu müssen.

Vier Ex-WSVer im Kader

Beim Erreichen der gesteckten Ziele sollen vier Spieler mithelfen, die in der Vergangenheit bereits das rot-blaue Trikot getragen haben. Torhüter Daniel Szczepankiewicz stand in der Saison 2020/21 im Kader des WSV (7 Einsätze) und schloss sich Anfang August 2021 Rot Weiss Ahlen an. Mittelfeldakteur Jan Holldack spielte eine Halbserie am Zoo (von Januar bis Juni 2017), ehe es ihn nach Zwischenstationen u.a. beim KFC Uerdingen und beim Bonner SC nach Ahlen zog. Auch im Sturm tummeln sich mit Andreas Ivan und Gianluca Marzullo zwei Ex-WSVer. Andreas Ivan lief von Januar bis Juni 2017 mit dem Löwen auf der Brust auf (3 Tore in 11 Spielen), Gianluca Marzullo hinterließ durch seinen unermüdlichen Einsatz von Juli 2019 bis Januar 2021 (13 Tore in 41 Spielen) einen bleibenden Eindruck im Tal. Bemerkenswert: Die drei Ex-WSV-Feldspieler haben in dieser Saison bei Rot Weiss Ahlen bereits für ordentlich Scorerpunkte gesorgt. Nach dem 20. Spieltag kommt Andreas Ivan auf 9 Tore und 3 Vorlagen, Jan Holldack auf 7 Tore und 4 Vorlagen und Gianluca Marzullo auf 4 Tore und 1 Vorlage.

Ansonsten bleibt festzustellen, dass Rot Weiss Ahlen im bisherigen Saisonverlauf eine schwer zu besiegende Mannschaft war: In 19 Spielen ging das Team nur fünf Mal als Verlierer vom Platz. Auch Spitzenmannschaften taten sich gegen die Wersekicker schwer: Sowohl Preußen Münster als auch Fortuna Köln kamen nicht über ein 1:1 hinaus. Und auch der Wuppertaler SV konnte sich in dieser Spielzeit bereits von der Kompaktheit der Ahlener Mannschaft überzeugen: Am 21. August 2021 gab es im Hinspiel ein torloses Unentschieden, auch weil einem Treffer von Marco Königs in der 18. Spielminute aufgrund eines vorangegangenen Foulspiels die Anerkennung untersagt wurde. Rot Weiss Ahlen möchte dem Wuppertaler SV nun auch im Stadion am Zoo das Leben schwermachen - mit Scorerpunkten dreier Ex-WSV-Spieler.

Quelle: neunzehn54

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