Vorbericht: Achtelfinale gegen Ratingen 04/19
Am Donnerstagabend (22. Oktober 2026, 19:30 Uhr) gastiert der Wuppertaler SV im Achtelfinale des Niederrheinpokals bei Germania Ratingen 04/19. Beide Mannschaften haben nach einem schwierigen Saisonstart zuletzt deutlich an Form gewonnen. Auf den Sieger wartet im Viertelfinale ein Heimspiel gegen Drittligist Rot-Weiss Essen.
Die Auslosung am vergangenen Donnerstag hat dem Achtelfinale zwischen Ratingen und dem WSV zusätzliche Bedeutung verliehen. Wer sich im direkten Duell der beiden Oberligisten durchsetzt, empfängt in der nächsten Runde Rot-Weiss Essen. Auch der weitere Weg steht bereits fest: Im Halbfinale würde der Sieger der Begegnung VfB Hilden gegen 1. FC Bocholt warten.
Doch zunächst steht für beide Mannschaften eine anspruchsvolle Aufgabe auf Augenhöhe an. Sowohl der WSV als auch Germania Ratingen haben nach einem schwachen Saisonbeginn zuletzt eine positive Entwicklung genommen. Während sich die Wuppertaler inzwischen mit vier Ligasiegen in Folge stabilisiert haben, musste Ratingen am vergangenen Freitag allerdings einen empfindlichen Rückschlag hinnehmen.
Vier Siege in Folge: WSV reist mit Rückenwind nach Ratingen
Nach fünf Niederlagen zum Saisonauftakt und dem anschließenden Trainerwechsel hat sich die sportliche Situation beim Wuppertaler SV deutlich verbessert. Unter Ismail Jaroui holten die Rot-Blauen aus den vergangenen fünf Ligaspielen 13 von 15 möglichen Punkten.
Besonders auffällig ist dabei die defensive Stabilität. Nach einem 1:1 bei Fortuna Düsseldorf II folgten drei deutliche Siege gegen die Holzheimer SG (4:0), die Sportfreunde Baumberg (4:0) und den SV Scherpenberg (3:0).
Am vergangenen Freitag setzte sich der WSV zudem mit 1:0 gegen ETB Schwarz-Weiß Essen durch. David Widlarz erzielte in der 56. Minute den entscheidenden Treffer. Damit blieb die Mannschaft zum vierten Mal in Folge ohne Gegentor und verbesserte ihre Bilanz aus den vergangenen fünf Ligaspielen auf 13:1 Tore.
Das Pokalspiel in Ratingen wird damit auch zum nächsten Gradmesser für die Entwicklung der jungen Wuppertaler Mannschaft. Anders als in den vergangenen Wochen trifft der WSV auf einen Gegner, der selbst wieder Anschluss an die obere Tabellenhälfte gefunden hat und in der vergangenen Saison zu den stärksten Mannschaften der Oberliga Niederrhein gehörte.
Ratingen nach drei Siegen mit bitterem Rückschlag
Auch bei Germania Ratingen verlief der Saisonstart zunächst enttäuschend. Die Mannschaft von Trainer Damian Apfeld, die in der vergangenen Spielzeit als Tabellenzweiter den Aufstieg in die Regionalliga nur knapp verpasst hatte, blieb in den ersten sechs Ligaspielen ohne Sieg. Auf fünf Unentschieden folgte eine deutliche 1:4-Heimniederlage gegen Fortuna Düsseldorf II.
Anschließend fanden die Ratinger jedoch zurück in die Erfolgsspur. Dem 2:1-Auswärtserfolg bei den Sportfreunden Baumberg folgten ein 2:0 gegen den SV Scherpenberg und ein 3:0 bei Schwarz-Weiß Essen.
Am vergangenen Freitag endete diese Serie allerdings auf außergewöhnliche Weise. Gegen den SV Sonsbeck führte Ratingen durch drei Treffer von Lukas Korytowski bereits nach 37 Minuten mit 3:0. Doch ein Platzverweis gegen Torhüter Leon Klußmann kurz vor der Halbzeit leitete die Wende ein. In Überzahl gelangen den Gästen fünf Treffer zum überraschenden 5:3-Auswärtssieg.
Trotz dieser Niederlage ist die jüngste Entwicklung der Ratinger positiv. Aus den vergangenen fünf Ligaspielen holte die Mannschaft neun Punkte und erzielte elf Treffer.
Besonders Lukas Korytowski befindet sich in guter Verfassung. Der Angreifer erzielte sowohl beim 3:0 in Essen als auch gegen Sonsbeck insgesamt fünf Tore innerhalb von nur zwei Spielen. Mit dem erfahrenen Sven Kreyer, der in der vergangenen Saison 15 Oberligatreffer erzielte, verfügt Germania zudem über einen weiteren gefährlichen Offensivspieler.
Zwei unterschiedliche Wege ins Achtelfinale
Beide Mannschaften mussten bereits zwei Pokalrunden überstehen, bevor sie im Achtelfinale aufeinandertreffen.
Für den WSV begann der Wettbewerb mit einer turbulenten Begegnung gegen die SpVg Schonnebeck. Am 9. August lagen die Rot-Blauen im Stadion am Zoo bereits mit 0:3 zurück, kämpften sich durch Treffer von Eren Albayrak, Linus Fröhlich und Jaden Korzynietz jedoch zurück ins Spiel.
Nach einer Roten Karte gegen Albayrak musste der WSV die Schlussphase und die Verlängerung in Unterzahl bestreiten. Im anschließenden Elfmeterschießen behielten die Wuppertaler dennoch mit 7:6 die Oberhand. Torhüter Fotios Adamidis sicherte mit dem entscheidenden gehaltenen Elfmeter das Weiterkommen.
In der zweiten Runde setzte sich der WSV beim Bezirksligisten FSV Duisburg mit 2:0 durch. Serhat Kacmaz und Fabrizio Fili erzielten die Treffer für die Mannschaft von Ismail Jaroui.
Ratingen erreichte das Achtelfinale dagegen mit zwei souveränen Auswärtserfolgen. Zum Auftakt gewann Germania mit 5:0 beim Landesligisten VfL Rhede. In der zweiten Runde folgte ein 2:0 beim Ligakonkurrenten TSV Meerbusch.
Für beide Mannschaften ist das Aufeinandertreffen am Donnerstag damit die bislang anspruchsvollste Aufgabe auf ihrem Pokalweg.
Letztes Pflichtspielduell liegt zehn Jahre zurück
Obwohl Ratingen und der WSV in dieser Saison beide in der Oberliga Niederrhein antreten, liegt die letzte Begegnung im Ligabetrieb bereits mehr als zehn Jahre zurück. Am 1. Juni 2016 trennten sich die Mannschaften in Ratingen mit einem 2:2. Das Hinspiel im November 2015 hatte der WSV im Stadion am Zoo mit 5:2 gewonnen.
In den bislang zwölf bisherigen Aufeinandertreffen hat der WSV mit sechs Siegen gegenüber zwei Ratinger Erfolgen die bessere Bilanz. Vier weitere Partien endeten unentschieden.
Das jüngste direkte Aufeinandertreffen fand allerdings erst am 8. Januar 2025 statt. In einem Testspiel auf der Bezirkssportanlage Oberbergische Straße führte Ratingen nach 78 Minuten mit 2:1, als die Begegnung aufgrund starken Schneefalls und eines Flutlichtausfalls vorzeitig beendet werden musste.
Auswärtsspiel unter Flutlicht
Für den WSV bietet das Pokalspiel die Gelegenheit, seine Erfolgsserie auch außerhalb des Ligabetriebs fortzusetzen. Ratingen will dagegen nach der ungewöhnlichen Niederlage gegen Sonsbeck eine Reaktion zeigen. Im Vordergrund steht für beide Mannschaften der Einzug ins Viertelfinale.
Anstoß im Stadion Ratingen ist am Donnerstag, 22. Oktober, um 19:30 Uhr. Eintrittskarten kosten regulär 12 Euro, ermäßigt 10 Euro. Kinder unter 15 Jahren erhalten freien Eintritt. Für die Wuppertaler Anhänger ist die überdachte Gegentribüne vorgesehen.
Die Gästeparkplätze befinden sich an der Eissporthalle, Am Sandbach 12 in Ratingen. Von dort ist das Stadion über die Fußgängerbrücke erreichbar.
