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Donnerstag, 13.01.2022 -

Testspiel

3:3 gegen Schweizer Erstligisten

Gegen den Spitzenreiter der Schweizer Super League hat sich der Wuppertaler SV teuer verkauft und dem FC Zürich ein bemerkenswertes 3:3:-Unentschieden (1:1) abgerungen. Im Testspiel im türkischen Belek zeichneten Niklas Heidemann (28.), Marco Königs (107.) und Semir Saric (118.) für die Treffer der Rot-Blauen verantwortlich. 

Auf Wunsch des deutschen Trainers der Züricher, André Breitenreiter, waren zweimal 60 Minuten gespielt worden. Begonnen hatte der WSV mit Sebastian Patzler im Tor, Kevin Pytlik, Lion Schweers und Durim Berisha in der Dreier-Kette, davor mit Jannis Kübler auf der Zehn, Philipp Hanke und Niklas Heidemann auf den Flügeln sowie Kevin Pires-Rodriguez auf der Sechs. Kingsley Sarpei und Roman Prokoph bildeten das Sturmduo der ersten Halbzeit. 

Die Schweizer fanden zunächst besser ins Spiel. Bereits nach drei Minuten lag Rot-Blau zurück: Blaž Kramer traf mit einem platzierten Flachschuss zum 1:0 für Zürich. Es dauerte einige Zeit bis das Team von Chefcoach Björn Mehnert sich sortiert hatte. Die beste Defensive der Regionalliga-West machte gegen einen starken Gegner zu Beginn den ein oder anderen individuellen Fehler. Doch mit dem Treffer von Niklas Heidemann nach einer knappen halben Stunde kam das Selbstbewusstsein. Zuvor hatte Sarpei zwei Chancen erspielt (13. und 21.), die jedoch in beiden Fällen keine Abnehmer im Sechzehnmeterraum gefunden hatten. 

Nach dem ersten Seitenwechsel agierten beide Teams verhaltener, so dass in der zweiten Hälfte der ersten Halbzeit nichts Zählbares heraussprang. Der WSV war aber die spielbestimmende Mannschaft und hätte in der 48. Minute durchaus in Führung gehen können, jedoch bekamen weder Sarpei, Pires noch Heidemann den Ball im Sechzehner unter Kontrolle. Die Defensive von Zürich schwindelig gespielt hatten sie trotzdem. 

In die zweite Halbzeit startete der WSV mit Safarpour-Malekabad im Tor. Moritz Montag, Dominik Bilogrevic und Kevin Pytlik bildeten die Defensive, während Semir Saric, Niklas Fensky und Testspieler Berk Cetin gemeinsam mit Rückkehrer Kevin Hagemann und Neuzugang Valdet Rama das Mittelfeld stellten. Phillip Aboagye und Marco Königs stürmten für Rot-Blau.

Gleich fünf Minuten nach Wiederanpfiff führte ein Foul von Dominik Bilogrevic zum Elfmeter für den FC Zürich. Blerim Dzemaili verwandelte zum 2:1. In der Folge ließ der Valdet Rama dann mehrfach sein Können aufblitzen, allein das nötige Quäntchen Glück fehlte dem 34-Jährigen, der in Spanien einst gegen Messi und Neymar gekickt hatte. 

Auf der anderen Seite lief es aber in dieser Phase der Partie auch nicht besser: Fabian Rohner brachte den Ball in Minute 80 flach in den Sechzehner, Aiyegun Tosins Schuss strich aber knapp über das Tor von Safarpour-Malekabad vorbei.

Nach dem erneuten Seitenwechsel blieben Kevin Hagemann (Björn Mehner: „Eine reine Vorsichtsmaßnahme“) und Kevin Pytlik (dessen Hand im Zweikampf den Fuß des Gegners zu spüren bekommen hatte) draußen. Dafür waren die starken Niklas Heidemann und Jannis Kübler wieder im Spiel. Der WSV mit den ersten Angriffen, Rama ein wenig zu schnell, sein Abschluss von links traf nur das Außennetz des gegnerischen Tores (91.). Der WSV war gleichwohl die spielbestimmende Mannschaft, konnte diese leichte Überlegenheit jedoch noch nicht in Tore ummünzen.

In der 107. Minute war es dann Marco Königs, der den WSV erlöste und das 2:2 nach Vorlage von Youngster Niklas Fensky besorgte - nachdem Zürichs Polero den Ball spektakulär vertändelt und WSV-Keeper Safarpour den erfolgreichen Konter souverän einleitet hatte. Das war nicht nur schön anzuschauen, sondern auch mehr als verdient zu diesem Zeitpunkt. 

Keine Viertelstunde vor Schluss ging Zürich erneut in Führung: Tosin netzte zum 3:2 für seinen Club ein (116.). Der Ausgleich zum 3:3:-Endstand fiel postwendend durch Semir Saric (118.), dessen Vater übrigens sowohl in Hannover als auch Paderborn Co-Trainer von Zürichs Coach Breitenreiter gewesen war. 

Der WSV brachte das Ergebnis schließlich über die Zeit, was Björn Mehnert zu honorieren wusste: „Beide Halbzeiten waren top. Hier ein Unentschieden mitzunehmen war nicht unverdient. Leider haben ein, zwei individuelle Fehler zu den Gegentoren geführt, aber die Jungs haben Moral gezeigt und konnten gegen einen starken Gegner spielerisch mithalten.“

„Hut ab vor der Leistung der Mannschaft. Gegen den Tabellenführer der ersten Liga der Schweiz drei Tore zu machen, da haben wir einfach alles gegeben“, erklärte Neuzugang Valdet Rama nach Abpfiff, und auch Jannis Kübler lobte die Mannschaftsleistung: „Wir sind sehr, sehr gut drauf, hatten bislang ein gutes Trainingslager, aber dass wir mithalten konnten und auch das Spiel zum Teil dominiert haben, damit konnte man vielleicht nicht unbedingt rechnen. Aber wir haben es als Mannschaft richtig gut gemacht.“

FC Zürich - WSV Testspiel 2022

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