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Foto: Stefan Rittershaus

1. Mannschaft
Sonntag, 16.08.2026 17:19 Uhr | neunzehn54-Redaktion

0:1-Niederlage zum Saisonauftakt in Velbert

Bergisches Derby in der Oberliga Niederrhein: Zum Start der Saison 2026/27 war der Wuppertaler SV am heutigen Sonntag zu Gast beim Mitabsteiger SSVg Velbert in der IMS Arena. Beide Teams waren in der vergangenen Woche in der 1. Runde des Niederrheinpokals erfolgreich in die Spielzeit gestartet. Während sich der WSV gegen die SpVg Schonnebeck im Elfmeterschießen durchgesetzt hatte, gewann Velbert beim ESC Rellinghausen mit 5:0. Der WSV trat im Vergleich zur Pokalpartie mit einer auf gleich sechs Positionen geänderten Startelf an: Subaru Nishimura, Genc Lajqi, Arian Amyn, Fabrizio Fili, Linus Fröhlich und Serhat Kacmaz begannen für Semir Saric, Sam Sausmikat, Arlind Bajrami (alle Ersatzbank), Ariyoh Ayinla, Duje Goles (beide verletzt) und Eren Albayrak (gesperrt). Ebenfalls fehlten Brightney Igbinadolor (verletzt) und Felix Herzenbruch (gesperrt).

Die Partie startete mit einem Aufreger: Als Subaru Nishimura in einem Zweikampf im Velberter Sechzehner zu Boden ging, entschied Schiedsrichter Thibaut Scheer zunächst auf Strafstoß für den WSV, ließ sich anschließend jedoch durch seinen Assistenten vom Gegenteil überzeugen (3.). Drei Minuten später setzte Fabrizio Fili einen Abschluss auf die kurze Ecke nach Vorarbeit von Nishimura neben das Tor (6.). Dann die kalte Dusche: Eine Flanke von rechts segelte hoch und lang durch den Wuppertaler Strafraum und Luca Köbele traf per Kopf zum 1:0 für die SSVg Velbert (9.).  In der 17. Minute jubelten die zahlreichen mitgereisten WSV-Fans wiederum zu früh: Nach Freistoß aus dem Halbfeld grätschte Serhat Kacmaz den Ball zum vermeintlichen Ausgleich über die Linie, stand dabei jedoch im Abseits. Es entwickelte sich eine in Summe ausgeglichene Partie, in der sich der WSV mehrere Ecken und Umschaltmomente erarbeitete, die jedoch nicht gefährlich zu Ende gespielt werden konnten. Dann half der doppelte Pfosten: Ein Schuss von Calvin Mockschan von der Strafraumgrenze prallte vom linken an den rechten Innenpfosten und von dort ins Feld zurück (31.). Da sich in der letzten Viertelstunde in beiden Strafräumen nichts mehr tat, ging es mit 1:0 für Velbert in die Kabinen.

Die ersten gefährlichen Offensivaktionen der zweiten Halbzeit gehörten dem WSV: Schüsse von Dario Biancardi (48.) und Fabrizio Fili (50.), jeweils abgefälscht, sowie ein Kopfball von Biancardi (50.) nach einem Eckball gingen neben das Tor. Der WSV blieb am Drücker. In der 55. Minute die bis dahin größte Torchance: Arian Amyn steckte durch auf Fabrizio Fili, der schlug im Strafraum noch einen Haken, schoss frei vor dem Torwart aber über den Kasten. Nach der guten rot-blauen Anfangsphase kam auch die SSVg Velbert wieder zurück ins Spiel und zu zwei gefährlichen Abschlüssen (64. / 65.), doch der WSV blieb seinerseits um den Ausgleich bemüht: Nach Vorlage von Nishimura trat Biancardi aus aussichtsreicher Position am Elfmeterpunkt in den Rasen (69.). Eben jenes Bemühen war dem Team von Trainer Tim Schneider auch in der Folge nicht abzusprechen, jedoch fehlte es in der Offensive an Durchschlagskraft. Velbert wiederum hatte bei Kontern die Möglichkeiten, für die Vorentscheidung zu sorgen, doch Julio Torrens spitzelte einen Ball an den Pfosten (82.) und Kilian Bielitza rettete gegen seinen Gegenspieler im letzten Moment per Grätsche (83.). In der ersten Minute der Nachspielzeit landete der Ball ein zweites Mal im Tor der Gastgeber (Kopfball von Kacmaz), war jedoch vor der Flanke von Semir Saric bereits im Hintertoraus gewesen. Hektik noch einmal in der Schlussphase, als bei der letzten Flanke in den Velberter Strafraum über einen Elfmeter diskutiert wurde. Dann war Schluss und der WSV ging mit 0:1-Niederlage zum Saisonauftakt vom Platz.

Weiter geht es für den WSV am kommenden Wochenende. Am Freitag, den 21.08.2026 ist Pokalgegner SpVg Schonnebeck am 2. Spieltag der Oberliga Niederrhein zu Gast. Anstoß zum Flutlichtspiel im Stadion am Zoo ist um 19:30 Uhr.

Aufstellung SSVg Velbert:

22 Luis Plath – 30 Tom Dominik Behle, 5 Tristan Duschke (53.33 Jonas Büchte), 21 Luca Köbele, 19 Artur Golubytskij (59. 23 Max Wiese) – 11 Max Machtemes, 31 Ismael Remmo, 10 Calvin Marlon Mockschan – 14 Beyhan Ametov (65. 8 Julio Torrens), 17 Robin Hilger, 34 Benjamin Hemcke

Trainer: Bogdan Komorowski

Aufstellung Wuppertaler SV:

1 Fotios Adamidis – 2 Subaru Nishimura, 4 Noel Westenberger, 44 Serhat  Kacmaz, 39 Kilian Bielitza (86. 33 Giulio Federico), 5 Jaden Korzynietz –  26 Linus Fröhlich, 6 Genc Laiqi (73. 7 Semir Saric), 20 Fabrizio Fili (78. 31 Arlind Bajrami), 21 Dario Biancardi, 17 Arian Amyn (55. 11 Sam Sausmikat)

Trainer: Tim Schneider

Stadion: IMS Arena

Zuschauer: 2.130

Tor: 1:0 Köbele (9.)

Gelbe Karten: Machtemes (78.) / Fröhlich (7.), Sausmikat (56.), Bajrami (90.+2)

Rote Karte: Herzenbruch (nach Abpfiff)

Ecken: 5:5

Schiedsrichter: Thibaut Scheer / Assistenten: Lukas Luthe, Daniel Schierok

Spielbericht: neunzehn54-Redaktion